Chris hatte mich vor einigen Tagen im Zusammenhang mit dem Beginn des Kalten Krieges aufgefordert mit „Komm....., Christ einfach nicht glaubte, nicht wahrhaben wollte, dass der Kalte Krieg nicht nur von Churchills „action unthinkable“ eines für den Juli 1945 von Churchill vorgeschlagenen und bereits geplanten Angriffskrieges gegen die UdSSR zusammen mit SS-Verbänden und deren „Osterfahrung“ ausgelöst wurde.
Nun bin ich, wie aufgefordert , da !!
Ich setze hierzu ein separates Thema,
Wir sind es gewohnt, in einer Welt von Legenden zu leben, viele nehmen das als Selbstverständlcihekit auf, ohne zu überlegen, wie oft Legenden von der Wahrheit wegführen.
Die sog. „Fulton-Rede“ Churchills vom 5.3.1946 ,deren Inhalt heute wohl nur Historiker kennen, ist eine dieser Legenen.
Zum einen ist darauf hinzuweisen, dass diese Rede von keinem geringeren als Churchill gehalten wurde, diese in den USA , und es in der gesamten angelsächsichen Welt kaum ein anderer Politiker
zu finden war, der den Russenhass derartig umfassend und zügellos verkörpern würde. .
Churchill wollte bereits im WK 1 dafür sorgen, dass die Hauptkräfte der Reichwehr auf die Zerschlagung des kaiserlichen Russlands konzentriert werden. 1918 rief Churchill dazu auf, die UdSSR in Aktionsphären aufzuteilen, die den Zerfall des multinationalen russichen Staates herbeiführen sollten.
Russland sollte schon lange vor dem Sturz der zaristischen Monarchie aus dem Orchester der Weltmächte ausgestoßen werden, eine Rhetorik, die bereits mit dem Krim-Krieg von den patentierten Demokratien begann.
Darum war Churchill der geeignete Protagonist der Ideen und des Übels, das n den Londoner und Washintoner Korridoren der Macht herangereift war.
Churchill sprach in Fulton von einem „Eisernen Vorhang“ der von der Ostsee bis zur Adria heruntergelassen worden sei, dass nur die Versuche , den Nazismus zu befriedigen zur Eskalation der aggressiven Vorhaben Deutschlands und dann zum Krieg geführt haben , die „Demokratien“ sollten die verhängnisvollen Fehler nicht wiederholen, sie müssten sich im Kampf gegen die neue totalitäre Gefahr zusammenschließen , die heute die Sowjetunion verkörpert, um die Ordnung wieder in den von der UdSSR kontrollieren Gebieten wieder herzustellen und die versklavten Völker wieder .
- einige Worte zur Versklavung: Der Idee der Abtrennung von Interessen der „Großen Drei“ gehörte auch Churchill an und zu Rooselvelts Unzufriedenheit erfand Churchill sogar eine prozentuale Formel einer solchen Abtrennung. Und Stalin entsprach der Offerte des damaligen britischen Premiers gern..
Das Wichtigste besteht aber in etwas anderem: Im Endstadium des Krieges hatte Moskau etwas andere Sorgen, Man musste die Trümmer aus dem Land beseitigen, für die Versorgung der Bevölkerung Sorge tragen. Und nicht von einer quasi.kommunistischen Expansion des Landes träumen , Es ist eine festgestellte und nachgewiesene Tatsache, dass die sowjetische Führung weder 1945 noch 1946 vorhatte, in Zentral und Osteuropa dem Stalinismus verwandte Modelle der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung zu reproduzieren.
Natürlich sollten es keine Regime sein, die die UdSSR „wild hassten“ dagegen hätten auch die Westalliierten in ihren Zonen bzw in der später gegründeten Bundesrepublik eingeschritten, wenn dort eine kommunsitische, antiamerikanische Regierung gebildet worden wäre.
Bis zum Herbst 1947 und Frühjahr 1948 waren in der Tschechoslowakei, Ungarn, und Rumänien Vertreter bürgerlicher Parteien an der Macht. In Bulgarien kein Geringerer als Dimitroff, ohne das Diktat aus Moskau , Dimotroff, , ehemals Angeklagter im Reichtstagsbrand-Prozess, das damalige Gericht dem Göring erlaubt hat, mit beiden Händen in die Hüften gestemmt, den Angeklagten zu beschimpfen: „Passen Sie auf Sie Strolch, wenn Sie hier wieder rauskommen“
Tito hat Stalin nicht gefragt, wie er Jugoslavien verwalten wollte.
Das Vorgenannte zur Einstimmung:
Nun zu den Fakten , eine Frage, ob die UdSSR davon nichts gewusst haben soll erübricht sich.
a) Konferrenz von Quebec: Der ehemalige USA-Außenamtschef Hull schreibt in seinen Memoiren, dass sich bereis eine separate Abmachung der Demokratien mit Nazi-Deutschland anbahnte, um die russischen Barbaren so lange wie möglich im Osten aufzuhalten.
b) Vorbereitung auf „action unthinkable“ spätestens im März 1945 erteilte Churchill den Befehl, die erbeuteten deutschen Waffen für deren möglichen Einsatz gegen die UdSSR aufzusammel und zu lagern. Der für den 1. Juli geplante Angriff auf die UdSSR sollte mit ca. 112 Divisionen geführt werden, u.a. mit einem Dutzend Wehrmachts-Divisionen, die sich den Engländern ergeben hatten. Diese Divisionen einschließlich ihre militärischen Führer wurden NICHT aufgelöst, damit die Befehlsstruktur erhalten bleibt. , Sie wurden in Lagern in Schleswig-Holstein und Süd -Dänemark gebracht und – auch nach Abblasen der „Aktion Undenkbar“ im Laufe Juni 1945 noch bis Herbst 1946 bereit gehalten, unter voller Wehrsmachts-Befehlstruktur.
Es ist bekannt, dass Chruchill sich sehr bemüht hat, Truman, der Roosevelt nach dessen Tod am 12.4.1945 im Präsidentenamt abgelöst hat, für die Aktion Undenkbar zu gewinnen.
Für die USA stand damals jedoch eine andere Idee, namlich die, Japan ohne Assistenz der UdSSR zur Kapitulation zu zwingen.
Hätte es diese Idee bei den höchsten USA-Militärs an Japan nicht gegeben, so hätte Chuchills „Undenkbares“ durchaus real und denkbar werden können.
Hier sei ferner darauf hingewiesen dass die Order von Keitel und Dönitz für die separate Kapitulationsunberschrift in Reims darin bestand, die Kampfhandlungen degen die USA und GB „nicht zum Nachteil der Land und Seeoperationen“ eingestellt würden „welche dem Loslösen vom Gegner im Osten dienen“ Dem wurde in Reims entsprochen, die Nazi-Generäle wollten nicht nur Ihre Offiziert und Soldaten vor sowjetischer Kriegsgefangenschaft retten, sondern auch Reserven für das „Undenkbare „ sammeln und das mit dem Segen der US-Militärs
- Bereits am 23. April 1945 war Truman bereit, der UdSSR den Status eines Verbündeten ABZUERKENNEN
- nach dem 20 August 1945 , also nach Hiroshima und Nagasaki tauchte eine, unter Beteiligung der US-Luftstreitkräfte zusammengestellte „ Strategische Karte einiger Industrie-Regionen der UdSSR und der Mandshurei“ auf., in der zu einigen Städten die Anzahl der Atombomben aufgeführt, ist, die für die Vernichtung dieser Städte erforderlich wären. (Plan von General Groves im Auftrag des amerikanischen Außenministeriums), die für eine Aggression gegen die UdSSR bestimmt sein sollten. Der Unterton war, klar: Japan war nur das Testgelände für einen geplanten Atomwaffenangriff auf die Sowjetunion 1947 oder 1948
- so kam es zum dem militärischen Rummel. Im September und Oktober 1945 wurden Beschlüsse angenommen, die die USA-Streikräfte auf einen „Erstschlag gegem dem Ursprung einer Angriffsgefahr“ einprogrammeirten.
- Ende 1945 wurden systematische amerikanische Spionageflüge über das sowjwetische Territorium aufgenommen, zunächst drangen die Flugzeuge ohne Kennzeichen in den sowjetischen Luftraum ein , einschließlich des Raumes um Moskau , später flogen sie eine Zeitlang unter britischen Hoheitskennzeichen.
- Nachdem der amerikanische Außenminister Bearns nach einer Beratung mit Stalin gesprochen hatte und offiziell am 30 Dezember 1945 in einer Ansprache an seine Landleute „er mehr den je nach dem Gespräch mit Stalin von der Möglichkeit eines Friedens auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Weisheit überzeugt sei“ , wurde er am 5. Januar 1946 in einem „prinzipiellen Gespräch“ von seinem Präsidenten Truman zuruckgepfiffen.
Wir brauchen keine Kompromisse, soll Truman betont haben, wir haben eigene Ziele, wir mussen auf die „pax americana“ hinarbeiten auf die Majorisierung Europas, wenn möglich der Welt. und diese pax americana ist der Kalte Krieg, eben ein Krieg, der mit anderen Mitteln geführt wird
Nicht die Fulton-Rede vom 5. März 1946 , dieser 5. Januar 1946 kann mit einigen Abstrichen als der Tag gelten, an dem der Kalte Krieg erklärt wurde, und dieser Krieg wurde von den USA im Komplott mit GB erklärt.