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Zitat von Scifi Das abendländische Mönchtum hat seine Wurzeln aber in Ägypten. |
Wir sollten in diesem Zusammenhang vielleicht noch darauf hinweisen, daß das Mönchtum als solches schon lange vor Geburt Jesu Christi nachweisbar ist. So hat Buddha einen Mönchsorden gegründet und für diesen auch Regeln entworfen, die schon Analogien zu den Regeln christlicher Mönchsorden aufweisen
Die früheste Form christlichen Mönchtums war wahrscheinlich die Einsiedelei, aus der heraus sich später die Säulenheiligen ent*wickelten, die den Großteil ihres Lebens auf Säulen verbrachten, um sich von der Welt abzusondern und das Fleisch zu töten. . Und bei den Hindus schrieben die Manu-Gesetze vor, daß sich die Angehörigen der drei obersten Kasten nach Gründung einer Familie in eine Einsiedelei zurückziehen sollten, um in der Kontemplation die Wahrheit zu finden.
Auch die Anhänger des Orphismus zeigten im antiken Griechenland Neigungen zum Mönchtum, bei den Juden waren es die Essener.
Die ersten christlichen Mönche waren wahrscheinlich Einsiedler, die sich an der Küste des Roten Meeres häuslich etablierten, wo schon zuvor die Therapeutae lebten, eine heidnische Variante des Mönchtums. Aus den ersten christlichen Einsiedlern entwickelten sich dann im Lauf der Zeit die sogenannten "Säulenheiligen", die auf einer Säule die Kontemplation suchten und "das Fleisch töteten".
Die weitere Entwicklung hin zu Klöstern können wir uns etwa so vorstellen: Da sich das Dasein als Säulenheiliger aber à la longue nun doch recht beschwerlich erwies, entstanden mit der Zeit die Kartausen, in denen die Mönche die alltäglich notwendigen Verrichtungen zwar gemeinsam erledigten, sich dann aber - zwecks Kontemplation und Tötung des Fleisches - in ihre Kartausen zurückziehen konnten.