Die Adenauerzeit:
Wir mußten noch eine Aufnahmeprüfung für die weitergehende Schule ablegen.
Die Klassenstärke war sage und schreibe 54 Kindern pro Jungenklasse. Im ersten Jahr, blieben 10 Jungen sitzen und mußten zurück in die Volksschule. Auch nächstes und übernächstes Jahr ließen sie 10 Jungen sitzen, der Reste wurde mit abgebrochenen Gymnasiasten aufgefüllt.
Wir hatte einen Nazi als Lehrer, der den Holocaust leugnete, weil ein deutscher Soldat sowas nicht machte, aber sonst gut zu der Klasse war. Einen adligen Geschichtslehrer, den wir "zu Sauhügel" nannten, das Adelsgeschlecht gibt es heute noch in Hessen, der sich damit brüstete einen Teilnehmer der Münchener Räterepublik als Reichswehroffizier, der sich ergeben wollte, zurück in den Keller gestoßen und eine Handgranate hinterher geworfen zu haben. Bei seinen Kriegsschilderungen wunderte mich sowieso, warum wir den Krieg überhaupt verloren hatten?Von unserem Klassenleher, der ein Jahr vor unserem Abschluß versetzt wurde zu einer Mädchenschule erfuhren wir nach 35 Jahren bei einem Treffen der Schüler, dass er homosexuell war. Deshalb war zu erjklären, warum wir über seinen Verbleib in unserer Klasse geheim abstimmen durften, wobei sich mit zwei Stimmen Mehrheit gegen ihn entschideden wurde und uns die anderen Lehrer immer mitleidig ansahen.
Es war eine tolle Zeit. Das Alte stand im Wettstreit mit dem Neuen.![]()



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Von unserem Klassenleher, der ein Jahr vor unserem Abschluß versetzt wurde zu einer Mädchenschule erfuhren wir nach 35 Jahren bei einem Treffen der Schüler, dass er homosexuell war. Deshalb war zu erjklären, warum wir über seinen Verbleib in unserer Klasse geheim abstimmen durften, wobei sich mit zwei Stimmen Mehrheit gegen ihn entschideden wurde und uns die anderen Lehrer immer mitleidig ansahen.











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