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Tags: ddr bdr

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Alt 25.08.2011, 14:06   #131 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Diviciacus Beitrag anzeigen
Das ist - mit Verlaub - ziemlicher Unsinn.
Allein schon, weil bis weit in die Neuzeit vieles auf Latein geschrieben wurde, ist Latein hier wesentlich bedeutender.
Was meinst du mit "hier", Naturwissenschaften oder Geschichte?
Zitat:
Zitat von Diviciacus Beitrag anzeigen
In der Biologie/Medizin sind alle Tiere und Pflanzen, sowie deren Innenleben (großteils) lateinisch benannt. Das wars aber auch weitesgehend (mag noch ein paar Fachwörter geben die entlehnt sind) und umfasst heute kaum das Hauptforschungsgebiet der Biologie.
Aber die Begriffe an sich sind das einzige Lateinische.

Die alten naturwissenschaftlichen Bücher, die (da hast du natürlich Recht) auf Latein geschrieben sind, sind naturwissenschaftlich gesehen heute entweder vollkommen widerlegt, oder nicht mehr aktuell.
Wer sich aber mit der Geschichte der Naturwissenschaft befasst, sollte NATÜRLICH schon Latein können.
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Alt 25.08.2011, 15:27   #132 (permalink)
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Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Und Ihre Meinung Rohana, das Russische trainiere bestimmte andere Gehirnregionen, als beim Erlernen westeuropäischer r Sprachen brachliegen, kann ich nur als unernst bezeichnen.
Ist nicht meine Meinung, sondern Meinung der Walddorf- Schulen, auf die ich meine Kinder aus gutem Grund nicht gegeben habe. Ob das Russische das leisten kann oder nicht, weiß ich nicht- ich persönlich lege auf auf das Erlernen der russischen Sprache keinen Wert und habe mich daher nicht weiter damit beschäftigt.

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Sprechen wir doch einmal tachele und reden nicht um den heißen Brei rum: Mit Latein erschließt sich eine Kultur und Wissenswelt, die übergreifend ist, die aber - das traurige an Vorurteilen ist, dass sie immer wieder bestätigt werden - sich dem sozialen Umfeld und Interesse der Breiten Masse verschließt und von dieser auch als nciht erforderlich anfgesehen wird.
Die breite Masse müssen Ihrer Meinung nach aber auch die Schulämter und Kultusministerien angehören, denn die Verfügen ja die Fremdsprachenwahl an den Schulen. Und wenn auch die Universitäten auf Latein verzichten, dann fragt man sich schon, ob da wirklich ein Zusammenhang zwischen sozialem Umfeld und breiter Masse besteht...

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Das ist das Problem der breiten Masse, andere Dinge als wichtiger anzusehen (bzw. die gerechte Beute von Interessen zu werden, die dieser Masse einzureden versuchen, dass besondere Bildung nicht erforderlich ist´, will sagen: ein neuer Klingelton für den tragbaren Fernsprecher wichtiger als ein Buch im Schrank ist, gemeint wird, der Zugang zum Internet sei ausreichend für weitergehende Bildung)
Nun, ich glaube, diese Ansicht hat diese Woche der FDP- Chef im hessischen Landtag vertreten. Er meinte, das es nicht wichtig sei, alles zu wissen, sondern zu wissen, wie man mit Hilfe der Technik zu Wissen gelange. Eine Einstellung, die ich sehr bedenklich finde, die aber gleichzeitig offenbart, wie es um herrn Hahns Wissen bestellt ist...

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Mit Französisch wird jenes savoir vivre näher gebracht, das überall in der Welt, sogar in der anglo-amerikanischen kopiert wird.
Französisch, das sind 3000 Käsesorten, das ist Epernay, das ist coq au vin, das ist fasain a la vall d´aube usw. das knackfrische Bagette und das Glas
St. Emmilion.
Englisch ? Porridge und Plum-Pudding, säätsohl.

Das ist natürlich auch ein Vorurteil, aber irgendwie stimmt es doch !!!
Tut es natürlich nicht. Wenn ich nicht gerne Käse esse, ist es mir egal, ob es in Frankreich nun 3 , 30, 300 oder 3000 Käsesorten gibt. Und aus Weißbrot und Rotwein mache ich mir auch nichts.

Dafür liebe ich nun mal Tee und Whiskey und Shortbread...

Natürlich erlangt man über die Sprache auch ein Stück weit die Kultur eines Landes, aber warum das ausgerechnet Französisch sein muss, erschließt sich mir nicht. Dem einen liegt Französisch mehr, dem andern Italienisch, dem dritten Spanisch. Und?
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Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.

Wilhelm Busch
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Alt 25.08.2011, 15:34   #133 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Maxdorfer Beitrag anzeigen
Gut, an diesen Aspekt habe ich nicht gedacht. Ich stimme dir in den meisten Punkten also zu. Ich denke aber NICHT, dass NUR dieser Askpekt das Erlernen einer zweiten Fremdsprache sinnvoll macht.
Nein, natürlich, wenn man Spaß an Sprachen hat ist es natürlich toll, wenn man die Möglichkeit hat, welche zu erlernen. Aber - und hier kommt das aber- es gibt auch viele Schüler, denen das Erlernen einer Sprache keinen Spaß macht. Die quälen sich dann schon durch Englisch, dessen Sinn und Zweck sie gerade noch eben so einsehen- aber warum sie dann noch (das für sie vollkommen nutzlose) Französisch lernen sollen, erschließt sich mir nicht wirklich.

Sinn würde es letztendlich wirklich machen, wenn die Schüler neben Englisch zwei Jahre Latein lernen- und sich dann entsprechend ihrer Neigungen für weitere Sprachen, die vertiefung des Lateinischen oder für ein zusätzliche naturwissenschaftlich/technisches Fach entscheiden würden...
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Wilhelm Busch
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Alt 25.08.2011, 15:39   #134 (permalink)
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Liebe Mituser,
könnten wir vielleicht wieder auf´s Thema kommen?
Danke!

VG
Christian
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De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung)
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Alt 25.08.2011, 16:54   #135 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Maxdorfer Beitrag anzeigen
Danke, so ein Wort habe ich gesucht.
Kein Problem.
Zitat:
Zitat von Maxdorfer Beitrag anzeigen
Also wie gesagt (oder geschrieben), in RLP wird das ganze jetzt auch auf Zentralabi umgestellt.
Meiner Meinung nach ein vernünftiger Schritt. Nur so kann man die Abiture Landesweit vergleichen.
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Alt 25.08.2011, 17:17   #136 (permalink)
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Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
Nein, natürlich, wenn man Spaß an Sprachen hat ist es natürlich toll, wenn man die Möglichkeit hat, welche zu erlernen. Aber - und hier kommt das aber- es gibt auch viele Schüler, denen das Erlernen einer Sprache keinen Spaß macht. Die quälen sich dann schon durch Englisch, dessen Sinn und Zweck sie gerade noch eben so einsehen- aber warum sie dann noch (das für sie vollkommen nutzlose) Französisch lernen sollen, erschließt sich mir nicht wirklich.
Natürlich, das stimmt.
Eine zweite Fremdsprache sollte man nur lernen, wenn es
a) einem Spaß macht oder man
b) einen Beruf ergreifen will, in dem man diese Sprache braucht,
c) wenn man es privat braucht oder wenn man es
d) für sinnvoll hält.

Die Liste ist erweiterbar.

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Alt 25.08.2011, 20:36   #137 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Maxdorfer Beitrag anzeigen
Natürlich, das stimmt.
Eine zweite Fremdsprache sollte man nur lernen, wenn es
a) einem Spaß macht oder man
b) einen Beruf ergreifen will, in dem man diese Sprache braucht,
c) wenn man es privat braucht oder wenn man es
d) für sinnvoll hält.

Die Liste ist erweiterbar.

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Eine zweite Fremdsprache muss man aber lernen, wenn man Abitur machen will.
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Alt 27.02.2012, 14:55   #138 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
Ich habe halt einfach irgendwann mal festgestellt, daß ein großer Unterschied darin besteht, ob man die theoretischen Gründen kennt, warum etwas schief gelaufen ist, oder ob man es wirklich begreift.
Esgibt Wissen, das sich nicht allein dadurch erwerben läßt, daß man ganz viel über ein Thema liest.
Ich werde immer einen anderen Zugang zum Thema DDR haben als du, weil ich eben einmal "drüben" war, als es die DDR noch gab. Ich habe gesehen, wie es da aussah, habe gehört, was die Menschen da geredet haben.
Woran hat es denn nun gelegen, dass es mit der DDR nicht funktioniert hat? Von der "Theorie" und deinem einmaligen Besuch in der DDR mal abgesehen?
Wie stellt sich dein resultierendes "Wissen", dein "Begreifen" dar.

Dabei betrachte ich diese Sache im Kontext mit einer Reihe von anderen Äußerungen deinerseits.

Nimmst du mir doch nicht übel, oder?

Beste Grüße
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Alt 27.02.2012, 16:25   #139 (permalink)
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Benutzerbild von Rohana
 
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Nein, ich nehme dir das nicht übel.

Aber es gibt kaum etwas Schlimmeres, als ein Zitat aus dem Zusammenhang zu reißen und dann zu erwarten, daß man die ganze Diskussion, in der diese Aussage gefallen ist, wiederholt.

Es ging um Theorie und Praxis am Anfang des Threads, wo ein jugendlicher User, der die DDR nur vom Hörensagen kennt, ein paar vereinzelte Punkte aufgezählt hat.
Das klang blutleer, trockene Fakten, wie sie in Geschichtsbüchern stehen und hatte nichts mit den Menschen zu tun.

So, wie du es mit dem Threadtitel kombinierst, stellst du es so dar, als hätte ich behauptet, aus meinem Besuch in der DDR begründen zu können, warum das System nicht funktionierte.
Habe ich nicht. Mir ging es darum, daß die einzelnen Punkte sehr trocken klangen- ich hingegen habe gesehen, was dahinter steht.
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Alt 27.02.2012, 17:09   #140 (permalink)
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Benutzerbild von solon
 
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solon wird schon bald berühmt werden
Das System funktionierte nicht , weil das System ein grundlegenden Fehler hatte und bis heute noch hat.
Der Fehler ist der Mensch !
Nach der Systemlogik, früher als Gesetzmäßigkeit verkündet, zeigt der Mensch seine Einsicht ,weil er im System das Gute erkennt , damit ein völlig anderer Mensch wird und sich für das System engagiert und arbeitet. Mit solchen Menschen würde man dann den Sozialismus aufbauen und später nach Übergangsphasen in den Kommunismus einsteigen.
Problem , das positive Resultat war dem Menschen in dem System weder nachvollziehbar, noch in Systemkonkkurenz erkennbar. Weil aber positive Resultate von Anfang an, weder erreichbar , noch ansatzweise vollzogen werden konnten , mußte das System von Anfang an Repressionsmittel einsetzen. Da diese durchgängig aufrechterhalten werden mußten, hat der Mensch sich gewehrt oder er ist in Lethargie seiner Wege gegangen, ohne das System zu stören. Er hat außer für sich selbst, nichts für das System gemacht. Das war der Systemfehler an sich, weil man glaubte das der Mensch systemkonform handelt.
Der Gegensatz ist der Kapitalismus, er rechnet nicht mit dem Menschen an sich, sondern das sich der Mensch weiter entwickelt, weil er die Vorteile für sich sieht und diese in Kapital umwandeln kann. Wenn dieses Streben nur ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung anstrebt, gibt es für die Gesamtgesellschaft große Schübe, abzüglich der Krisen. Damit ist der Kapitalismus nicht überlegen, aber die so genannte Gesellschaftsform des Sozialismus/Kommunismus konnte nichts gegen diese Effektivität, die auch noch mit höchstmöglicher individueller Freiheit kombiniert war , nichts aber auch gar nicht entgegensetzen, auf keinen Erdteil und mit keinen gesamtgesellschftlichen Entwurf und Umsetzung.
solon
solon ist offline  
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