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18.12.2011, 13:41
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Trafalgar 1805 Filmtipp und Quelle:
Trafalgar
(Frankreich, 2006, 52mn)
ARTE F
Regie: Fabrice Hourlier
Inhalt:
Die Seeschlacht von Trafalgar: für die Engländer der Triumph über die Weltmeere, für die Franzosen die größte Niederlage. Die fiktionale Dokumentation stellt die Seeschlacht von Trafalgar, die den Engländern die Vorherrschaft auf See sicherte, aus der Sicht des französischen Admirals Villeneuve dar. Kommentiert wird der erbitterte Kampf der Erzfeinde von Historikern und Seefahrtspezialisten vor der Kulisse beeindruckender Spezialeffekte.
Der triumphale Sieg in der Seeschlacht von Trafalgar, für die Franzosen eine der größten militärischen Niederlagen, sicherte den Engländern die Vormachtstellung auf den Weltmeeren und wurde zur Legende. Beteiligt waren insgesamt 60 mit über 5.000 Kanonen ausgerüstete Schiffe und 35.000 Seeleute.
Die Doku-Fiktion schildert die Ereignisse aus der Perspektive des französischen Admirals Pierre Charles de Villeneuve, jenes Mannes, der alles verlor und dessen Name für immer mit dem Debakel verbunden bleibt. "Ein dauerhafter Frieden mit England ist für die meisten meiner Mitbürger unvorstellbar. Unsere beiden Nationen sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet", sagt Villeneuve im Film.
Ein besonderes technisches Verfahren ermöglichte es, Filmdekor, Schauspieler und virtuelle Bilder miteinander zu verbinden und so die Ereignisse realistisch nachzustellen. Die Handlung hält sich eng an die historischen Fakten und verdeutlicht die Position von Admiral Villeneuve, der zwischen den beiden "heiligen Monstern", Admiral Nelson und dem Kaiser Napoleon, steht.
Internationale Experten, so beispielsweise Michael Duffy, Spezialist für Seefahrtsgeschichte an der englischen Universität Exeter, die französische Historikerin Michèle Battesti sowie der ehemalige Präsident des Instituts Napoleon, Jean Tulard, kommentieren dieses entscheidende Kapitel der europäischen Geschichte.
Meine Eindrücke:
Das war eine sehr gut gemachte Doku. Insbesondere die Darstellung der Seeschlacht selbst, war grausam realistisch. Auf so einem Schiff gab es keine Möglichkeit des Ausweichens, außer ins Meer zu springen, in den sicheren Tod. Nelson brach durch die Linie der Flotte der Kaiserlichen und nahm sich die Schiffe von Villeneuve einzeln vor. Von allen Seiten hagelte es Breitseiten spezieller britischer Seeartillerie auf die armen Matrosen. Ein unbeschreibliches Inferno und Gemetzel tobte an Deck. Abgetrennte Gliedmaßen vermischten sich mit den Fetzen des Schiffs. Nelson schlachtete die Franzosen und Spanier ab.
Sie waren nicht so erfahren und hatten weniger gute Schiffe. Auch die Verständigung zwischen den Verbündeten war mangelhaft. Nur im Nahkampf gab es Möglichkeiten dagegenzuhalten. Berühmt waren die Scharfschützen im Mast auf Seiten der Franzosen. Das musste auch Nelson erfahren. Er verlor sein Leben dadurch.
Die Verluste waren 10:1 niemals mehr konnte Frankreich auf See den Briten Paroli bieten.
Villeneuve kam darüber nicht hinweg und nahm sich das Leben.
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... bis hierher und keinen Schritt weiter ...
Geändert von lorginn (18.12.2011 um 13:51 Uhr).
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18.12.2011, 14:17
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Hi,
danke für den Bericht, die Sendung wird in der Nacht zum Dienstag noch einmal wiederholt: Fernsehprogramm von TV Today - TV Programm Suche - TV Today Zitat:
Zitat von lorginn ...
...für die Franzosen die größte Niederlage.
... | Naja, eigentlich nicht. Will sagen: Es gab schlimmere. Zitat:
Zitat von lorginn ...
... Villeneuve, jenes Mannes, der alles verlor und dessen Name für immer mit dem Debakel verbunden bleibt. "Ein dauerhafter Frieden mit England ist für die meisten meiner Mitbürger unvorstellbar. Unsere beiden Nationen sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet", sagt Villeneuve im Film.
... | Völliger Schwachsinn, wie die Historie zeigt. Zitat:
Zitat von lorginn ...
...
Auf so einem Schiff gab es keine Möglichkeit des Ausweichens, außer ins Meer zu springen, in den sicheren Tod.
... | Eigentlich sehr bizarr. Zitat:
Zitat von lorginn ...
Nelson schlachtete die Franzosen und Spanier ab.
Sie waren nicht so erfahren und hatten weniger gute Schiffe.
... | Was die Erfahrung angeht, hast Du sicherlich recht (und darauf kam's an). Was die Schiffe und die Ausrüstung anging, aber m.W. nicht. Das Kriegsmaterial der Franzosen war zu allen Zeiten besser, durch die Bank, zu Land und zu Wasser, bis zum heutigen Tage. Nelsons Kähne z.B. hatten schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel (auch sein Flaggschiff), die entscheidenden Teile der Flotte der Franzosen waren m.W. brandneu.
Das Problem war, dass F (ähnlich wie D) keine Kriegernation wie England bzw. GB (d.h. mit langer militärischer Expertise) ist, und dass man immer noch Alternativen zur See aus dem Aermel schütteln konnte, wenn man musste; England konnte und durfte sich das einfach nicht erlauben.
Wobei Trafalgar nicht das erste (und letzte) Mal war, dass eine Flotte flöten geht, weil man einfach nicht genug Erfahrung hatte bzw. schlicht nicht aufgepasst hatte (s. Abukir). Zitat:
Zitat von lorginn ...
Das musste auch Nelson erfahren. Er verlor sein Leben dadurch.
... | Ja, so kann's kommen. Zitat:
Zitat von lorginn ...
Villeneuve kam darüber nicht hinweg und nahm sich das Leben. | Wobei auch das eines der Probleme war: Die persönlichen Abhängigkeiten von N bzw. von Freunden von Freunden, Familie etc. Selbst sehr erfahrene und fähige Leute wie Ney machten in Situationen, in denen sie sich beweisen wollten/mussten, eben die entscheidenden Fehler, wesentlich schlimmer als Villeneuve.
LG |
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18.12.2011, 18:18
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| korrekt Zitat:
Zitat von RedScorpion
Wobei auch das eines der Probleme war: Die persönlichen Abhängigkeiten von N bzw. von Freunden von Freunden, Familie etc. Selbst sehr erfahrene und fähige Leute wie Ney machten in Situationen, in denen sie sich beweisen wollten/mussten, eben die entscheidenden Fehler, wesentlich schlimmer als Villeneuve. | Villeneuve kommt gut weg in dem Film, da es ja aus seiner Sicht war.
N1 ließ Ihn schon vor Trafalgar fallen und wollte Ihn absetzen, weil Er nach Cadiz auswich und nicht in den Ärmelkanal fuhr, um die Grande Armee zu sichern beim geplanten Übersetzen über den Kanal.
Villeneuve bekam davon Wind und wollte die Seeschlacht unbedingt.
Er wusste das Er nicht viel Chancen hatte. Nelson war wahrscheinlich der beste Seelöwe aller Zeiten. Seine Briten auf dem Wasser unbesiegbar. Villeneuve suchte das Entern, aber seine Signale wurden missachtet. Er war kein Schlechter, ganz im Gegenteil.
N1 verstand nichts vom Seekrieg und deswegen musste Er auch scheitern.
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18.12.2011, 18:23
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| RS Zitat:
Zitat von RedScorpion Hi,
danke für den Bericht, die Sendung wird in der Nacht zum Dienstag noch einmal wiederholt: | vllt schaust Du diese und Wir diskutieren erneut
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18.12.2011, 18:28
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| bin eine Landratte Zitat:
Zitat von RedScorpion Naja, eigentlich nicht. Will sagen: Es gab schlimmere. | Sie war total vernichtend. Meinst Du explizit auf See ? Zitat:
Zitat von RedScorpion Eigentlich sehr bizarr. | ja die Matrosen müssen schon besondere Menschen sein um so was aushalten zu können. Erst die langen trüben Überfahrten mit Stürmen und Flauten, schlechte Nahrung dann dieses Massaker in der Schlacht ohne Rückzugsmöglichkeit. Am meisten Respekt hab ich allerdings vor U-Boot Besatzungen.
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18.12.2011, 18:43
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 13.03.2008
Beiträge: 5.208
| Kriegstechnik auf See Zitat:
Zitat von RedScorpion Was die Schiffe und die Ausrüstung anging, aber m.W. nicht. Das Kriegsmaterial der Franzosen war zu allen Zeiten besser, durch die Bank, zu Land und zu Wasser, bis zum heutigen Tage. Nelsons Kähne z.B. hatten schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel (auch sein Flaggschiff), die entscheidenden Teile der Flotte der Franzosen waren m.W. brandneu. | Die Briten hatten mehr Kanonen an Bord durch 7 Dreidecker in Ihrer Flotte. Die Franzosen hatten nur Zweidecker, die Spanier hingegen sogar einen Vierdecker und 3 Dreidecker. (Quelle: Wiki)
Auch die speziellen Großkaliber mit kurzen Lauf waren Standard in der britische Ausrüstung.
Wie alt ein Schiff ist spielt da weniger eine Rolle denke ich. Vllt waren die französischen Fregatten wendiger, aber das nutzten diese nicht, weil Sie versuchten die Linie zu halten. Dafür hätten Sie dann aber besser treffen müssen.
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Geändert von lorginn (18.12.2011 um 18:47 Uhr).
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