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20.02.2008, 13:58
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#1 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 18.02.2008 Ort: Bremen
Beiträge: 12
| Feldherren im 30-jährigen Krieg Mich würde mal interessieren, wem ihr für den genialsten Anführer/Feldherren im 30-jährigen Krieg haltet.
Wallenstein, Tilly oder Gustav-Adolf von Schweden sind hier sicher die bekanntesten, doch es gab noch eine Vielzahl anderer...
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El Cid kämpfte nie für persönlichen Reichtum oder Ruhm, er kämpfte um die Vergebung seines Königs und für seine Ehre.
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20.02.2008, 15:22
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 149
| Der begnadetste war i.m.o. Wallenstein. Er war auf dem Schlachtfeld ein wahres Genie, erkannte aber auch die Bedeutung von Geheimdienst und politischen Seilschaften. Dass er danns selsbt dem Kaiser zu gefährlich wurde, ist wohl ein wichtiges Indiz für seine herrausragenden Fähigkeiten. |
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20.02.2008, 15:37
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 18.02.2008 Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 1.811
| Also ich bin für Gustav II. Adolf. Er ist für Schweden die bedeutendste Herrschergestalt und begründete Schwedens Großmachtstellung, die bis Anfang des 18. Jahrhunderts anhielt. Nicht nur das er die Verwaltung, Steuer-, Rechts- und Schulwesen reformierte, er brachte auch Gewerbe und Handel in Schwung.
Er führte auch die Wehrpflicht ein und schuf eine mächtige Kriegsflotte.
Seine Veränderungen machten die schwedische Armee zur schlagkräftigsten Armee Europas.
__________________ Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden, daß sie sind, und der Nichtseienden, daß sie nicht sind. |
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22.02.2008, 13:22
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#4 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 18.02.2008 Ort: Bremen
Beiträge: 12
| Also was Wallenstein betrifft: Er war zwar unbestritten ein großer Stratege, meiner Meinung nach wurde sein kriegerisches Geschick jedoch noch bei weitem übertroffen, von seinen Fähigkeiten als (Kriegs-)Unternehmer.
Für Gustav Adolf gilt sicher ähnliches, obwohl du hier eher seien politischen Leistungen in den Vordergrund rückst. Ich denke aber auf dem Feld war er Wallenstein mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen, was seine immensin Erfolge gegen die kaiserlichen Truppen beweisen.
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El Cid kämpfte nie für persönlichen Reichtum oder Ruhm, er kämpfte um die Vergebung seines Königs und für seine Ehre.
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22.03.2008, 20:28
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 05.03.2008 Ort: Erzgebirge
Beiträge: 391
| Von großer Bedeutung war aber auch Gustav II. Adolf von Schweden.
Er erreichte, dass Schweden zur Hegemonialmacht im Ostseeraum wurde und außerdem drung er tief in Deutschland ein - bis eben nach Lützen ...
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Ich habe zurzeit leider viel zu tun und deshalb kaum noch Zeit für das Forum.
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22.03.2008, 20:32
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#6 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 06.03.2008 Ort: Sachsen
Beiträge: 45
| Hm ich finde Tilly als Feldherren auch nicht ohne !
Er steht nur zu sehr im Schatten Wallensteins, da dieser mehr das Unternehmerische Moment auf Seiner Seite hatte, was ihm letztendlich den Kopf kostete !
Gustav Adolf ist sicher ein guter Feldherr gewesen, aber zu unbeherrscht, siehe Lützen ! |
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22.03.2008, 20:39
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 05.03.2008 Ort: Erzgebirge
Beiträge: 391
| Dem kann ich gut zustimmen. Tilly war natürlich auch von großer Bedeutung. Doch leider fiel er in der Schlacht bei Rain/Lech.
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Ich habe zurzeit leider viel zu tun und deshalb kaum noch Zeit für das Forum.
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24.03.2008, 10:44
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Naja - Tilly war zwar auf katholischer Seite ein wichtiger Feldherr, aber er unterlag ja Gustav Adolf, weil er an der alten, starren Schlachtordnung spanischer Provenienz festhielt. Schon allein deshalb würde ich Gustav Adolf und den ähnlich flexiblen Wallenstein als fähiger erachten als den alten Tilly, der seinen Einfluss zu einem guten Teil davon erhielt, dass Herzog Maximilian unverbrüchlich an ihm festhielt.
Was aber ist mit all den anderen Feldherrn, König Christian von Dänemark, Christian von Braunschweig (der "tolle Halberstädter"), Ernst von Mansfeld, Bernhard von Weimar, wie sei alle hiessen. Axel Oxenstierna nicht zu vergessen, den Erbverwalter von Gustav Adolf.
Bernhard von Weimar und Oxenstierna sind bestimmt nicht als Feldherrn zu verachten gewesen, wenn sie auch nicht so genial (man könnte auch sagen, gewissenlos) wie Wallenstein waren und an die Fähigkeiten eines Gustav Adolf nicht herankamen.
VG
Christian |
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24.03.2008, 10:45
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus!
Einer ist mir noch eingefallen: Bethlen Gabor von Siebenbürgen hat ja im Böhmischen Krieg auch eine nicht grad unwichtige Rolle gespielt; wäre er nicht gleich wieder ausgeschieden (das Thema interessierte ihn wohl nur am Rande und solang es um seine Nachbarschaft ging), der hätte wohl auch noch eine grössere Rolle spielen können!
VG
Christian |
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24.03.2008, 16:04
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#10 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 01.03.2008 Ort: Beutelsend/Auenland
Beiträge: 11
| Christian von Braunschweig (-Wolfenbüttel) ist sicher ein sehr interessanter Charakter, der seinen Beinamen nicht ganz zu unrecht trägt!
Er war wohl ein geborener Krieger, der es liebte in die Schlacht zu ziehen.
Als Feldherr kann er allerdings nicht zu den begabtesten gezählt werden, schließlich unterlag er mehrfach gegen die kaiserlichen Truppen unter der Führung Tillys.
Auch sonst soll er ein ausschweifendes Leben geführt haben. Er war ein glühender Verehrer de rGemahlin von Friedrich V. von der Pfalz, Elisabeth Stuart. Städte und Dörfer, die sich auf seiner Route befanden, pflegte er regelmäßig mit Drohbriefen von seiner Ankunft in Kenntnis zu setzen.
Im August 1623 wurde ihm in der Schlacht bei Fleurus der linke Unterarm zerschmettert, kurz darauf musste dieser amputiert werden.
Wie gesagt, Christian war in seinen Schlachten eher mäßig erfolgreich, zeichnete sich jedoch durch Tapferkeit und Kampfeslust aus.
1626 starb er im Alter von 26 Jahren, allerdings nicht in der Schlacht sondern an einer Krankheit. |
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