| 10000 Jahre vor Cro-Magnon, bedeuten solche alten kulturellen Leistungen, wie Figuren Musikinstrumente, Werkzeuge, Waffen, Klebstoffe...das schon die früheren Europäer relativ hoch entwickelt waren. Die Frage war, wer waren sie?
Vor wenigen Jahren dominierte die Vorstellung - es gab mal primitive Neandertaler u. dann kamen unsere Vorfahren die modernen Menschen HSS.
Heute gibt es diese kulturelle Kluft nicht mehr. Menschen, die 10000 Jahre früher lebten, durften natürlich etwas weniger wissen u. können.
Im Sinne der multiregionalen Theorie der Entstehung des modernen Menschen würde man das auch so formulieren, das Cromagnon vor 25000 Jahren natürlich auf dem Wissen seines Vorfahren, dem 36000 Jahre alten Menschen von St. Cesaire(moderner Neandertaler) aufbaut.
Es hat immer wieder Wanderungsbewegungen gegeben, darunter auch Einwanderungen nach Mitteleuropa. Wir können die Funde anatomisch analysieren, ihre kulturellen Hinterlassenschaften bewerten und ihre DNS z.B. in den Mitochondrien u. im Zellkern analysieren.
"Afrikanische" Mitochondrien wanderten in verschiedenen Wellen nach Mitteleuropa ein. Anatomisch wurden die Menschenfunde aber meist als Neandertaler bewertet. Seit 50000 Jahren wird diese Anatomie in Mitteleuropa "moderner". Viele Funde stellen sich als anatomische Mischlinge dar, z.B. im Nahen Osten, Sibirien u. Rumänien. Auch nach dem "modernen" Cro-Magnon 1 vor 25000 Jahren werden noch viele Menschen(bis in die heutige Zeit) gefunden, welche "anatomische Neandertalermerkmale" aufweisen. Auch in Mähren wurden sehr viele 30000-20000 Jahre alte Menschenknochen gefunden, welche neben den modernen Merkmalen auch altertümliche Merkmale aufweisen. Die altertümlichen Merkmale nehmen ab. Dies weist auf eine Modernisierungsevolution, aber auch auf Einwanderungen aus dem Osten(bezw. Bevölkerungsaustausch) hin. (Dazu z.B. die verschiedenen Veröffentlichungen von Müller-Beck)
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viele Grüße
Paul
aus dem hessischen Lahntal
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