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17.09.2008, 21:50
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#21 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von PèreJoseph Im Falle der Eroberung Wiens wären die Türken von einer geeinten Christenheit zurückgeschlagen worden und hätten denselben Weg zurückgehen müssen - durch kahlgefressene Landschaften, Napoléon I hat die Erfahrung 1812 sammeln müssen - und hätten dann wohl nur rudimentäre Reste des Heeres ins Mutterland zurückgebracht. Wahrscheinlich wäre das zurückströmende Heer von den christlichen Balkanesen, die die türkischer Oberhoheit abschütteln wollten, noch weiter dezimiert worden. | Das würde ich so nicht vergleichen. Napoleon hatte seine Nachschublinien völlig überdehnt. Die Osmanen waren von ihrem eigenen Gebiet (Ungarn) viel weniger weit entfernt, und selbst wenn es dort einen Aufstand gegeben hätte, hätten sich die Osmanen wohl auf Siebenbürgen verlassen können - in dessen eigenem Interesse, aus Antagonismus gegen die Habsburger. Zitat:
Zitat von PèreJoseph Wir dürfen da auch die Seemacht Venedig - sie gehörte auch der Heiligen Allianz gegen die Türken an - nicht außer Acht lassen. Es hätte auch einen Seekrieg gegen die Osmanen gegeben. Wer weiß, ob nicht die Venezianer bis ans Goldene Horn vorgedrungen wären. | Die Venezianer gingen den Osmanen zwar auf die Nerven (immerhin kontrollierten sie zu dieser Zeit noch einen Großteil der Peloponnes und eroberten wenig später Athen), aber ein Angriff auf Istanbul selbst wäre da doch etwas ganz anderes gewesen. |
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18.09.2008, 07:50
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#22 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 17.09.2008 Ort: Am Oberlauf der Donau
Beiträge: 5.493
| Luthers Schriften Denken Sie mal an die Schriften Martin Luthers. Für den waren die Türken die Verkörperung des Gottseibeiuns. Schon möglich, daß sich die Schweden bei einer Türkengefahr schon von Luther hätten leiten lassen und den katholischen Heeren beigetreten wären. Die Sachsen waren ja auch nicht so stur.
Es ist ja alles nur eine Gedankenspielerei. |
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18.09.2008, 09:55
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#23 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Die Schriften Luthers kenne ich als Katholik nicht so genau.
Dass sich die Schweden einer antiosmanischen Koalition angeschlossen hätten, kann ich natürlich nicht ausschließen. Die sächsische Unterstützung würde ich aber eher damit begründen, dass die sächsischen Kurfürsten im Großen und Ganzen eher um gute Beziehungen zu den Habsburgern bemüht waren. Außerdem wollten sie wohl auch nicht riskieren, bald eine gemeinsame Grenze mit den Osmanen zu haben. |
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15.04.2009, 13:15
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#24 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 23.04.2008
Beiträge: 342
| Zitat:
Zitat von Scifi Das wäre mir allerdings neu. .
. | Was die Islamisierung angeht, so kann man die Osmanen doch teilweise mit den Römern vergleichen; Beide haben zu ihrer Blütezeit andere Völker und Kulturen respektiert, weshalb es auch ihre Blütezeit war.
__________________ Siege gibt es nicht durch Beschlüsse, sondern durch Blut und Stahl (Bismarck) / Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom |
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15.04.2009, 22:13
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#25 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Naja, so weit her war es mit dem Respekt bei den Osmanen nun auch wieder nicht.
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
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15.04.2009, 22:28
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#26 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Na, immerhin blieb der ganze Balkan christlich!
Mit Ausnahme der Bosnier, aber die wurden auch nur islamisch, weil sie vorher von den umgebenden Christen unterdrückt worden sind...
VG
Christian |
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15.04.2009, 22:38
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#27 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von 913Chris Na, immerhin blieb der ganze Balkan christlich! | Du vergisst die Albaner, die Muslime im Sandschak und die starke moslemische Minderheit in Bulgarien.
Außerdem würde ich nicht unbedingt sagen, dass der Balkan christlich blieb, weil die Osmanen das Christentum so respektierten. Die Janitscharen erzogen sie ja auch zu fanatischen Moslems.
Bei der Ausbreitung des Islam im Arabischen Weltreich kam dem Islam zugute, dass einerseits die Kopfsteuer für Christen ein wirtschaftliches Motiv zum Konvertieren war, andererseits die dem Monophysitismus anhängenden Christen den Islam vielfach sympathischer fanden als das Christentum Roms und Konstantinopels. Ohne diese beiden Motive wäre da die Islamisierung wohl auch nicht so rasch vorangeschritten. Zitat:
Zitat von 913Chris Mit Ausnahme der Bosnier, aber die wurden auch nur islamisch, weil sie vorher von den umgebenden Christen unterdrückt worden sind... | Bist Du sicher? Hier steht das irgendwie anders: Geschichte von Bosnien und Herzegowina – Wikipedia
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15.04.2009, 22:51
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#28 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus!
Die bosnische Kirche bzw. die Bogumilen ( Bosnische Kirche – Wikipedia) hatten es unter serbischer, kroatischer, ungarischer Herrschaft nicht eben leicht...
Dass dann natürlich nach der osmanischen Eroberung die bosnische Kirche unterging und der Adel fast geschlossen islamisch wurde, hat dann natürlich die Islamisierung ebenfalls beeinflusst...
VG
Christian |
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18.04.2009, 13:22
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#29 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Majestät
Registriert seit: 19.02.2008 Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 5.151
| Ich habe eine nicht themenspezifische Frage Sorry, ich lese gerade mit Interesse das Buch "Der Staat, den keiner wollte", Österreich - von der Gründerzeit bis zur Moskauer Deklaration, von Hellmut Andics. Darin taucht in der Anfangsphase öfters der Revolutionär Leo Rothziegel auf, wird als Intimus von Erwin Egon Kisch geschildert. Rothziegel starb demnach schon 1919, ist etwas über die Umstände seines frühen Todes bekannt? Ich konnte über seinen Tod nichts herausfinden. |
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18.04.2009, 13:39
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#30 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| In Ungarn errichtete nach dem 1. WK bekanntlich Bela Kun eine Räterepublik, die aber auch nationalistisch ausgerichtet war und die Länder der Stephanskrone erhalten wollte. Daher wurde er von rumänischen, tschechoslowakischen und serbischen Truppen angegriffen. Die KPÖ schickte der Räterepublik ein Hilfscorps von 1200 Mann, darunter auch Rothziegel. Er fiel im Kampf.
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