Zitat:
Zitat von Nafets Theoretisch ja. Aber deswegen bist du selbst sicher kein Sympathisant der RAF oder gar ein Verfechter ihrer radikalen Ideen und brutalen Praktiken? Oder?
Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dafür ziemlich hoch.
Ist es bewiesen? |
2 Dinge dazu:
1.) Die Radikalisierung der APO zur RAF fand unter der Kenntnis/Wahscheinlichkeit des antidemokratischen Zusammenspiels zwischen der Berliner Polizei und den Ermittlungsbehörden statt, als Erkenntnisse, die es 1968 gegeben hat, aus Gründen der Staatsräson untr den Tisch gekehrt wurden.
Warum Staaträson ? Ein Aufdecken dieser Zusammenhänge, dass ein Mörder der Polizei durch demokratische Instanzen gedeckt wird, hätte weitgehende Folgen für die Berliner Polizei gehabt und vielleicht auch Auswirkungen auf die Akzeptanz des Rechtsstaates in der "Frontstadt Berlin"
Dass sich denn die RAF der 1. und 2. Generation (eine 3. gab es ja nicht, das war nur Behauptung in der Manie "Celler Loch") völlig außerhalb jeder Diskussion stellte, darauf braucht nicht hingewiesen zu werden.
2.) In diese Zeit fielen ja auch weitere Maßnahmen gegen sog. Linke statt (ich habe in einem andern Thema zur Kommunisten-Hatz in der BRD als Staatsdoktrin hingewiesen) Maßnahmen wie Extremistenerlass
Gibt es eigentlich brauchbare Erkenntnisse/Befragungen über die Gründe, warum es in den 1900 Siebziger Jahren so viele Sympathisanten und Unterstützer der RAF gab ? Ich meine hier nicht die unmittelbaren Täter.
Die restriktiven Maßnahmen der Ordungsbehörden gegen Linke haben sicherlich dazu geführt, die Morde der RAF in einem anderen Licht zu sehen.