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02.11.2008, 22:27
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Waterloo Eine gut gemachte Sendereihe läuft gerade in Super RTL.
Es geht unter anderen um die entschiedenste Schlacht der napoleonischen Kriege und dem Ende N1.
Eine ganze Epoche neigt sich.
Gute und zähe Engländer, Niederländer, Deutsche und Belgier halten den Veteranen des Kaisers stand bis die schnellen und wild entschlossenen Preußen auftauchen.
Wellington der britische Befehlshaber sucht sich eine optimale Stellung aus und empfängt die Kugeln der überlegenden Artillerie der Franzosen stoisch.
Das Wetter mach der nötigen Bewegungsfreiheit der Franzosen einen Strich durch die Deckung.
Erste Angriffe auf das Schloss Hougomont und die Farm La Haye Sainte scheitern kläglich.
Die französische Artillerie fügt den Stellungen der Verbündeten schweren Schaden zu. Ney schließlich opfert ohne direkten Befehl die Kavallerie, den Stolz Frankreichs. Einige Einheiten der Briten fingen an sich nach der Dritten Welle aufzulösen. Wenn jetzt die französische Infanterie nachrückt wird Wellington die Schlacht verlieren. Doch die Preußen erscheinen an der Flanke des Kaiser. N1 setzt alles auf eine Karte und will das Zentrum des Gegner vernichten. Dazu lässt der Kaiser die alte Garde marschieren. Sie verschwindet im Nebel und kehrt geschlagen zurück. Die Franzosen werden hart verfolgt und die Preußen drücken. Es gibt Anzeichen von Panik, die Schlacht ist verloren.
N1 hat mehr Siege errungen als alle Feldherrn der Geschichte zusammen, doch Waterloo war die personifizierte Niederlage und somit das Ende einer selbst gestrickten Legende des Korsen.
lG
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... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
Geändert von lorginn (02.11.2008 um 22:34 Uhr).
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03.11.2008, 13:11
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 18.02.2008 Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 1.811
| Zitat:
Zitat von lorginn Eine gut gemachte Sendereihe läuft gerade in Super RTL.
Es geht unter anderen um die entschiedenste Schlacht der napoleonischen Kriege und dem Ende N1. | Hab ich gestern Abend auch gesehen - allerdings nicht bis zum Schluß.
Ich fand die Sendung davor über Alexander den Großen sehr gut, während mich die Sendung zu Waterloo dann doch eher verwirrt hat, weshalb ich mich dann lieber wieder dem "Unterschichten-TV" zugewandt habe um doch noch zu meiner geliebeten Nachtruhe zu kommen. 
__________________ Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden, daß sie sind, und der Nichtseienden, daß sie nicht sind. |
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03.11.2008, 13:38
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#3 (permalink)
| | Benutzer Rang: Majordomus
Registriert seit: 27.08.2008 Ort: Jettingen
Beiträge: 55
| Was hier nicht erwähnt wurde, aber doch von großer Wichtigkeit ist, die Kavallerie der Engländer ganz besonders die "Scot's Grey"
Sie schlugen unter hohen Verlusten die französische Kavallerie zurück.
Das waren zu dieser Zeit die besten Reiter überhaupt.
LG
Marius
__________________
Ironie ist die letzte Phase der Enttäuschung
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03.11.2008, 13:50
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 18.02.2008 Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 1.811
| Also bei Waterloo fällt mir das hier immer als erstes ein: YouTube - ABBA - WATERLOO  
__________________ Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden, daß sie sind, und der Nichtseienden, daß sie nicht sind. |
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13.11.2008, 20:03
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 24.07.2008 Ort: Augsburg
Beiträge: 1.088
| Zitat:
Zitat von lorginn Eine gut gemachte Sendereihe läuft gerade in Super RTL. | Im Grunde schon, nur könnt Blücher von der falschen Seite und Wellington greift früher als reell an. Aber das nur am Rande vom Militärliebhaber..  |
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13.11.2008, 20:17
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von lorginn Wellington der britische Befehlshaber sucht sich eine optimale Stellung aus und empfängt die Kugeln der überlegenden Artillerie der Franzosen stoisch. | Er selbst wohl kaum. Er hat wohl eher stoisch zugesehen, wie seine Männer die Kugeln empfingen.
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
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28.11.2008, 19:33
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 17.09.2008 Ort: Am Oberlauf der Donau
Beiträge: 5.493
| Nur teilweise richtig: Zitat:
Zitat von Schwabbelrowski Was hier nicht erwähnt wurde, aber doch von großer Wichtigkeit ist, die Kavallerie der Engländer ganz besonders die "Scot's Grey"
Sie schlugen unter hohen Verlusten die französische Kavallerie zurück.
Das waren zu dieser Zeit die besten Reiter überhaupt. | Das Urteil Napoléons I über die britische Kavallerie war zwiespältig. Er sprach von der besten, aber gleichzeitig am schlechtesten kommandierten Kavallerie der Welt.
Das kann daran liegen: In Großbritannien war die Unsitte die Regel, daß Offiziersstellen gekauft werden konnten/mußten. Bei der relativ vornehmen Kavallerie waren die Offiziersstellen natürlich entsprechend teuer. Und so konnte es schon vorkommen, daß ein Tölpel und Nichtskönner aus reichem Hause eine Schwadron befehligte. Besonders verheerend hat sich dieses System im Krimkrieg ausgewirkt.
Mit diesem hirnrissigen Quatsch wurde erst verhältnismäßig spät aufgehört, erst nach dem Krimkrieg. Auch wurde in der britischen Armee die Prügelstrafe erst spät abgeschafft.
__________________ Die neue deutsche Rechtschreibung halte ich für Unfug. Und ich muß privatim nicht jeden Unfug mitmachen! |
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28.11.2008, 19:37
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 17.09.2008 Ort: Am Oberlauf der Donau
Beiträge: 5.493
| Zitat:
Zitat von Scifi Er selbst wohl kaum. Er hat wohl eher stoisch zugesehen, wie seine Männer die Kugeln empfingen. | Das ist so eine Eigenschaft der Feldherren! In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an das Wort eines meiner Deutschlehrer: "Im Krieg und im Kino sind die besten Plätze hinten - vorne flimmerts."
Zur Zeit der Stehenden Heere war es übrigens eine Art stillschweigendes Übereinkommen, daß auf Offiziere nicht geschossen werden durfte. Sollte eine Einheit zerschlagen werden und flüchten müssen, so stellte man es sich "oben" vor, sorgten die Offiziere bei den Flüchtenden für Disziplin und sie würden verhindern, daß aus den - in der Regel zum Dienst gepreßten - Soldaten marodierende Haufen würden.
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28.11.2008, 19:49
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von PèreJoseph Das ist so eine Eigenschaft der Feldherren! In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an das Wort eines meiner Deutschlehrer: "Im Krieg und im Kino sind die besten Plätze hinten - vorne flimmerts." | Da lobe ich mir doch die gute alte Zeit, als Feldherrn und sogar Staatsoberhäupter noch mit in die Schlacht zogen! Okay, das war natürlich riskant, weil sie dann fallen und das Heer führerlos zurücklassen konnten, aber es ist nun mal so: Siegt ein Heer, erntet der Feldherr die Lorbeeren, und das Staatsoberhaupt profitiert vom Sieg. Die einfachen Soldaten haben eher wenig davon. Da ist es wohl nur fair, wenn die hohen Tiere wenigstens auch das Risiko mittragen. So mancher Krieg, so manche Schlacht wären der Menschheit vielleicht erspart geblieben. Ich bezweifle mal stark, dass Bush selbst in den Irak gehen würde, und die Generäle im 1. Weltkrieg hätten Schlachten wie Verdun und Somme wohl bleiben lassen, wenn sie selbst an den Sturmangriffen hätten teilnehmen müssen. Zitat:
Zitat von PèreJoseph Zur Zeit der Stehenden Heere war es übrigens eine Art stillschweigendes Übereinkommen, daß auf Offiziere nicht geschossen werden durfte. Sollte eine Einheit zerschlagen werden und flüchten müssen, so stellte man es sich "oben" vor, sorgten die Offiziere bei den Flüchtenden für Disziplin und sie würden verhindern, daß aus den - in der Regel zum Dienst gepreßten - Soldaten marodierende Haufen würden. | Die Rebellen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg haben das anscheinend ignoriert, zumindest wurde es in "Der Patriot" so hingestellt.
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
Geändert von Scifi (28.11.2008 um 21:24 Uhr).
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28.11.2008, 20:58
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 17.09.2008 Ort: Am Oberlauf der Donau
Beiträge: 5.493
| Zitat:
Zitat von Scifi Die Rebellen im amerikanischen Bürgerkrieg haben das anscheinend ignoriert, zumindest wurde es in "Der Patriot" so hingestellt. | Mit den Rebellen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - ich nehme an, Du meinst diesen Krieg und nicht den Sezessionskrieg, wenn Du dich auf den Film "Der Patriot" beziehst - haben wir es mit einem typischen Volksaufgebot zu tun. - Wir unterhalten uns ja über so etwas im Zusammenhang mit Legnano und Dithmarschen.
Was da gegen die Briten kämpfte, die übrigens aus deutschen Staaten sich Soldaten für diesen Krieg "gebührenpflichtig geliehen" haben, ging anfänglich nach Gefechten gegen die Briten wieder nach Hause und den eigenen Geschäften nach. Im Lauf des Unabhängigkeitskrieg änderte sich das natürlich.
Und diese Leute hielten sich nicht unbedingt an das in europäischen Heeren bestehende stillschweigende Übereinkommen, auf Offiziere nicht zu schießen.
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