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Der Wüstenkrieg - Kampf um Nordafrika 1941 - 1943

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Tags: u boot

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Alt 28.07.2008, 15:22   #1 (permalink)
Administrator
Rang: Haushofmeister
 
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Registriert seit: 23.04.2008
Beiträge: 360
G-Redaktion wird schon bald berühmt werden
Diskussion zur Ausgabe 08/08: Der U-Boot-Krieg

In der August Ausgabe steht die Geschichte des U-Bootkriegs im Mittelpunkt. Diskutieren Sie hier über folgende Frage:

Im Ersten Weltkrieg versuchten die Deutschen mit dem uneingeschränkten U-Boot-Krieg Großbritannien in die Knie zu zwingen. Dabei wurde durch den Marinebefehl vom 1. Februar 1917 den kaiserlichen U-Booten gestattet, alle Schiffe in den Gewässern um Frankreich und Großbritannien ohne Rücksicht auf die Nationalität zu versenken. Selbst Schiffe neutraler Länder wurden somit zum Opfer der deutschen U-Boot-Flotte. War eine solche Vorgehensweise noch durch die Kriegssituation gerechtfertigt oder wurde hier eindeutig mit Prinzipien des Völkerrechtes gebrochen?

Geändert von G-Redaktion (28.07.2008 um 15:26 Uhr).
G-Redaktion ist offline  
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Alt 29.07.2008, 08:26   #2 (permalink)
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Rang: Knappe
 
Benutzerbild von Ed Hahne
 
Registriert seit: 19.02.2008
Ort: Bayreuth
Beiträge: 4
Ed Hahne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ed Hahne eine Nachricht über ICQ schicken
Also, sehr interessante Frage!
Leider ist mein Wissen zu diesem Thema nicht mehrganz so präsent gerade, aber ich werde einfach mal versuchen den Anfang zu machen:

Aus deutscher Sicht wäre alles andere nur eine halbe Sache gewesen, die England nicht davon hätte abhalten können genug Ressourcen zu bekommen um dem U-Boot-Krieg rasch den gar aus zu machen, bzw am Festland weiter "Druck" zu machen. Den wie der Name "Weltkrieg" schon sagt, ist eben nahezu jeder in irgendeiner Weise involviert, seien es nun andere Staaten oder die Bevölkerung. Und die Krux an dieser Neutralität zu See war ja, dass "neutrale" amerikanische (u.a.) Frachter nichtsdestotrotz dringend benötigtes Rüstungsmaterial für die Kriegsmaschinerie nach Großbritannien lieferten. Daher war es aus dt. Sicht in einer gewissen u. perversen Kriegs-Logik dudurch zu rechtfertigen, dass man auch neutrale Schiffe versenken musste.

Das es völkerrechtswidrig und aus unserer heutigen Sicht zu verurteilen ist, ist klar. Aber um diese Entscheidung aus ihrer Zeit heraus zu betrachten: Sie war wohl aus militärstrategischen Gründen notwendiges Übel. Wer A ("U-Boote" in diesem Fall) sagt muss dann auch B ("uneingeschränkt") sagen, wenn er militärisch gesehen ohnehin schon am kürzeren Hebel sitzt.
Das dies alles im Nachhinein nur ein weiteres unnötiges und menschenverachtendes (wie der gesamte Krieg) Übel war, liegt auf der Hand. Aber 1917 war mal wohl auch auf diesem Sektor soweit, dass man darauf glaubte keine Rücksicht mehr nehmen zu können.
Ed Hahne ist offline  
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Alt 01.08.2008, 16:10   #3 (permalink)
Neuer Benutzer
Rang: Kellermeister
 
Benutzerbild von HarryAp
 
Registriert seit: 15.07.2008
Beiträge: 25
HarryAp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Blinzeln Angriff auf Pepperland

Ohne U-Boot konnten selbst die Beatles keinen Krieg führen:

HarryAp ist offline  
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Alt 02.08.2008, 23:26   #4 (permalink)
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Rang: Majestät
 
Benutzerbild von lorginn
 
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Beiträge: 5.208
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Nachfrage

Zitat:
Zitat von G-Redaktion Beitrag anzeigen
alle Schiffe in den Gewässern um Frankreich und Großbritannien ohne Rücksicht auf die Nationalität zu versenken.
Bin eine Landratte.
Von welchem Radius um die Küste müssen wir ausgehen?
Ab wann beginnt das internationale Gewässer?
Ist das von Staat zu Staat unterschiedlich geregelt oder welche Institution legt diesen Abschnitt fest?
lG
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... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
lorginn ist offline  
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Alt 06.08.2008, 21:58   #5 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Majestät
 
Benutzerbild von Scifi
 
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Zitat:
Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
Von welchem Radius um die Küste müssen wir ausgehen?
Ab wann beginnt das internationale Gewässer?
Ist das von Staat zu Staat unterschiedlich geregelt oder welche Institution legt diesen Abschnitt fest?
Das ist eine komplizierte Frage.
Ursprünglich ging man davon aus, dass das Meer niemandes Eigentum werden könne. Daneben gab es aber auch die Ansicht, Meeresteile könne man genauso wie Grundstücke in Besitz nehmen.
Vom 17.-19. Jhdt. galt das Prinzip der Kanonenschussweite: So weit ein an der Küste aufgestelltes Geschütz feuern (und somit das Küstengewässer effektiv verteidigen) konnte, so weit reichte das Küstengewässer. Das war natürlich ein etwas schwammiger Maßstab. Alles außerhalb stand jedermann frei.
Im 20. Jhdt. beanspruchten dann die Staaten zunehmend größere Meeresteile für sich. Dies hing vor allem mit den neuen Möglichkeiten zusammen, küstennahe Bodenschätze zu fördern. Sollte das jeder dürfen oder nur der Anrainer? Besonders kritisch sind Exklusivitätsansprüche natürlich bei Meerengen.

Die heute gültige Regelung ist das UN-Seerechtsübereinkommen aus den 80ern (dem aber, typisch, die USA nicht beigetreten sind):
Das Küsten- bzw. Hoheitsgewässer ist 12 Seemeilen breit. Ausländische Schiffe dürfen jedoch passieren, U-Boote nur aufgetaucht.
Weitere 12 Seemeilen sind die "Anschlusszone". Der Staat darf hier vor allem noch Kontrollen durchführen.
Dann kommt die "Ausschließliche Wirtschaftszone" bis zu einer Entfernung von 200 Seemeilen von der Küste. Nur der Anrainer darf hier fischen.
Alles außerhalb ist internationales Gewässer.
Bei Meerengen verläuft die Grenze in der Mitte, was freilich trotzdem immer wieder zu Streitigkeiten führt, aktuell z.B. zwischen Slowenien und Kroatien.
Ein anderes Problem ist der Festlandsockel: Nur der Anrainer darf dort Bodenschätze abbauen. Das führt gegenwärtig vor allem in der Arktis zu Streitigkeiten.
Scifi ist offline  
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Alt 13.08.2008, 18:28   #6 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Großkanzler
 
Benutzerbild von cäsar
 
Registriert seit: 24.07.2008
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Beiträge: 1.088
cäsar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärecäsar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die Frage der Redaktion ist eine schwierige, und wird von jedem der moralischen Ansichten halber verschieden beantwortet werden.
Meine Meinung: Als Angehöriger einer Kriegführenden Nation (in dem Fall als Deutscher) wäre ich wohl auch dafür. Allerdings muss man auf jeden Fall bedenken, dass bei diesem Vorgehen auch Zivilisten, gegebenenfalls Angehörige eines neutralen Staates, zu Schaden kommén kommen. Man stelle sich nur vor man fährt in einen ganz normalen Linienschiff und ist Angehöriger eines neutralen Staates, dann wird man "einfach" versenkt... Damit dürfte es für eionen halbwegs vernünftigen Menschen nur eine mögliche Meinung dazu geben...
cäsar ist offline  
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Alt 14.08.2008, 08:55   #7 (permalink)
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Benutzerbild von chrisohler
 
Registriert seit: 23.02.2008
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chrisohler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
hey...
zum U-Boot Krieg im 1. Weltkrieg:
ich finde es eine Frechheit, zB in der Versenkung der Lusitania, dass die Amis den Briten insgeheim Munition und Waffen hinüberschmuggeln wollten!
USA befand sich nicht im Krieg mit Deutschland, erst 1917, aber nicht 1915!!!
eine Frechheit sondergleichen, überall einmischen, wie es halt heute noch so üblich ist!!!
und dann regen sich die Amis auf: was soll das? Lusitania versenkt! 128 Amerikaner tot..
Sie drohten sogar mit Kriegseintritt! Was soll das?
sie wollten sich nur herrscherisch fühlen bzw. den Kriegseintritt provozieren!!!
schade um die Menschen, die bei dem Untergang starben... aufgrund der blöden Einmischungspolitik der USA!!!
ciao, Chris.
chrisohler ist offline  
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Alt 16.08.2008, 14:27   #8 (permalink)
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Benutzerbild von lorginn
 
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
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grundsätzlich

Zitat:
Zitat von chrisohler Beitrag anzeigen
schade um die Menschen, die bei dem Untergang starben... aufgrund der blöden Einmischungspolitik der USA!!!
ciao, Chris.
Hallo chrisohler,
endlich mal ein Statement von Dir, anstatt immer nur Fragen.
Also warum immer ich wieder erkoren sein soll, die oft fragwürdige Politik der USA zu verteidigen, frage ich mich schon länger. Der Antiamerikanismus ist anscheinend sehr weit verbreitet. Grundsätzlich hat die Regierung des Kaiserreich der Deutschen leider auch für den ersten Weltkrieg erhebliche Schuld auf sich geladen. Ohne diese Schuld kein Weltkrieg, also auch keine Waffenlieferungen, kein Versenken und so weiter. Siehe Thread:

http://www.g-geschichte.de/forum/1-w...hinderbar.html (1. Weltkrieg-Verhinderbar?)

Denke Waffenlieferungen gehören zum alltäglichen Gebrauch der Politik. Leider. Insbesonderer auch der USA. Aber auch Deutschland steht ziemlich weit oben in der aktuellen Rüstungslieferungstatistik.

Hast Du die Ausgabe gelesen?
Dort steht schon recht viel detailliert.
Angeblich hat sogar der Kaiser vor dem Auslaufen des Schiffs die amerikanische Regierung vor einem U-Boot Angriff gewarnt.
lG
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lorginn ist offline  
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Alt 16.08.2008, 16:37   #9 (permalink)
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Rang: Kellermeister
 
Benutzerbild von chrisohler
 
Registriert seit: 23.02.2008
Beiträge: 33
chrisohler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
das wusste ich, dass der Kaiser die US Regierung gewarnt hat. es ist leider so gewesen... dass die USA gern Waffen und Munition insgeheim an die Alliierten lieferte!
einfach nur einmischen... das ist verboten eigentlich!!! sie wollen sich nur profellieren!
chrisohler ist offline  
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Alt 16.08.2008, 17:34   #10 (permalink)
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Benutzerbild von lorginn
 
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
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Hallo Spielführer

Zitat:
Zitat von chrisohler Beitrag anzeigen
einfach nur einmischen... das ist verboten eigentlich!!! sie wollen sich nur profilieren!
chrisohler,
willst Du nicht jeder Staatsführung zugestehen, ihre Interessen zu verfolgen?
Es war ja kein Spiel, wo ein Einmischen verboten ist.
Leider ist das nun mal so, das es zum Tagesgeschäft der Großmächte gehört sich mit Waffen an Konflikt Partner zu positionieren. Warum auch immer. Siehe aktueller Krieg im Kaukasus. Die USA haben die Georgier massiv unterstützt. Die Russen die Osseten. So ist das nun mal. Das die amerikanische Regierung es bei dem Schiff auf eine Versenkung hat ankommen lassen, ist aber schon bemerkenswert. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, das die Deutschen ihre Drohung wahr machen. Ist aber ein Hinweis auf die Heftigkeit der Auseinandersetzung und die Verrohung der Kriegsführung, auch zivile Opfer einfach so in Kauf zu nehmen. Es war halt der erste Weltkrieg!
Mir ist von einem Sohn einer Augenzeugin berichtet worden, das französische Flieger kurz mal über Frankfurt auftauchten um ein oder zwei Bomben per Hand aus dem Flugzeug zu werfen.
lG
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Geändert von lorginn (16.08.2008 um 17:37 Uhr).
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