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22.10.2011, 09:01
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#21 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Zitat:
Zitat von RedScorpion Damit wärst Du dann unser Foren-Methusalem hier. LG | Nicht zwangsläufig: Zitat:
Zitat von 913Chris Zitat:
Zitat von Hornblower Zitat:
Zitat von Maxdorfer | Sagte ich 1996? | Bei 1896 hätten wir einen neuen Forumsmethusalem. Bei 1796 ein Weltwunder im Forum. Ach ja, noch ne Frage: Was hältst du von Napoleon? (Für den Fall, dass 1796 dein Geburtsdatum ist, müsstest du ihn ja noch erlebt haben...)
VG, Christian |   
__________________ Wir gründen das beste Forum für Geschichte!!! |
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22.10.2011, 09:31
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#22 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Politik Methusalem Den Rang wird Adenauer wohl kaum einer streitig machen.
Und 1955 in Moskau mit der sowjetischen Führung gesoffen. So standfest, dass er anschließend großen Respekt genoss.
Sein Vater, ist mir bei den Recherchen zu diesem Thema untergekommen, war übrigens ein Veteran von Königgrätz. |
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22.10.2011, 14:42
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#23 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Jo, und vom wem wurde die erste Autobahn eingeweiht? Richtig, vom Kanzler. Aber nicht vom Reichskanzler sondern vom späteren Kanzler Adenauer in seiner Funktion als OB von Köln.
__________________
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22.10.2011, 16:59
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#24 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zitat:
Zitat von Triton Jo, und vom wem wurde die erste Autobahn eingeweiht? Richtig, vom Kanzler. Aber nicht vom Reichskanzler sondern vom späteren Kanzler Adenauer in seiner Funktion als OB von Köln. | Und 1919 Gründungsmitglied der Deutschen Kriegsgräberfürsorge.
Was mir auch bei den Recherchen zum Thema auch untergekommen ist, er hielt wohl Brandt für den deutlich gefährlicheren Gegner als Kanzlerkandidat wie seine Vorgänger.
Hat er ständig auf dessen unehelicher Herkunft herumgehackt, den Namenswechsel, usw.. "Ein Regierungschef muss vollkommen integer sein, zu dem müssen die Menschen aufschauen". Vermutlich hat er da von seiner Person geredet 
Brandt hat ihn dann darauf angesprochen. Originalton Adenauer:
"Aber wie kommen sie denn darauf, dass ich etwas gegen sie hätte. Das würde ich ihnen doch sagen." 
Geändert von Suebe (22.10.2011 um 17:01 Uhr).
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23.10.2011, 11:39
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#25 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.341
| Zitat:
Zitat von Suebe Brandt hat ihn dann darauf angesprochen. Originalton Adenauer:
"Aber wie kommen sie denn darauf, dass ich etwas gegen sie hätte. Das würde ich ihnen doch sagen."  | Er hatte wohl gegen Brandt als Menschen wirklich nichts, aber gegen Brandt als Kanzler umso mehr...
VG
Christian
__________________ De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung) |
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23.10.2011, 13:25
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#26 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Zitat:
Zitat von Suebe Den Benno Ohnesorg lassen wir als eigenes Thema mal außen vor.
Zu Deinen anderen Thesen werde ich mich später äußern.
Die Wiedervereinigung 1990 ist doch eigentlich genau nach dem "Adenauerschen Muster" abgelaufen. (zu nicht nur meiner großen Verblüffung)
er Zeitraum. | Sah die adenauersche Version der Wiedervereinigung nicht so aus, dass die Bundeswehr mit klingendem Spiel durch Brandenburger Tor marschiert ?
Stattdessen wurde die Mauer von der anderen Seite eingerissen.
Ich denke, Adenauer hatte, wie auch Kohl, überhaupt kein Konzept für eine Wiedervereingung.
Das Konzept Adenauers bestand darin, dass die Leute aus Pankow zu Kreuze kriechen sollten und das war zuviel verlangt.
Das Konzept nach Adenauer war, die Mauer durchlässiger zu machen.
Ich sehe es so: Der politische Ernücherung, die durch die Kennedy-Rede und durch das Verhalten der Westmächte in Berlin nun Wahrheit wurde, dem Scheitern der adenauerschen Politik der Stärke , folgten "geschmähte " Realpolitiker, Wehner, Brandt, Bahr, Scheel, letztlich auch Strauß.
(obwohl ich Strauß nicht unbedingt für einen lupenreinen Demokraten halte muss sein Fingerspitzengefühl für die Vereinbrungen für den Kredit an die DDR für sehr ausgewogen halten, der Mann wusste, das die Zeit noch nicht reif war, größere Forderungen zu stellen, bei denen die DDR ihr Gesicht verloren hätte.) |
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23.10.2011, 21:15
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#27 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zitat:
Zitat von krasnaja Sah die adenauersche Version der Wiedervereinigung nicht so aus, dass die Bundeswehr mit klingendem Spiel durch Brandenburger Tor marschiert ?
Stattdessen wurde die Mauer von der anderen Seite eingerissen.
Ich denke, Adenauer hatte, wie auch Kohl, überhaupt kein Konzept für eine Wiedervereingung.
Das Konzept Adenauers bestand darin, dass die Leute aus Pankow zu Kreuze kriechen sollten und das war zuviel verlangt.
Das Konzept nach Adenauer war, die Mauer durchlässiger zu machen. | Nö,
freie Wahlen (was die Herren in Pankow ja weggespült hätte, siehe 89) dann Beitritt wie im Grundgesetz vorgesehen.
Was einmal im Fall der Saar und dann 89 umgesetzt wurde.
Diese Zusage hat Adenauer als Gegenleistung für die Westintegration erhandelt, sie hat ihm ermöglicht Stalins "Deutschland-Note" lässig zurückzuweisen.
Und, ich muss es nochmals sagen, alle BRD-Regierungen nach ihm, auch die von Dir genannten Real-Politiker haben in allen irgendwie relevanten internationalen Verträge die deutsche Wiedervereinigung verankert.
Und damit auf sicher so manchen anderen Vorteil verzichtet.
Die anderen EWG-Länder wird es nicht sooo amüsiert haben, dass das "Niedriglohn-Land" DDR dadurch faktisch assoziiertes EWG-Mitglied war. |
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26.10.2011, 11:13
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#28 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zurück zum Oktober 1961
Die Eskalation im Oktober hatte mit der Mauer soweit nichts zu tun. Die hatte Kennedy in Wien eigentlich "genehmigt"
Die Konfrontationen entstanden aus der Salamitaktik Chruschtschows, die 4-Mächte-Vereinbarungen in Bezug auf "Ganz-Berlin" Stück für Stück aufzuheben. Hier wehrten sich die Alliierten, verloren aber schließlich doch einiges an Rechten die sie zuvor besaßen.
Kennedy gewann aber erheblich an Erfahrung, und ein Jahr später "Kuba" ließ er sich auf überhaupt nichts mehr ein.
Setzte den Standpunkt der USA voll durch. |
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27.10.2011, 10:42
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#29 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Ulbricht und die Freien Wahlen Am 9. August 1961 hielt Ulbricht im Kabelwerk Oberspree eine Rede vor der Belegschaft.
Ein Arbeiter der auf einer 4m hohen Kabeltrommel saß, forderte in Zurufen während der Rede Ulbrichts mehrfach freie Wahlen.
Ulbricht ließ sich durch diese Zurufe zu mehreren Aussagen hinreißen:
"Wozu freie Wahlen, das entscheidet heute das Volk und die Arbeiterklasse"
"Die freien Wahlen der 20er und 30er Jahre haben Hitler zur Macht verholfen, und den 2. Weltkrieg ausgelöst"
"Wer freie Wahlen fordert, vertritt die Interessen der Hitler-Generale" |
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27.10.2011, 13:53
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#30 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Zitat:
Zitat von Suebe Am 9. August 1961 hielt Ulbricht im Kabelwerk Oberspree eine Rede vor der Belegschaft.
Ein Arbeiter der auf einer 4m hohen Kabeltrommel saß, forderte in Zurufen während der Rede Ulbrichts mehrfach freie Wahlen.
Ulbricht ließ sich durch diese Zurufe zu mehreren Aussagen hinreißen:
"Wozu freie Wahlen, das entscheidet heute das Volk und die Arbeiterklasse"
"Die freien Wahlen der 20er und 30er Jahre haben Hitler zur Macht verholfen, und den 2. Weltkrieg ausgelöst"
"Wer freie Wahlen fordert, vertritt die Interessen der Hitler-Generale" | 1.) war die Kabeltrommel nicht 4 m sondern nur 3,80 m hoch, ich darauf hinweise, weil Sie die genaue Höhe der Trommel für die Würdigung dieses mutigen Mannes für so wichtig erachten.
2.) erschließt sich mir nicht die Frage, was diese mutige Tat des Mannes nun mit den Geschehnissen an der Sektorengrenze ein Paar Tage später zutun haben soll.
Für viel wichtiger halte ich die Frage, was mit dem Mann dann geschehen ist.
Zum Thema zurück: man kann ja zu dem Thema der verpassten Chancen seit den Stalin-Noten und auch zu den Noten der Nachfolger Stalins für eine Deutsche Einheit unterschiedliche Meinungen haben.
Die unzweideutige Wahrheit lautet: Die Westmächte wollten Deutschland in die Nato haben, die Reste der alten deutschen Generalität wollten indirekt eine Scharte namens Stalingrad ausbügeln.
Wenn schon aufgrund des adenauerschen Antagonismusses gegen die Russen und die "Pankower Machthaber, die Spalter" keine Vereinigung nach Freien Wahlen möglich erschien, dann hätte ein modus vivendi geschaffen werden müssen.
Stattdessen Konfrontation. Die Mauer war, so weh sie auch MIR getan hat, jedes Mal, wenn ich nach Ostberlin gefahren bin, ist mir das Messer in einem familiären Geist in der Tasche aufgegangen,, die Mauer war die Quittung für die adenauersche Politik der späten 50 Jahre.
Seit seinem Moskau-Besuch 1955 hätte er wissen müssen, daß die Russen vertragstreu sind. |
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