Zitat:
Zitat von Maxdorfer Nein, aber eine höhere Kulturstufe ist für einen Menschen erstrebenswert. Denke ich mal... |
Das ist, denke ich, Ansichtssache. Der nomadisierende Massai bspw. fühlt sich den Bauern, die rund um sein Land siedeln, überlegen - auch kulturell. Schließlich ist er "freier" und selbstbewusster, kriegerischer, was du willst.
Die sesshaften Ägypter und Kanaaniter fühlten sich den nomadisierenden "Hapiru" überlegen. Schließlich hatten sie Städte etc.
Bei den Indianern war das ähnlich. Abgesehen von Stämmen wie den Utah der Rockies, die von allen Stämmen als primitiv angesehen wurden, gab es ein ständiges Hickhack. Die Jägervölker und die Bauernvölker glaubten von sich jeweils, die "höherstehenderen", die mit der "besseren" Lebensweise zu sein.
Bisons übrigens sind kaum zu domestizieren, da sie wandern. Die europäischen Rinder wanderten nicht oder kaum, das ist der Unterschied (auch die Samen, die Rentiere domestiziert haben, müssen nach wie vor mit ihren Tieren mitwandern...bei den Indianern war das nicht möglich, weil die Bisons zwischen Südkanada und den Prärien des Mittleren Westens, zwischen Rockies und Mississippi hin und her wanderten - da waren zu viele potentiell feindliche Stämme im Weg, um die bisons einfach begleiten zu können.)
VG
Christian