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Tags: wallenstein

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Alt 12.03.2011, 17:25   #21 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Majestät
 
Benutzerbild von 913Chris
 
Registriert seit: 31.01.2008
Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
913Chris ist ein wunderbarer Anblick913Chris ist ein wunderbarer Anblick913Chris ist ein wunderbarer Anblick913Chris ist ein wunderbarer Anblick913Chris ist ein wunderbarer Anblick913Chris ist ein wunderbarer Anblick913Chris ist ein wunderbarer Anblick
Wenn er wirklich Syphilis im Endstadium hatte, sah er seine Möglichkeiten, den 30jährigen Krieg zu beenden, in übertrieben positiver Art. Er wollte den Krieg gewinnen, das immer, er wollte auch Reichsfürst werden, und als er das war, wollte er der mächtigste Reichsfürst werden.
Nur unterschätzte er gegen Ende seines Lebens seine Möglichkeiten bzw. die Auswirkungen, die seine Vorgehensweise auf seine nominellen Verbündeten (Kaiser) hatte.

VG
Christian
__________________
De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung)
913Chris ist offline  
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Alt 19.04.2011, 00:43   #22 (permalink)
Benutzer
Rang: Majordomus
 
Benutzerbild von Phideas
 
Registriert seit: 30.03.2008
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 71
Phideas befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wallenstein war in meinen Augen ein genialer Feldherr und Geschäftsmann.
Seine erste Heirat und seine konverso zum katholischen Glauben waren gezielt, wenn auch unter Einfluß von Astrologie, und machten den armen Landadligen zu einem Magnaten in Böhmen-Mähren.
Ihm war egal wie unter ihm gebetet wurde, ob protestantisch oder katholisch.Er stahl den Schatz der Mährischen Stände womit er die Reformbewegung empfindlich Schwächte und überbrachte sie dem Kaiser in höchster Not als man schon den Kanonendonner der Protestantischen Geschütze vor Wien hörte.Das gab ihm einen Bonus beim Kaiser an dem er lange zehrte. Am Glauben lag ihm im Gegensatz zu Maximilian von Bayern gar nichts.Für Max. von Bayern war der "Friedländer" nur ein Emporkömmling der ihm die frisch erworbene Kurwürde und den Oberbefehl über die Katholischen Truppen streitig machen wollte.
Er war ein Feldherr der seine seine truppe mit dem Geschick eines Kaufmannes einsetzte. Und das dankten ihm auch seine Truppen.
Phideas ist offline  
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Alt 14.07.2011, 00:27   #23 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Haushofmeister
 
Benutzerbild von Conzaliss
 
Registriert seit: 02.10.2008
Ort: mittendrin
Beiträge: 487
Conzaliss wird schon bald berühmt werden
Er war ein sehr befähigter Feldherr, aber auch materialistisch und machthungrig.

Das wurde ihm schließlich zum Verhängnis...
__________________
"Es gibt nichts Gutes am Krieg, von seinem Ende ein Mal abgesehen!"

Abraham Lincoln
Conzaliss ist offline  
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Alt 17.04.2012, 09:38   #24 (permalink)
Neuer Benutzer
Rang: Knappe
 
Benutzerbild von Eisenbart
 
Registriert seit: 13.04.2012
Ort: Jena
Beiträge: 4
Eisenbart befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Im 17. Jhdt. wäre kein deutscher Fürst mehr in der Lage gewesen, die Reichsstände niederzuhalten, nicht einmal mit nackter Gewalt. Auch für eine religiöse Einigung war es viel zu spät.
Die Befähigung eines Herrschers kann man daher nur danach beurteilen, wie gut er seine eigenen Territorien regiert hat.
Für die Protestanten wäre Wallenstein wohl kaum annehmbar gewesen, da er sich in Mecklenburg eine eigene Hausmacht aufzubauen versuchte - inakzeptabel für die norddeutschen Reichsstände und Schweden.
Welcher geistig gesunde Fürst wollte denn versuchen die Reichsstände niederzuhalten?

Und was hat die Hausmacht in Mecklenburg mit dem Protestantismus zu tun? Die Gründe, weshalb die Reichsstände und die Schweden gegen diese Mecklenburgische Hausmacht waren, sind ganz weltlicher Natur.
Mit der Religion hatte das eher weniger zu tun. Die Schweden hätten einen zu der Zeit noch politisch und militärisch starken Nachbarn gehabt. Die Einflussnahme auf Mecklenburg wäre damit weggefallen, zumindest aber schwieriger geworden.
Zudem hatte man Angst, Deutschland könne zu einer Seemacht aufsteigen. Immerhin beinhaltete Wallensteins Titel für Mecklenburg den Zusatz "Kaiserlicher Admiral der Nord und Ostsee". Damit sind ganz klare Zeichen und Ziele gesetzt worden.
Die "Bekehrungsversuche" standen nicht wirklich an wichtiger Stelle, wie man aus den Briefwechseln Wallensteins entnehmen kann.
(Lisch, Georg: Wallensteins Kirchen- und Schul-Regierung in Mecklenburg, Mecklenburgische Jahrbücher 37, 1872 )
Eisenbart ist offline  
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