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30.10.2010, 00:20
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#51 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Zitat:
Zitat von Sandrokottos Ist auch falsch. Wenns hoch kommt dann sprechen 15-20 Prozent überhaupt noch Deutsch. Deutschstämmige bilden aber die Mehrheit der Bevölkerung, auch wenn sie heute zum weit überwiegenden Teil romanisiert sind. | Wär' interessant zu untersuchen (bzw. die Resultate zu diskutieren, wenn ich sie denn kennen würde), warum genau das so ist,
während in anderen Gegenden (z.B. Südtirol, auf dem Land zumindest), ein anderer Trend vorherrscht.
LG |
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30.10.2010, 01:52
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#52 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.04.2009 Ort: Solms-Albshausen
Beiträge: 1.304
| Zitat:
Zitat von Sandrokottos Ist auch falsch. Wenns hoch kommt dann sprechen 15-20 Prozent überhaupt noch Deutsch. Deutschstämmige bilden aber die Mehrheit der Bevölkerung, auch wenn sie heute zum weit überwiegenden Teil romanisiert sind. | 63 % der Eltern und 34 % der Schüler sprechen aktiv deutsch. Das ist natürlich ein schlimmes Ergebnis für die Zukunft der deutschen Sprache. 70 Prozent der Elsässer wünschen sich Deutsch als erste Fremdsprache in der Schule
Der deutsche Sprachgebrauch ist allerdings höher als von einigen angenommen.
Es gibt ein Stadt-Land-Gefälle. In vielen ländlichen Gegenden ist deutsch immer noch die Mehrheitssprache, auch in der Jugend. Würde heute deutsch Gleichberechtigung erhalten, würde es sich wahrscheinlich wieder erholen.
Auch in Südtirol sah es mal nicht so gut für die deutsche Sprache aus. Es wurden immer mehr Italiener angesiedelt... Seit der Entwicklung der Autonomie steigt der deutschsprachige Bevölkerungsanteil in Südtirol kontinuierlich, auf dem Land noch schneller als z.B. in Bozen.
__________________
viele Grüße
Paul
aus dem hessischen Lahntal
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31.10.2010, 00:07
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#53 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von RedScorpion Was ist die Frz. Rev. eigentlich?
Hust hust
keine Witzfrage, will auch keine Zitate hören,
auch wenn es stimmt, qu'on s'engage et puis on voit;
Sie ist gar nicht die Antipode oder der Ersatz zur Religion,
im Ggteil:
Sie ist überhaupt erst die Voraussetzung.
Denn ohne Frz. Rev. und ohne Verbreitung und Verteidigung durch N keine systemische Unterteilung der Gesellschaft in Webersche Kategorien.
Und dann hätten wir heute noch Integralismus pur.
LG | Ich antworte am besten, mit einem Zitat von Napoleon 
„Revolution: eine Meinung, die auf Bajonette trifft.”
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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31.10.2010, 01:20
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#54 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 25.01.2009
Beiträge: 2.160
| Nur weil wir die gleiche Sprache sprechen, sind wir nicht gleich. Es käme wohl kaum ein Amerikaner im Sinn zu sagen: " Eingentlich sind die Engländer und wir Amerikaner gleich, weil wir die gleiche Sprache sprechen oder die Engländer gehören zu uns."
Für mich ist Deutsch oder besser gesagt "Hochdeutsch" eine Fremdsprache, ich muss immer überlegen wie ein Wort von der Mundart auf Hochdeutsch übersetzten kann.
Es ist doch interessant, das die Schweiz seit gut 400 Jahre nicht mehr dem Heilligen Römische Nation angehört, trotzdem werden dazu gezählt.
Wenn ich eine Sendung im Deutsche Fernsehen anschauen unsere Besten oder so, dann werden Schweizer Schriftsteller als Deutsche bezeichnet; das stört mich extrem, so wurde aus Max Frisch plötzlich ein Deutscher Schriftsteller, ich finde das sehr als Kultur Imperialistisch. Ein Belgier seufzte, das kenne er auch die Franzosen sehen berühmtheiten aus Belgien auch als ihre an.
In der Wahalla in Regensburg sind auch viele Persönlichkeiten aus der Schweiz wie Niklaus von der Flüe ausgestellt, was ich persönlich lustig finde, der Niklaus von der Flüe kämpfte in seiner Jugend gegen die Habsburger und denn Kaiser also gegen das "Heillige Deutsche Reich Deutscher Nationen" ..
Lieber Paul was die Geschichte und die Mentalität der Menschen angeht, so gibt es schon Unterschiede zwischen Deutsche oder Österreicher und Schweizer.
Erst einmal haben wir alle unterschiedliche Geschichte, es gibt zwar endlichkeiten zwischen uns, die Schweizer wie die Deutschen lieben die genauigkeiten und die Grünlichkeit, beide Länder stellen Produkte her die genau, exakt und Gründlich sind. Swiss made und made in Germany sind qualität standart.
Viele Deutsche glauben es sei kein Problem in der Schweiz zu leben, schliesslich ist die Schweiz und Deutschland ändlich und die gleiche Kultur.
Nur das nur ein teil der Wahrheit, wir sprechen nicht die Sprache die ihr vielleicht von Sketche von Emil Steinberger kennt, das ist Schweizer Hochdeutsch und kein Schweizerdeutsch.
Wänn me rede denn tönts es sooh, weisch du eigentlich dass fasch jede Kanton en anderie Mundart redet, dee Berner seit kein Schmatz sondern Müntschi zu Küsse, meeh muss keii Tüpflischiesser siieh ume ess verstah duh wirsch die Müehe ha um us verstaah, weisch du eigentlich was Hundsverloche isch need ? dasss isch aaber schaad das du esch need weisch.
Wenn du den Text denn ich geschriben hast verstehst dann wirst du keine Probleme haben in der Schweiz sonst müsstest du einen Kurs besuchen in der Migros Schweizerdeutsch für Anfänger, denn auch viele Deutsche besuchen sonst hättest du Probleme den Alltag zu bestehen..
Die Übersetzung des Textes aus dem Schweizerdeutsch.
Wenn wir reden dann tönt es so, dabei hat jeder Kanton eine andere Mundart. Der Berner sagt Müntschi zum Küssen, man muss kein Pedant sein Pedant-Tüpflischiesser- um es zu verstehen, du wirst Mühe haben es zu verstehen. Weisst du eigentlich was "Hundsverloche" heisst auf Deutsch übersetzt, er tanzt auf jeder Hochzeit, ist überall dabei.
LG
Obelix
__________________  Sic semper tyrannis "So soll es jedem Tyrann ergehen" von Shakespear Cäsar. diese Worte wurden von Herr Booth bei der Ermordung des Präsidenten Lincoln gesagt.
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31.10.2010, 11:01
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#55 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Zitat:
Zitat von Obelix Wänn me rede denn tönts es sooh, weisch du eigentlich dass fasch jede Kanton en anderie Mundart redet, dee Berner seit kein Schmatz sondern Müntschi zu Küsse, meeh muss keii Tüpflischiesser siieh ume ess verstah duh wirsch die Müehe ha um us verstaah, weisch du eigentlich was Hundsverloche isch need ? dasss isch aaber schaad das du esch need weisch.
Wenn du den Text denn ich geschriben hast verstehst dann wirst du keine Probleme haben in der Schweiz sonst müsstest du einen Kurs besuchen in der Migros Schweizerdeutsch für Anfänger, denn auch viele Deutsche besuchen sonst hättest du Probleme den Alltag zu bestehen.. | Ich sags mal so, es gibt schlimmeres  Aber vielleicht wird Schwitzerdüütsch ja in ein paar Jahrzehnten als eigene Sprache anerkannt, hat beim Niederländischen ja auch bis ins 20. Jahrhundert gedauert. Zu Kaisers Zeiten war das noch ein Niederdeutscher Dialekt.
__________________
Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.
-im Kommunismus ist es genau umgekehrt!
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31.10.2010, 13:51
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#56 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Zitat:
Zitat von Paul | Nur bedingt,
denn die Erhebungen aus Deinem Link (danke im Uebrigen, denn nicht uninteressant) sind aus dem Jahr 1992,
und haben als Betreff nicht etwa den deutschen Sprachgebrauch,
sondern die lokale Variante sprich das Elsässische.
Wär' jetzt interessant zu erfahren, ob man daraus, dass ein Mensch in der Lage ist, sich auf Elsässisch auszudrücken, schliessen kann, dass er das auch auf Deutsch tut bzw. überhaupt kann. Würd' intuitiv sagen: Nein (aber auf Intuition kann man nicht bauen).
LG |
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31.10.2010, 13:54
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#57 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Zitat:
Zitat von Sandrokottos Ich sags mal so, es gibt schlimmeres  Aber vielleicht wird Schwitzerdüütsch ja in ein paar Jahrzehnten als eigene Sprache anerkannt, hat beim Niederländischen ja auch bis ins 20. Jahrhundert gedauert. Zu Kaisers Zeiten war das noch ein Niederdeutscher Dialekt. | Das ist aber ein Unterschied.
Kann mich so ad hoc nicht an niederländische Schriftsteller erinnern, die in den letzten Jahrhunderten die deutsche Kultur mitgeprägt hätten,
während die Schweiz nach wie vor sehr aktiv ist bez. dieses Themas (d.h. da ist Austausch und gegenseitige Konditionierung).
Und Schweizerdeutsch steht dem Hochdeutschen wesentlich näher als Niederländisch oder Platt dem Hochdeutschen.
LG |
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24.05.2011, 16:51
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#58 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 26.01.2011
Beiträge: 7
| ER hat so etwas angestrebt in gewisserweise, ja. Aber ich hab noch gelernt: karl der große hatte "als erster" die idee eines geeinten europas. |
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25.05.2011, 11:27
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#59 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Zitat:
Zitat von kahlmags ER hat so etwas angestrebt in gewisserweise, ja. Aber ich hab noch gelernt: karl der große hatte "als erster" die idee eines geeinten europas. | Abgesehen davon, dass nicht so ganz klar ist, ob KdG überhaupt eine reale Person war,
hat er die Einigung ja eben gar nicht geschafft, nicht einmal ansatzweise.
Da ist N schon sehr viel stärker erfolgreich als eventuelle Vorgänger.
LG |
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