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  1. #1
    Benutzer Rang: Majordomus
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    Frage Jungsteinzeit - genetische Abstammung

    Ich bin sehr interessiert an der Urgeschichte, besonders an der genetischen Abstammung während des Neolithikum (Bandkeramik-Kultur).

    Im Internet sind einige Angaben zu finden, aber die sind teilweise widersprüchlich.

    Ich freue mich auf Beiträge, neue Erkenntnisse und Meinungen,...

    decordoba

  2. #2
    Benutzer Rang: Majordomus
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    Haplogruppen Neolithikum

    nach Gen-Untersuchungen der Universität Mainz wurde von Sekeletten aus der frühen Jungsteinzeit die mt-DNA bestimmt.

    Es wurden etwa 25 % von der mt-Haplogruppe N1a gefunden, welche heute kaum mehr in Europa vorkommt, diese Variation ist also praktisch ausgestorben. Der Hauptanteil von 75 % teilt sich auf mt-Haplogruppen auf, die auch heute noch vorkommen (die genauen Ergebnisse wurden in diesem Bericht nicht angegeben).

    Früher wurde angenommen - abgeleitet von 25 % N1a - die Menschen aus dieser Zeit (Bandkeramiker) seien nicht Vorfahren der heutigen Europäer.

    Neuere Untersuchungen und Interpretationen aus England behaupten genau das Gegenteil. Die heutigen Europäer würden großteils von der ersten Ackerbauern in Europa - den Bandkeramikern - abstammen. Die Untersuchungsergebnisse der Engländer im Detail habe ich noch nicht im Internet gefunden.

  3. #3
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    Man bezieht sich dabei vermutlich auch auf eine Untersuchung der irischen Bevölkerung. Lange Zeit vermutete man, die Iren seien keltisch. Eine breit angelegte Untersuchung der irischen Bevölkerung brachte jedoch das überraschende Ergebnis, das die Iren keineswegs keltischer Anstammung sind, sondern von der ursprünglichen bäuerlichen Bevölkerung Europas abstammen. Keltisch war demnach wohl nur die Obrigkeit...

  4. #4
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    die Beweislage

    Was haben wir an Beweisen für dieses Thema ?

    Die DNA-Analysen der heute lebenden Menschen, davon wurden schon viele getestet.

    Skelette aus längst vergangenen Zeiten und dazu noch einen Archäologischen Befund, bei gutem Zustand der Sekeltte kann davon die mt-DNA bestimmt werden, oft gelingt auch noch die Bestimmung der y-DNA.

    Schriftliche Beweise gibt es in Europa seit etwa 2500 Jahren.

    Alle anderen Aussagen haben sich irgendwelche Leute ausgedacht, sie können durchaus richtig sein oder auch falsch.

    Im besten Fall sind das Forschungsergebnisse und deren Rückschlüsse.

    Wir kennen auch den Stammbaum des Modernen Menschen, der ist schon ziemlich glaubwürdig und wird sich nicht mehr großartig ändern.

    Im Internet findet man massenhaft Aussagen über dieses Thema, aber oft haben Autoren nur andere Berichte, Erbebnisse oder Geschichten abgeschrieben.

    gruß decordoba

  5. #5
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    Auch Chatten und Cherusker in Germanien sollen teilweise von der ursprünglischen bäuerlichen Bevölkerung Europas, die von Kleinasien nach Norden gezogen ist, abstammen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    Auch Chatten und Cherusker in Germanien sollen teilweise von der ursprünglischen bäuerlichen Bevölkerung Europas, die von Kleinasien nach Norden gezogen ist, abstammen.
    Wen genau zitierst du damit? sowas hab ich zuletzt bei Schmoeckel gelesen...

    VG
    Christian

  7. #7
    Benutzer Rang: Majordomus
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    Skelette von Eulau

    In Eulau, Naumburg, Sachsen Anhalt wurden mehr als 10 Skelette gefunden, die Leute lebten vor 4600 Jahren und kamen durch Gewalteinwirkung ums Leben. Sie gehörten der Schnurkeramikkultur an.

    Besonders aufschlußreich ist das Grab einer Familie - Eltern und 2 Söhne. Von diesen Personen wurde die DNA bestimmt. Der Vater hatte die y-Haploguppe R1a, ebenso wie seine beiden Söhne, die mt-Haplogruppe des Vater war U (alteuropäisch). Die Mutter hatte ebenso wie die beiden Söhne die mt-Haplogruppe K.

    Das Ergebnis dieses Gentests ist nicht auffällig und könnte heute genau so gut in diesem Gebiet gefunden werden. Ebenso ist damit bewiesen, dass R1a Männer schon vor 4600 Jahren in Mitteleuropa gelebt haben.

    ein link Gräber in Eulau: Einem Steinzeit-Drama auf der Spur - Wissen | STERN.DE

    3sat.online

  8. #8
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    Zitat Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
    Wen genau zitierst du damit? sowas hab ich zuletzt bei Schmoeckel gelesen...
    VG
    Christian
    Lieber Christian,
    Schmoeckel kenne ich nicht. In Wikipedia steht etwas über die Cherusker, dass neben germ. und röm. Elementen noch andere vorliegen. Es stand so auch speziell über die Chatten im Großen Ploetz, den ich aber hier im Odenwald nicht greifbar habe.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
    Man bezieht sich dabei vermutlich auch auf eine Untersuchung der irischen Bevölkerung. Lange Zeit vermutete man, die Iren seien keltisch. Eine breit angelegte Untersuchung der irischen Bevölkerung brachte jedoch das überraschende Ergebnis, das die Iren keineswegs keltischer Anstammung sind, sondern von der ursprünglichen bäuerlichen Bevölkerung Europas abstammen. Keltisch war demnach wohl nur die Obrigkeit...
    Nochmal: die Behauptung, die Iren seien keineswegs keltischer Abstammung, ist schlichtweg falsch.
    Irland hatte eine undefinierbare Urbevölkerung.
    Dann kamen die Kelten und besetzten die ganze Insel.
    Dann kamen norwegische und dänische Wickinger, die einen Großteil der Insel, besonders in Küstennähe (Dublin) besetzten.
    Dann kamen die Engländer, die bekanntlich angelsächsischer und normannischer (wiederum ein großer Mischmasch) Herkunft sind.
    Es gibt keine keltischen, wickingischen und englischen Gene, aber es gab eine kräftige Vermischung.
    Irgendwelche Prozentanteile auszurechnen ist völlig unseriös.

  10. #10
    Benutzer Rang: Majordomus
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    Irland - keltisch

    Von sehr vielen Menschen auf der ganzen Welt wurde die genetische Abstammung bestimmt. In Großbritannien und Irland haben etwa 70 % der Männer die y-Haplogruppe R1b, welche den Kelten zugeordnet wird. Nur in England und Schottland an der Nordseeküste sind die y-Haplogruppen R1a und I häufiger, das sind die Nachfahren der Wikinger.

    Gewiß sollte man nicht alle R1b den Kelten zuordnen, aber es ist eine Sache der Definition. Wahrscheinlich waren die Kelten nur eine Teilgruppe der R1b Männer.

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