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20.04.2011, 20:01
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#21 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Zitat:
Zitat von Rohana Also könnte man zumindest in Erwägung ziehen, daß sich hierin auch der Kampf zwischen Patriarchat und Matriarcht wiederspiegelt...  | Man müsste dazu die Rolle der Frau im Mittelalter betrachten. Rechte hatte sie wohl keine. Vieleicht wurde das auch ausgenutzt. Eine Frau die sich gegen die Obrigkeit wandte konnte schnell als Hexe diffamiert werden.
Was geschah aber mit den Ehemännern einer, als Hexe, bezeichneten und verfolgten Frau? Gibts da irgendwelche Überlieferungen? Gab es auch Hexenjägerinnen ?
LG Tashunka
__________________ Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters |
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20.04.2011, 21:59
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#22 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.265
| Zitat:
Zitat von Tashunka Man müsste dazu die Rolle der Frau im Mittelalter betrachten. Rechte hatte sie wohl keine. Vieleicht wurde das auch ausgenutzt. Eine Frau die sich gegen die Obrigkeit wandte konnte schnell als Hexe diffamiert werden. | Ich denke, so geschah es auch. Zitat:
Zitat von Tashunka Was geschah aber mit den Ehemännern einer, als Hexe, bezeichneten und verfolgten Frau? | Da auch ich meine Vorurteile hege, würde ich momentan mal annehmen, daß die meisten als Hexen verfolgte Frauen entweder keine Ehemänner hatten- oder daß es der Ehemann war, der sie der Hexerei bezichtigt hatte.
Wo sind die Profis, die dazu Auskunft geben könnten? Zitat:
Zitat von Tashunka Gab es auch Hexenjägerinnen ? | Da einer der Hauptgründe, warum das Patriarchat so lange erfolgreich war, die mangelnde Solidarität unter Frauen war, würde ich mal fast annehmen "ja". Es gab zumindest viele Denunziantinnen. Offiziell beauftragte hesenjägerinnen dürfte es wohl weniger gegeben haben- die herren der Schöpfung hielten Frauen wohl generell für zu verderbt, als daß sie ihnen zugetraut hätten, eine Hexe zu erkennen...
LG Tashunka[/quote]
__________________ Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.
Wilhelm Busch |
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21.04.2011, 09:04
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#23 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Zitat:
Da auch ich meine Vorurteile hege, würde ich momentan mal annehmen, daß die meisten als Hexen verfolgte Frauen entweder keine Ehemänner hatten- oder daß es der Ehemann war, der sie der Hexerei bezichtigt hatte. | Dann muss es wirklich eine Hexe gewesen sein 
Die Hexenverfolgung war ja ein gutes Geschäft für den Denunzianten. Soviel ich weiss, fiel der Besitz der Hexe dem Denunzianten zu. Das Frauen reicher Landbesitzer oder Handelsherren weniger als Hexen verfolgt wurden, lag wohl an den finanziellen Mitteln des Ehemannes. Aber selbst berühmte Gestalten, siehe Jean dÁrc, wurden als Hexen verfolgt und verbrannt. Die peinliche Befragung brachte ihr übriges. Aber es soll auch Frauen gegeben haben, die stolz darauf gewesen sind, eine Hexe zu sein. Aber diese waren wohl sicher mehr ein Fall für den Psychater als für den Scheiterhaufen.
Ich glaube, die Herrausgabe des Hexenhammers, machte es den Menschen des Mittelalters noch leichter jemanden als Hexe zu denunzieren. Oder galt diese Werk nur den Inquisitoren als Leitfaden ?
Schade das dies nicht mein Fachgebiet ist. Aber interessant ist dieses Thema allemal. Ich werd mich mal intensiver damit beschäftigen.
LG Tashunka
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21.04.2011, 10:49
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#24 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von Tashunka Aber selbst berühmte Gestalten, siehe Jean dÁrc, wurden als Hexen verfolgt und verbrannt. | Wurde sie allerdings nur von den Engländern, da sie ihnen zu gefährlich war. Zitat:
Zitat von Tashunka Die peinliche Befragung brachte ihr übriges. | Stimmt. Außerdem frischte man so die Erinnerungen der Personen auf. Zitat:
Zitat von Tashunka Ich glaube, die Herrausgabe des Hexenhammers, machte es den Menschen des Mittelalters noch leichter jemanden als Hexe zu denunzieren. Oder galt diese Werk nur den Inquisitoren als Leitfaden ?
LG Tashunka | Ich schätze, dass es nur ein Leitfaden der Inquisition war. Die meisten Menschen waren im Mittelatler Analphabeten und hätten mit dem Buch nichts anfangen können.
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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21.04.2011, 15:03
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#25 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Zitat: |
Ich schätze, dass es nur ein Leitfaden der Inquisition war. Die meisten Menschen waren im Mittelatler Analphabeten und hätten mit dem Buch nichts anfangen können.
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Danke Fabian. Das habe ich nicht bedacht.
LG Tashunka
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22.04.2011, 19:24
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#26 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Hallo Rohana
Ich habe eine interessante Website gefunden. Vieleicht hast du ja Lust zu stöbern. Die Hexenverfolgungen in Europa
LG Tashunka
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23.04.2011, 23:22
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#27 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.265
| Lieber Tashunka,
vielen Dank für die Info. Ich beschäftige mich zur Zeit aber gar nicht so sehr mit der Hexenverfolgung, sondern mit den Grundzügen des Patriarchats... Die hexenverfolgung hat in einem Buch von rund 200 Seiten gerade Mal 3 Seiten eingenommen...
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Wilhelm Busch |
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24.04.2011, 11:15
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#28 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Zitat:
Zitat von Rohana Lieber Tashunka,
vielen Dank für die Info. Ich beschäftige mich zur Zeit aber gar nicht so sehr mit der Hexenverfolgung, sondern mit den Grundzügen des Patriarchats... Die hexenverfolgung hat in einem Buch von rund 200 Seiten gerade Mal 3 Seiten eingenommen... | Hallo Rohana
Lass mich an deinem Wissen teil haben. Welches Buch meinst du ?
LG Tashunka
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24.04.2011, 14:04
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#29 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.265
| Kein historisches Buch, muss ich anmerken. Es ist ein psychologisches Buch, hochgradig feministisch, aber von einem Mann geschrieben. Es heißt "Männer lassen lieben" und der Autor ist der verstorbene Psychologe Wilfried Wieck.
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Wilhelm Busch |
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04.01.2012, 18:19
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#30 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 08.12.2011 Ort: el culo del mundo
Beiträge: 7
| Eigentlich fällt die Hexenverfolgung ehr in die Renaissance. Aber zu dem Thema hab ich schon einen Text geschrieben, falls er jemanden hilft: Lady Tudor: Hexenverfolgung |
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