| Fehler in der neuesten G-Ausgabe 4/09 Seit fast dreißig Jahren beziehe ich G-Geschichte und habe es nie bereut. Auch die gute Ausgewogenheit der Zeitschrift hat mich immer wieder positiv überrascht. Zwar fielen mir immer wieder einige kleinere Ungereimtheiten und Rechtschreibfehler in den einzelnen Artikeln auf, aber in der neuesten Ausgabe "TEMPLER, ÄBTE, KETZERJÄGER" sind der Redakteurin des Artikels "In der Nachfolge Christi" allerdings derartig grobe Schnitzer passiert, daß ich das so nicht stehen lassen kann. U.a. heißt es dort: "... denn der Glaube verbreitete sich rasch. Die Herrscher des römischen Imperiums wurden toleranter. Im Jahr 312 schließlich ließ sich Kaiser Konstantin taufen.... "
Das ist absolut falsch!!!! Weder waren die römischen Kaiser toleranter, noch ließ sich Kaiser Konstantin 312 n. Chr. taufen! Noch knapp 10 Jahre zuvor, nämlich 303 n. Chr., ließ Kaiser Diokletian die Christen blutigst verfolgen, er wollte das Christentum unbedingt ausrotten. Die Verfolgung sollte bis 311 andauern und erst nach(!!) 312 n. Chr. mit der Anerkennung des Christentums enden, als sich herausstellte, dass es sich nicht ausrotten ließ.
312 n. Chr. kam es an der Milvischen Brücke zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Konstantin und seinem Rivalen Maxentius. Der Legende nach führte Konstantin seinen Sieg darauf zurück, daß ihm in der Nacht vor der Schlacht Christus im Traum erschien und ihn anwies, im Zeichen des Kreuzes in den Kampf zu ziehen.
Tatsächlich taufen ließ sich Konstantin erst auf dem Sterbebett 337 n. Chr. |