Zugegeben, das ist ein Gebiet, in dem ich nicht besonders fit bin.
Der WF ist in meiner Erinnerung aus der Schulzeit durchweg positiv gewertet worden.
Frieden, Glaubensfreiheit usw. sind hochwertige Ergebnisse und eigentlich frei von jedweder Diskussion.
Schaut man sich die Sache jedoch aus einem anderen Blickwinkel an, könnte man auch meinen, dass er schlecht für das spätere Deutschland gewesen ist.
Für unsere Wikipedia-Fans:
"Erst im 19. Jahrhundert verdüsterte sich die Einschätzung aus dem Blickwinkel des kleindeutsch-preußischen Nationalismus, aber auch aus großdeutscher Perspektive.
Der Friede wurde als Schande und Erniedrigung für Deutschland abqualifiziert; das Heilige Römische Reich als wehrlose Beute des „Erbfeinds“ Frankreichs gesehen.
Dies zeigt sich noch in der Wertung in Meyers Konversationslexikon von 1889:
'Das Reich verlor durch den Frieden eine Ländermasse von mehr als 100 000 km² mit 4,5 Millionen Menschen und erhielt eine ganz zerstückelte, wehrlose Grenze gegen Frankreich.'"
Weitere Argumente:
Das Reich war zerstückelt, schwächer und uneiniger den je und bildete einen losen Staatsbund, der nur mehr durch die Person des Kaisers und einige Verwaltungsbehörden zusammengehalten wurde.
Deutschland löste sich in unzähligen selbständige Herrschaftsgebiete auf.
Die Landesherrn dieser Gebiete nutzten diese Zersplitterung für ihre eigenen Interessen, während um das Reich Hegemonialmächte existierten.



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