OK,Du willst also allen Ernstes behaupten,bei den Clovis handelte es sich nicht um Wildbeuter im klassischen Sinne sondern um reine Großwildjäger ?
Das ist,mit Verlaub gesagt, nicht sehr realistisch.
Jägerkulturen sind nie auf nur eine Wildart oder eine Größenklasse spezialisiert sondern sind immer ,schon jahreszeitlich bedingt Wildbeuter im klassischen Sinne.-Mir ist zumindest keine Kultur bekannt ,die ausschließlich Großwildjagd betreibt
Was Zahl und Ausbreitungsgeschwindigkeit der Clovis und Fishtail betrifft, so kann man natürlich von der Art und Anzahl der Fundstellen auf die Stärke der Population schließen-und danach geht man davon aus ,daß die Gesamtzahl der damals gleichzeitig in Gesamtamerika lebenden Menschen zwischen 25 und maximal 500.000 lag-das wären also bestenfalls 84 km² pro Person. Da nicht alle Jäger waren sondern bestenfalls 1/4 hätte das Revier eines einzelnen Jägers minimal 336 km² betragen .Wie du da nur mit einem speer bewaffnet nicht nur eine sondern gleich mehrere Arten ausrotten willst,das musst du mir mal vormachen.
Deine Behauptung ,in Afrika habe es keine indigene Großwildjäger gegeben ,geht ebenfalls an der Realität vorbei .Zum einen sei hier auf die Felsbilder in der südlichen Sahelzone und die Darstellungen europäischer Forscher verwiesen,die eindeutig Großwildjagden belegen und zum anderen genügt bereits ein Blick bei Tante Wiki:
Es gab und es gibt nach wie vor also Jägerkulturen in Afrika und die habe es nicht geschafft,die Megafauna auszurotten..Zu den Tieren, die die Ogiek traditionell jagten, gehörten Buschböcke,, Büffel, Elefanten,Ducker,Schliefer,Antilopen und Riesenwaldschweine Gejagt wurde mit Hunden, Pfeil und Bogen, Speeren und Keulen und auch mithilfe von Fallen. Im Gegensatz zu anderen Jäger-Sammler-Gruppen sammeln die Ogiek kaum Wildpflanzen, auch weil es in der Region wenig Pflanzen mit größeren essbaren Bestandteilen (Knollen, Nüsse, Früchte) gibt.
Aber zurück zum Mammut und weil ich die Klimahypothese bzw. die Multikausalitätshypothese immer noch für die plausibelste halte.:
ein Mammut braucht pro Tag 150-300 kg Pflanzennahrung und ca. 70-90 Liter Wasser. und beim Rest der Megaherbivoren verhält es sich ähnlich.
Solche Tiere waren also Klimaschwankungen und insbesondere Dürreperioden wesentlich stärker ausgesetzt als kleinere Tiere. Eine Abfolge von Dürreperioden kann daher eine Population mit längeren Reproduktionszyklen soweit schwächen,daß sie ausstirbt, während kleinere Tiere mit kürzerer und höherer Reproduktionsrate mit den vorhandenen Ressourcen problemlos überleben können.



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