Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Polynesier Amerika erreichten. Durch ihre spezifische und hoch effiziente Strategie bei der Eroberung neuer Welten könnte durchaus der amerikanische Kontinent erreicht worden sein.
Ich glaube aber das sie nicht unbedingt früher dort angekommen sein müssten, als die Ureinwohner Amerikas. Denn die Polynesier eroberten den Pazifik erst nach Christus, wenn wir in unserer Zeitrechnung bleiben. Da war Amerika längst besiedelt.
Auf jeden Fall haben sie sich wenn nicht durchsetzen können.
Ich wäre auch sehr skeptisch was die Angabe mit den 80iger Jahren angeht. Angenommen Polynesier erreichten den Kontinent, aber es waren schon Menschen dort. Sie hätten zwei Möglichkeiten, selbst Lebensraum "erobern" oder im Laufe der Jahre in den Populationen der "echten" Amerikaner aufgehen. Dann kann man aber ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr von Ureinwohnern polynesischer Abstammung sprechen. Schon gar nicht in den 80igern. Ersteres (=Eroberung) ist insofern unwahrscheinlich, dass die Amerikaner schon an die Umgebung angepasst waren und so einen Vorteil gegenüber den Zugereisten hatten, die sich erst aklimatisieren mussten. Vor allem im Bezug auf Witterung und Nahrungsbeschaffung.
Komisch finde ich auch die Betrachtung der Schädel. So stark dürften sich verschiedene Menschenpopulationen im Schädelbereich eigentlich nicht unterscheiden.
Genetische Untersuchungen (z.B. mitrochondriale DNA) sind da um einiges nützlicher und genauer.
Das wäre mein Standpunkt
