Zitat:
Zitat von Fabian Aber die Weströmische Kaiserkrone ging eigentlich nach dem Untergang von Westrom nach Byzanz. |
Stimmt schon und das war damals auch die Denkweise. Der Oströmische Kaiser war nun der theoretische Oberherr von manchen Germanenreichen (vor allem in Italien). Kaiser Justinian versuchte den Anspruch noch einmal in der Tat umzusetzen, was dem Reich zwar kurzfristig die größte Ausdehnung brachte, was aber auch schließlich zu einem Abstieg führte in dessen Zuge die Anerkennung als Oberherr des Westens auch verloren ging.
Das Problem wer nun der Oberherr ist bestand, die Sichtweisen waren verschieden:
-Der Ostkaiser sah sich als der legitime Kaiser an, selbst als man den im Westen anerkannte sah man sich noch als höher, da man ja der anerkennende Kaiser war.
-Karl der Große sah den Thron im Osten als Leer an, schließlich saß auf diesen eine Frau (Irene), was im Westen nicht wirklich üblich war.
-Eine Lösung wäre eine Hochzeit zwischen Irene und Karl gewesen, aber dann wurde Irene gestürzt. Der Ostkaiser hatte nicht mehr die Mitteln um das Kaisertum im Westen aktiv zu verindern (war auch an anderen Fronten beschäftig), das Westkaisertum nach Karl dem Großen erwies sich als wenig stabil zerfiel auch schnell und verlor (vorübergehend) an Bedeutung.