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Tags: habsburger, herrscher, kaiser, karolinger, koenig, merowinger, ottonen, salier, staufer

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Alt 14.08.2011, 21:39   #81 (permalink)
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Zitat:
Zitat von kugelschreiber1 Beitrag anzeigen
naya Otto der zweite war auch mit der Nichte des Byzantinschen Kaisers Verheiratet, zudem wurden die Kaiser vom Papst gekrönt so wie die letzten Römischen auch.
Aber die Weströmische Kaiserkrone ging eigentlich nach dem Untergang von Westrom nach Byzanz.
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Alt 14.08.2011, 22:08   #82 (permalink)
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Zitat:
Zitat von kugelschreiber1 Beitrag anzeigen
naya Otto der zweite war auch mit der Nichte des Byzantinschen Kaisers Verheiratet,.
Diese Frau namens Theophanu war für das Reich sehr bedeutend, sie war nicht nur Frau von Otto II sondern auch Regentin für Otto III.

Aber sie stammte nicht wirklich aus der legitimen Herrscherdynastie, sie war die Nichte von Ostkaiser Johannes I Tzimiskes, ein fähiger Kaiser, der seiner Herrschaft jedoch durch Einheiratung in die Makedonische Dynastie legitimierte.

Aber mit deinem Hinweis hast du absolut recht.
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Alt 14.08.2011, 22:15   #83 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Fabian Beitrag anzeigen
Aber die Weströmische Kaiserkrone ging eigentlich nach dem Untergang von Westrom nach Byzanz.
Stimmt schon und das war damals auch die Denkweise. Der Oströmische Kaiser war nun der theoretische Oberherr von manchen Germanenreichen (vor allem in Italien). Kaiser Justinian versuchte den Anspruch noch einmal in der Tat umzusetzen, was dem Reich zwar kurzfristig die größte Ausdehnung brachte, was aber auch schließlich zu einem Abstieg führte in dessen Zuge die Anerkennung als Oberherr des Westens auch verloren ging.

Das Problem wer nun der Oberherr ist bestand, die Sichtweisen waren verschieden:
-Der Ostkaiser sah sich als der legitime Kaiser an, selbst als man den im Westen anerkannte sah man sich noch als höher, da man ja der anerkennende Kaiser war.
-Karl der Große sah den Thron im Osten als Leer an, schließlich saß auf diesen eine Frau (Irene), was im Westen nicht wirklich üblich war.
-Eine Lösung wäre eine Hochzeit zwischen Irene und Karl gewesen, aber dann wurde Irene gestürzt. Der Ostkaiser hatte nicht mehr die Mitteln um das Kaisertum im Westen aktiv zu verindern (war auch an anderen Fronten beschäftig), das Westkaisertum nach Karl dem Großen erwies sich als wenig stabil zerfiel auch schnell und verlor (vorübergehend) an Bedeutung.
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Alt 14.08.2011, 23:41   #84 (permalink)
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Zitat:
Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
Stimmt schon und das war damals auch die Denkweise. Der Oströmische Kaiser war nun der theoretische Oberherr von manchen Germanenreichen (vor allem in Italien). Kaiser Justinian versuchte den Anspruch noch einmal in der Tat umzusetzen, was dem Reich zwar kurzfristig die größte Ausdehnung brachte, was aber auch schließlich zu einem Abstieg führte in dessen Zuge die Anerkennung als Oberherr des Westens auch verloren ging.

Das Problem wer nun der Oberherr ist bestand, die Sichtweisen waren verschieden:
-Der Ostkaiser sah sich als der legitime Kaiser an, selbst als man den im Westen anerkannte sah man sich noch als höher, da man ja der anerkennende Kaiser war.
-Karl der Große sah den Thron im Osten als Leer an, schließlich saß auf diesen eine Frau (Irene), was im Westen nicht wirklich üblich war.
-Eine Lösung wäre eine Hochzeit zwischen Irene und Karl gewesen, aber dann wurde Irene gestürzt. Der Ostkaiser hatte nicht mehr die Mitteln um das Kaisertum im Westen aktiv zu verindern (war auch an anderen Fronten beschäftig), das Westkaisertum nach Karl dem Großen erwies sich als wenig stabil zerfiel auch schnell und verlor (vorübergehend) an Bedeutung.
Als der Byzanz Experte hier im Forum die Frage was wäre passiert wenn es zur Hochzeit gekommen wäre. Eine Fusion von Byzanz und dem Fränkischen Reichs halte ich fürunwarscheinlich.
kugelschreiber1 ist offline  
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Alt 14.08.2011, 23:45   #85 (permalink)
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Irene wurde doch erst 802 gestürzt. Karl hatte sicher keine Lust, sich mit einer Frau zu verheiraten, die ihren eigenen Sohn blenden ließ. Ich denke, dass die Vorschläge einer Ehe zwischen Karl und Irene nur Gedankenkonstrukte waren, die nicht realisiert werden sollten.
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Alt 16.08.2011, 23:46   #86 (permalink)
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Zitat:
Zitat von kugelschreiber1 Beitrag anzeigen
Als der Byzanz Experte hier im Forum die Frage was wäre passiert wenn es zur Hochzeit gekommen wäre. Eine Fusion von Byzanz und dem Fränkischen Reichs halte ich fürunwarscheinlich.
Eine Interessante Frage:

Auf dem ersten Blick klingt das ganze für beide Seiten sehr reizvoll, Ost und West wieder vereint. Zwei Großmächte unter einem Herrscherpaar und später vielleicht sogar unter einem Herrscher (Sohn der beiden). Viele Möglichkeiten z.B. im Kampf gegen die islamischen Mächte.

Aber in der Praxis hätte das Ganze wohl nicht besonders lange funktioniert. Denke nicht das Karl der Große von der Bevölkerung in Konstantinopel akzeptiert worden wäre (schon Irene war unbeliebt, wie hätte man dann erst auf einen aus Byzantinischer Sicht Barbaren als Mann reagiert). Langfristig hätte man die beiden Reiche wohl nicht zusammenhalten können-geografisch zu sehr voneinander getrennt, kulturell zu unterschiedlich, beide Reiche hatten ihre eigenen Probleme-da hätte es wohl nur eine kurze Zeit gewesen bis sich in einem der beiden Reiche ein "Gegenkaiser" durchgesetzt hätte und es somit wieder zu einer Trennung der beiden Reiche gekommen wäre.

Schwer zu sagen wie konkret die Planungen in diese Richtung damals waren, eine Verbindung zwischen den beiden Herrscherhäusern wäre höchstens eine Möglichkeiten gewesen.
WDPG ist offline  
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