Möchte auf Hägars Frage antworten.
Also der "Hexenhammer" kam 1486 heraus, zu einer Zeit, wo der neu erfundene Buchdruck die Verbreitung ungeheuer begünstigte. Bis ins 17. Jahrhundert wurde er 29 mal neu aufgelegt.
Der Autor Kramer, war ein paranoider Inquisitor, und als er damit mehrmals scheiterte, sammelte er vor allem landläufige Meinungen und Ansichten über Hexen und schrieb sie nieder.
Im Grunde ist es eine Sammlung von Vorurteilen und Klischees über (vor allem weibliche) Hexen, wie man sie erkennt, gegen sie vorgehen kann usw.
Ein Auszug:
"Frauen neigen eher zur Magie als Männer, da sie in allen Kräften der Seele wie des Körpers mangelhaft sind. So dass sie gegen die, mit denen sie wetteifern (Männer) mehr Schadenszauber geschehen lassen."
Wirkliche Kraft konnte dieses Werk aber nur durch die Hexenbulle des Papstes Innozenz VIII. erhalten, der die Hexenverfolgung schon zwei Jahre zuvor von oberster Stelle legitimierte.
Das Buch war zwar damit nicht der Ursprung der nun sich enorm ausweitenden Hexenverfolgungen, aber es begünstigte sie natürlich enorm. Denn im Endeffekt konnte bald jeder Laie einen Blick hinein werfen, und hatte nun quasi eine Anleitung, wie er unbeliebte Nachbarn / Familienmitglieder anklagen und loswerden konnte.
Empfehle dazu:
Elli's Hexenlexikon 