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Tags: amerika, eroberung, flotte, halbinsel, iberische, kolonien, portugal, spanien

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Alt 20.06.2010, 14:52   #1 (permalink)
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Portugals Geschichte und der Einfluss Spaniens



Dieser Thread soll die Frage klären, wie das kleine Portugal gegenüber dem mächtigen Spanien bestehen konnte.

- Welche Abkommen gab es?
- Warum hat sich Spanien Portugal nie einverleibt (außer von 1580-1640)?
- Welche Bündnisse bestanden?
- Warum war Portugal die führende Seefahrernation im 15. und 16. JH und nicht Spanien? (Da Gama, Heinrich der Seefahrer)
- Wie waren die Königshäuser miteinander verwoben?

Außerdem:
-Wie war Portugals Weg nach der Kolonialzeit bis zum Iberischen Pakt 1943 mit Spanien?

Wenn ihr weitere Anregungen zu diesem Thema habt oder ihn um weitere Punkte erweitern möchtet - nur zu!


Nachfolgend ein kurzer Ausschnitt aus Portugals Geschichte:

Zitat:
Portugal wurde als eigenständige Grafschaft im 11. Jahrhundert gegründet ("Condado Portucalense", Grafschaft von Portucale); diese fiel 1093 an Heinrich von Burgund, den Stammvater der ersten portugiesischen Königsdynastie. Unter Heinrichs Sohn und Nachfolger Alfons I erlangte das Land 1143 seine Unabhängigkeit, Alfons nahm den Königstitel an. (Die Burgunder herrschten bis 1383 in Portugal.) 1211 wurde das erste Ständeparlament (Cortes) einberufen, 1250 war die Reconquista in Portugal mit der Eroberung der Algarve abgeschlossen, 1256 wurde die Hauptstadt nach Lissabon verlegt.
1383 starb das Haus Burgund in Portugal aus, der nichteheliche Abkömmling Johann von Avis rief sich zum König aus, konnte kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründete die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis. Die Avis-Könige (besonders Emanuel I - er herrschte von 1495 bis 1521) führten das Land zu höchster Blüte. Portugal stieg zur führenden Handels- und Seemacht auf, erwarb Kolonien in Südamerika, Afrika, Arabien, Indien und China, das Land wurde Weltmacht und reichste Nation Europas. Auch kulturell kam es zu einer Blütezeit (Luís de Camoes). Durch große Entdeckungsfahrten ab 1415 (Heinrich der Seefahrer, Vasco da Gama) wurde Portugal im 15. und 16. Jahrhundert die führende See- und Kolonialmacht Westeuropas.
1580 starb das Haus Avis aus und Portugal fiel an Spanien. Bis 1640 herrschten die Spanier, Portugal verlor seine Unabhängigkeit, sank zur spanischen Provinz ab, verlor Teile seines Kolonialreichs. 1640 führte der Herzog von Braganza eine Adelsrevolte gegen die spanische Herrschaft auf und rief sich als Johann IV zum König aus. Er gründete die vorletzte portugiesische Dynastie, das Haus Braganza. Die Dynastie Braganza herrschte von 1640 bis1910 (zuletzt als Königshaus Sachsen-Koburg-Braganza) und regierte von 1822 bis 1889 auch in Brasilien.
1755 vernichtete ein Erdbeben große Teile der Hauptstadt Lissabon, der Marques de Pombal baute die Stadt wieder auf und formte das Land mit zum Teil drastischen Methoden zu einem absolutistischen Staat um.
[Quelle: portugal-aktuell.de]

Geändert von adwi (20.06.2010 um 14:58 Uhr). Grund: Flagge eingefügt
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Alt 20.06.2010, 16:23   #2 (permalink)
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Zitat:
Zitat von adwi Beitrag anzeigen
Nachfolgend ein kurzer Ausschnitt aus Portugals Geschichte
Bin gespannt ob noch jemand was in petto hat, was über diesen Ausschnitt hinausgeht...
Da werden doch deine Fragen schon fast (!) alle beantwortet.


VG
Christian
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Alt 20.06.2010, 16:25   #3 (permalink)
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Geograhie Portugals im Bezug auf seine Geschichte

Geograhie Portugals im Bezug auf seine Geschichte
Ich meine um das zu erfassen ist es sinnvoll die Geographie Portugals ebenfalls anschaulich zu machen. Die Geographie ist in meinen Augen eines der wichtigsten Merkmale um Geschichte zu verstehen. Niemand kann die englische Geschichte erfassen ohne die Insellage mit einzubeziehen.
Ähnlich sieht es für Portugal aus. Ich würde deshalb einen Beitrag dazu in die Diskussion einfließen lassen.
Wenn wir uns Portugal anschauen liegt es ganz am Rand Europas in der Peripherie. Keine guten Voraussetzungen für Machtansprüche oder Einflussnahme auf dem Kontinent. Trotzdem gab es diesen lange Zeit. Portugal ist zudem umringt von Meer und Spanien. Noch mehr schlechte Voraussetzungen für Einflussnahme, denn Spanien blockiert quasi den Landweg. Daher ist ersichtlich, dass es Portugal seine ganze Geschichte lang auf das Meer hinausziehen muss, sonst kann es sich nicht behaupten. Und jetzt wird es geographisch in meinen Augen wieder extrem spannend. Legt man die Europakarte zur Seite (Peripherie) und nimmst stattdessen eine Weltkarte zu Hand sieht das Bild auf einmal ganz anders aus. Man erkennt ein Land was auf der Weltkugel fast zentral liegt. Portugal hat über den Süden direkten Zugang zu Afrika und in Richtung Südwesten Südamerika, die Karibik. Der Weg nach Osten ist aber auch über das Meer von Spanien verstellt (Gibraltarmeerenge). Das zu der Situation.
Nun ein kurzer Ausblick zur Blütephase Portugals. Die kam mit dem Gewürzhandel mit Asien über das Meer nicht über Vorderasien. Warum sucht gerade Portugal diesen Weg? Weil Spanien den Osten blockiert (den Mittelmeerhandel nicht ermöglicht) und weil Portugal den Weg geographisch geradezu vorgelegt bekommt: Richtung Süden um Afrika herum. So kommt es das Portugal über den Gewürzhandel zu Macht und vor allem Geld kommt. Hier darf auch deine eine Frage eingepasst werden, die die zeitweilige Vorherrschaft im Seehandel gegenüber Spanien beleuchtet. Spanien war nicht zwingend auf den Seeweg Richtung Asien angewiesen, denn der Mittelmeerhandel stand offen. Das ist aber nicht ein einzige Grund.

KARTEN:
Europa:
Datei:EU-Portugal with islands circled.svg ? Wikipedia

Welt:
http://upload.wikimedia.org/wikipedi...-Weltkarte.jpg
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"Vergessen scheint, dass die europäische Integration uns sechzig Jahre lang Frieden beschert hat; dass der europäische Wirtschaftsraum zu einem der wohlhabendsten und größten der Welt herangewachsen ist; dass hier so viel Menschen in Freiheit leben können wie noch nie zuvor."
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Geändert von Diviciacus (23.06.2010 um 00:22 Uhr). Grund: Titel hinzugefügt
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Alt 20.06.2010, 16:34   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
Bin gespannt ob noch jemand was in petto hat, was über diesen Ausschnitt hinausgeht...
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VG
Christian
Ich darf nochmal klugscheißen?
Etwas ausführlicher kann man schon zu den Folgen der Personalunion schreiben, da hat Spanien nämlich Portugal ordentlich in die Sch***** gerissen. Davon konnte man sich lange nicht erholen, vieles wurde versäumt etc.
Es fehlt auch sämtlich der ganze Spaß mit Napoleon und dem spanischen Geflecht Napoleons und den Engländern.


Ich würde zudem anregen den Thread auszuweiten und die Geschichte bis heute miteinfließen zu lassen. Ich versuche noch einige Beiträge beizusteuern.
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Alt 20.06.2010, 16:58   #5 (permalink)
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Beginn Portugals:

Loslösung von Spanien
Wir befinden uns im Zeitalter der Reconquista. Das ist in meinen Augen wichtig um zu verstehen wie es zu der Trennung kam.
Dazu: G-Geschichte 7/2005 HA0705-Die Reconquista - Halbmond und Kreuz über Spanien | Einzelhefte 2005
oder Reconquista ? Wikipedia
Alfonso I. war tatsächlich derjenige der das Königreich ausrief, obwohl sein Herzogtum in der Tat erst von Leon-Kastilien abhängig war. Möglich war das auch weil er nicht allzu schlecht darin war Mauren zu vertreiben , er gewann eine wichtige Schlacht und dadurch erlangte er einiges mehr an Einfluss. Weiterhin wurde die Reconquista fortgeführt.

Die Epoche der Burgunderherrscher (so werden sie in der detschen Wikipedia genannt) kenne ich nicht so gut. Vielleicht weiß da jemand mehr?
Spannend in Bezug auf Spanien wird es in meinen Augen dann, wenn das Burgundergeschlecht vor dem Aussterben steht und Kastilien auf Portugal lauert und am Ende die Herrschaft des Hauses Avis beginnt.
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Alt 21.06.2010, 07:40   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
Bin gespannt ob noch jemand was in petto hat, was über diesen Ausschnitt hinausgeht...
Da werden doch deine Fragen schon fast (!) alle beantwortet.
Diviciacus scheint recht fit zu sein. Außerdem sollte diese Übersicht nur einleitenden Charakter haben. Die aufgezählten Daten geben ja nur einen groben Überblick und beantworten keineswegs, warum Spanien sich Portugal nicht einverleibt hat. Es sei denn die Erklärung dafür ist die, dass Portugal mit seiner Seehoheit und Reichtum zur damaligen Zeit 'unangreifbar' war.
Dann wiederum könnte man umgekehrt fragen, ob Portugal jemals Ansprüche an spanisches Gebiet stellte? - Mensch ist das spannend

Zitat:
Zitat von Diviciacus Beitrag anzeigen
Es fehlt auch sämtlich der ganze Spaß mit Napoleon und dem spanischen Geflecht Napoleons und den Engländern.

Ich würde zudem anregen den Thread auszuweiten und die Geschichte bis heute miteinfließen zu lassen. Ich versuche noch einige Beiträge beizusteuern.
Sehr gern!

Zitat:
Zitat von Diviciacus Beitrag anzeigen
Spannend in Bezug auf Spanien wird es in meinen Augen dann, wenn das Burgundergeschlecht vor dem Aussterben steht und Kastilien auf Portugal lauert und am Ende die Herrschaft des Hauses Avis beginnt.
Ja, denke auch, dass es hier beginnt. Hast du was zur besagten Schlacht?
Ansonsten versuche ich, etwas zu finden.
Und wieso konnte sich Johann von Avis als König ausrufen?

Zitat:
1383 starb das Haus Burgund in Portugal aus, der nichteheliche Abkömmling Johann von Avis rief sich zum König aus, konnte kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründete die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis.

Geändert von adwi (21.06.2010 um 07:43 Uhr).
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Alt 21.06.2010, 08:18   #7 (permalink)
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Hab was zur Schlacht von Aljubarrota hier gefunden:
Portugiesische Erinnerungskulturen - Ein Projekt der Juniorprofessur Kultureller und Sozialer Wandel an der TU Chemnitz

Ist zum Teil ziemlich witzig

Zitat:
Die Schlacht von Aljubarrota

Die Hintergründe
Als im Jahr 1383 der portugiesische König Fernando I. (dt.: Ferdinand I.) verstarb, war seine Tochter Beatriz, die einzige legitime Erbin des portugiesischen Thrones, bereits Königin von Kastilien. Damit konnte Kastilien seine Ansprüche auf den portugiesischen Thron geltend machen und sich mit Portugal zu einem großen Königreich vereinen.
Die Aussicht auf die Vereinigung der beiden Königshäuser spaltete die portugiesische Gesellschaft. Während sich der Großteil des Adels dafür aussprach, stellte sich das städtische Bürgertum geschlossen dagegen. João (dt.: Johann, später Johann I.), der Halbbruder und Nachfolger des verstorbenen Königs und Großmeister des Ritterordens von Avis, stellte sich mit seinem Gefolge auf die Seite des Bürgertums.

Die Schlacht
Das Interesse des kastilischen Königshauses an Portugal führte schließlich zur Invasion Portugals durch die Truppen Juan I. von Kastilien (dt.: Johann I.). Am 14. August 1385 kam es zur Schlacht von Aljubarrota, die nach dem Ort des Geschehens benannt ist, der sich in der Nähe des Schlachtfeldes befand. Die portugiesischen Truppen unter dem Heerführer Nuno Álvarez Pereira hätten gegen das besser ausgerüstete und fünfmal größere kastilische Heer de facto nur verlieren können. Und dennoch: Durch die genialen Taktiken ihres Heerführers und mit der Hilfe von englischen Bogenschützen konnte das kastilische Heer vernichtend geschlagen werden.
Um die Einheit im Kampf, bestehend aus Herr und Volk, zu verdeutlichen, wurde die Legende von der tapferen Bäckerin geschaffen. Demnach soll die Bäckerin von Aljubarrota, Brites de Almeida, mit ihrem Teiglöffel allein sieben Spanier niedergestreckt und im Backofen verbrannt haben. Nach dem Sieg über die Spanier wurde João, dem zuvor schon vom Bürgertum die Krone angetragen wurde, nun endgültig zu João I., dem König von Portugal gekrönt. Damit konnte die Souveränität gegenüber Kastilien bewahrt werden.

Stimmt es, dass die Truppenstärke 31000 (Kastilien) gegen nur 6500 (Portugal) war? Das ist ja ein Verhältnis von 5:1, dennoch haben die Portugiesen gewonnen!



Außerdem scheint mir der Vertrag von Alcanices sehr wichtig, ebenso der von Windsor. Aber dazu wolltest du ja ohnehin noch was schreiben.

Zitat:
1250 – Abschluss der Reconquista ( nach vielen Kreuzzügen der christlichen Heere – ein Bündnis zwischen Aragon, Kastilien und Leon unter Alfons V III. – werden die Muslime vertrieben )
1256 – Lissabon wird Hauptstadt Portugals
1279 – Dionysius und sein jüngerer Bruder Alfons kämpfen um die königliche Macht
1289 – Papst Nikolaus IV. und Dionysius vereinbaren in einem Konkordat die Rückgabe der von König Alfons III. beschlagnahmten Ländereien sowie besonderer Kirchenprivilegien, das Interdikt wird aufgehoben
1297Vertrag von Alcanices, König Dionysius und König Ferdinand IV. von Kastilien einigen sich über die Grenze zwischen Spanien und Portugal .
1383 – Das Haus Burgund stirbt mit dem Tod Ferdinands I. aus, Revolution gegen den Anschluss an Kastilien, Johann von Avis siegt in der Schlacht von Aljubarrota, das portugiesische Adelsparlament erhebt ihn zum König Johann I.
1386 – Vertrag von Windsor, England und Portugal verbünden sich
[Quelle: lissabon.com/portugal/geschichte/]

Geändert von adwi (21.06.2010 um 08:40 Uhr).
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Alt 21.06.2010, 19:07   #8 (permalink)
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Zitat:
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Ja, denke auch, dass es hier beginnt. Hast du was zur besagten Schlacht?
Ansonsten versuche ich, etwas zu finden.
Und wieso konnte sich Johann von Avis als König ausrufen?
Zuvor ist vielleicht aber noch interessant, das Portugal schon zu dieser Zeit (vor besagter Schlacht) ein Handelsbündnis mit England schließt. Es ermöglichte sowohl portugiesischen als auch englischen Händlern freien Handel und Schutz. Das war 1353, also vor dem Windsorvertrag. Diese Zahl hatte ich zumindest damals recherchiert. Ich bin etwas verunsichert, dass diese Zahl bei Wikipedia und auch sonst nicht auftaucht. Hier also unter Vorbehalt. Quelle damals war Korst 2006,26/28; Bernecker und Pietschmann 2001,18-27; G-Geschichte 07/2005,46
Es ist sehr interessant die Verflechtung von England und Portugal über die Jahrhunderte zu verfolgen.
Zur Schlacht an sich hast du ja schon viel gesagt. Mehr kann ich dazu nicht beizutragen. Allerdings war Johann in der Tat deutlich unterlegen was Zahlen angeht. Extrem spannend finde ich auch, dass sich das Bürgertum durchsetzen konnte. Es zeigt den Trend des Mittelalters wo Städte immer mehr Macht erlangen konnten in meinen Augen sehr gut.
Johann I. von Avis war auch Großmeister eines Ordens der in der Reconquista mitgewirkt hatte. Die Avis-Dynastie ist die berühmte Dynastie.

Zum Vertrag von Windsor:
In der Tat in meinen Augen enorm wichtig. Es handelt sich um ein Bündnis, welches nie wirklich aufgekündigt wurde, also im Grunde noch heute gilt. Klar, dass es im Laufe der Geschichte auch mal nicht so gut lief. Fakt ist, dass das Bündnis immer mal wieder neu aufgefrischt wurde. Unter anderem für die Napoleonischen Kriege (dazu später mehr). Auch darf spekuliert werden in wie weit es Einfluss auf die Haltung des Salazarregimes im zweiten Weltkrieg hatte. Salazar blieb neutral und unterstützte Hitler weniger, als dieser wollte. Salazar tat aber schon etwas für Hitler, aber eben nicht alles. Auch erlaubte er einen allierten Stützpunkt auf den Azoren, also Portugals Staatsgebiet. Strategisch enorm bedeutet, wie man auf einer Karte sieht. Ich würde aber das Bündnis nicht überbewerten. Im 2.WK dürften praktische Gründe zu Salazars Haltung geführt haben (wenn gewünscht auch dazu später noch ein Beitrag).
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Alt 21.06.2010, 19:44   #9 (permalink)
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G-Geschichte 07/2005,46
Wenn´s in "G" so stand, dann stimmt´s auch!

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Alt 21.06.2010, 19:45   #10 (permalink)
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Im 2.WK dürften praktische Gründe zu Salazars Haltung geführt haben (wenn gewünscht auch dazu später noch ein Beitrag).
Wahrscheinlich ähnlich wie bei Franco? (so wäre dann auch wieder eine Verbindung ziwschen Portugal und Spanien hergestellt...)

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