Heinrich IV. zieht 1077 über die Alpen nach Italien, um sich vom päpstlichen Bann zu lösen. Der Papst verschanzt sich derweil in Canossa, der mächtigen Felsenburg Mathilde von Tusziens, da er einen Angriff des Königs erwartet. Doch dieser kommt als Büßer zum Papst und demütigt sich in nie dagewesen Ausmaßes vor ihm. Daraufhin nimmt Gregor VII. ihn wieder in den Kreis der Kirche auf und löst ihm vom Bann. Heinrichs Gang nach Canossa wird immer wieder als wirklich kluger Schachzug bezeichnet, da er so seine ganze politische Handlungsfreiheit wiedererlangt hat, seine Salierdynastie bewahrt hat und eine drohende Koalition zwischen Fürsten und Papst verhindern konnte.
Doch was wäre gewesen, wenn Heinrich IV. 1077 nicht nach Canossa gegangen wäre? Welches Szenario ist plausibler:
1. Heinrich IV. weigert sich, die päpstliche Bannung anzuerkennen, er ist König von Gottesgnadentum, der Papst aber nur gewählt, nicht von Gott auserkoren, deshalb kommt es für ihn nicht in Frage sich dem Papst zu unterwerfen.
2. Seine Schwiegermutter Adelheid von Turin lässt ihn nicht über Burgund und den Alpenpass des Mont Cenis nach Italien gehen (Adelheid von Turin hat es ihm erst nach großzügigen Schenkungen erlaubt).
Was wäre eure Idee zum Szenario - Heinrich IV.: Kein Gang nach Canossa?
Und was glaubt ihr wäre schließlich ohne Canossa geschehen????
Hoffe, dass viele mir schreiben! Ganz liebe Grüße Susi

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