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Tags: waldschaeden, waldsterben, waldzustand

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Alt 08.02.2012, 18:08   #51 (permalink)
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Ursachen der neuartigen Waldschäden

Es wurde nun schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die neuartigen Waldschäden nicht monokausal betrachtet werden dürfen. Vielmehr muss eine ganze Reihe von Ursachen und Hintergründen und ihre Auswirkungen in Kombination miteinander berücksichtigt werden.

Schon zu Beginn der Erforschung der Waldschäden Mitte des 19.Jahrhunderts wurde das Hauptaugenmerk auf die Luftschadstoffe gelegt. Aufgrund ihrer offensichtlichen Herkunft aus den Hüttenwerken wurden sie „Hüttenrauch“ oder „Rauchgase“ genannt. Ebenfalls schon im 19.Jahrhundert wurde versucht, den materiellen Schaden zu beziffern und in Katastern und Karten darzustellen. Hans Wislicenius und E.Schröter erarbeiteten für Sachsen am Anfang des 20.Jahrhunderts eine Karte, aus der ersichtlich wird, dass schon damals 2,6% der sächsischen Wälder „merklich geschädigt“ waren (http://www.fh - koblenz/koblenz/remstec.../Waldmedien/9609seminarGSF/ swaldwie.html, S.1.).
Doch erst „in den Fünfziger Jahren nahmen mit der nach dem 2.Weltkrieg in Gang kommen-den wirtschaftlichen Entwicklung auf der (...) Basis von schwefelhaltigen Braun- und Stein-kohlen in Ostdeutschland, Nordböhmen und Südpolen die Immissionsschäden im Erzgebirge und darüber hinaus in den in östlicher Richtung folgenden Gebirgszügen stark zu.“ (http://www.fh - koblenz/koblenz/remstec.../Waldmedien/9609seminarGSF/ swaldwie.html, S.1.) Wie Prof.Wienhaus vom Institut für Pflanzenchemie und Holzchemie der TU Dresden in Tharandt weiter berichtet, wurde Ende der Achtziger Jahre im sogenannnten „Schwarzen Dreieck“ Südsachsen – Nordböhmen – Südschlesien ein Mehrfaches an SO2 und Staub emittiert als dies in den alten Bundesländern der Fall war.
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Alt 08.02.2012, 18:12   #52 (permalink)
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Die Gebiete Südsachsens sind hinsichtlich der Immissionsverringerung unter den ostdeutschen Ländern in einer besonders schwierigen Lage, da der Eintrag aus Tschechien und Polen nach wie vor hoch ist. Dazu kommt, dass dieser Eintrag häufig in Verbindung mit der Auflösung von Inversionswetterlagen zustande kommt: Im Egergraben reichern sich die Schadstoffe an und strömen mit den aufsteigenden Luftmassen über den Kamm der Grenzgebirge – hauptsächliche Einfallstore sind hierbei Sättel und Kerblagen – nach Südsachsen. Bei südlichen Luftströmungen wurden hier Maximalwerte der SO2 – Immissionskonzentration von 500g/m3 festgestellt.
Daher haben die seit 1990 deutlichen Verringerungen v.a. der SO2 – Emissionen in Südsachsen kaum Auswirkungen. In den anderen neuen Bundesländern konnten hatten dagegen die Bemühungen, den SO2-Ausstoss v.a. der Kraftwerke zu verringern, Erfolg. V.a. durch den gestiegenen Verkehr sind dafür jedoch die Werte für Ozon und seine Vorläufersubstanzen erheblich angestiegen. Auch der Nährstoffeintrag ist angestiegen bzw. verharrt auf hohem Niveau und trägt so zu den „neuartigen Waldschäden“ bei.
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Alt 08.02.2012, 18:16   #53 (permalink)
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Die Luftschadstoffe

Die enorm gestiegenen Emissionen von Luftschadstoffen – von denen SO2 und Stickoxide die wichtigsten und zugleich häufigsten sind – haben massgeblich dazu beigetragen, die Umweltdiskussion anzukurbeln. Durch ihre Verfrachtung sind ihre Auswirkungen auch noch weit entfernt von ihrem Entstehungsort zu spüren. Es sind dies:
- Versauerung der Böden und Gewässer
- Erschöpfung des Puffervermögens der Böden
- Direkte Schädigung der Pflanzen durch Deposition und Aufnahme
- Indirekte Schädigung der Pflanzen aufgrund der Störung der Boden- und Gewässerchemie

Dabei wirken die einzelnen Schadstoffe jedoch höchst unterschiedlich:
So sind “toxische Wirkungen infolge erhöhter Schwefel- und Stickstoffgehalte in pflanzlichen Nahrungs- und Futtermitteln (...) bisher nicht nachgewiesen (...). Beide Elemente bewirken (allerdings) in höheren Konzentrationen in Form von SO2 und NOx sowie als Säuren Schäden an Pflanzen und können außerdem – vor allem auf Waldstandorten – eine starke Versauerung und Degradierung der Böden bewirken.” (Scheffer/Schachtschabel S.327). Auch die topographische Lage relativ zum Emittenten, die geländemorphologische Situation (Luv-/Leelage), die klimatisch-meteorologischen Verhältnisse (Niederschläge, Nebel), die Lage und Aufbau des Waldbestandes sowie die bodenkundliche Situation beeinflussen die Auswirkung von Schadstoffimmisionen (Evers in: HATZFELD, Hermann Graf (Hg.): Schadstoffbelastung des Waldes – forstliche Konsequen-zen. Forstwissenschaftliche Forschungen H.38 / 1983. Hamburg/Berlin 1983. S.58/59.).

Als wichtigster Einflussfaktor, v.a. bei der Bodenversauerung, wird dabei das SO2 angesehen.
Bei gestiegenen Durchschnittswerten in Deutschland von 6 bis 21g pro m3 Luft (natürlicher Wert: 3g pro m3) sind die regionalen Unterschiede, die durch Messstationen belegt sind, deutlich ausgeprägt. Dabei korrelieren offensichtlich die Höhe der durchschnittlichen SO2-Konzentration und noch mehr der Spitzen-konzentrationen in der Luft und das Ausmass der Waldschäden. So zeigten Messungen im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien, dass die Schwefel-gehalte der Fichtennadeln für sich allein betrachtet bereits die Belastungsgrenze der Bäume überschreitet. (PHILIPP, Eckhard: Naturwissenschaftlicher Unterricht heute: Neuartige Waldschäden. Ursa-chen, Erkennung, Gegenmassnahmen. Hannover 1993. S.15.)
Bei einer Kartierung von “Critical Loads” (kritische Belastungsraten bei Depositionen) und “Critical Levels” (kritische Konzentrationen bei Luftschadstoffen) für Deutschland durch eine Sonderarbeitsgruppe der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (ECE) wurden die Nassdeposition von SOx (SO2 + Sulfat), NOy (oxidierte Stickstoffverbindungen: NO, NO2, Nitrat), NHx (reduzierte Stickstoffverbindungen: NH3, NH4+) und basisch wirkenden Kationen (Ca, Mg, K) sowie die Trockendeposition in den Jahren 1989 und 1993 erfasst und in hochauflösende Gesamtdepositionskarten umgesetzt (http://www.umweltbundesamt.de/jahres...t/00000029.htm. S.4ff.). „Erwartungsgemäss wurden sowohl 1989 als auch 1993 die höchsten Raten der Deposition von SOx in den südlichen neuen Ländern (...) festgestellt. Dabei waren die Raten 1993 wesentlich niediger als 1989, was vor allem durch den Rückgang der emittentennah besonders wirksamen trockenen Deposition bedingt ist. (...) Der Anteil des SOx an der Gesamtsäuredeposition ist in den meisten neuen Ländern auch 1993 noch weit grösser als 60%. (...) Die höchsten Raten der Deposition von Gesamtsäure, hier definiert als SOx + NOy + NHx, finden sich wie bei SOx in Sachsen. (...) Die Critical Loads für Säure (werden weiterhin) erheblich überschritten, und trotz einer starken Reduktion der Schwefel-Depositionen zwischen 1989 und 1993 sind weiterhin fast 90% der Waldgebiete durch eine zum Teil übermässige anthropogene Versauerung betroffen.” (http://www.umweltbundesamt.de/jahres...t/00000029.htm. S.5.)
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Alt 08.02.2012, 18:20   #54 (permalink)
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Eine weitere, auf eine gewisse Art typische Art von neuartigen Waldschäden stellt die sog. „Komplexe Hochlagenerkrankung“ dar. Sie wurde zuerst in den Hochlagen der Mittelgebirge beobachtet und resultiert aus einem Zusammenspiel von Ozonschäden mit einer Reaktion der Bäume auf eine Mg – Mangel- ernährung. Mohr beschreibt sie als „physiologisch sinnvolle, voll reversible Stressreaktion. Das nur begrenzt verfügbare Mg++ wird von der Pflanze so verteilt, dass für das Gesamtsystem eine möglichst günstige Photosyntheseleistung zustande kommt. Die jeweils jüngsten Nadeltriebe werden demgemäss bevorzugt. Sie bleiben in der Regel grün, während die älteren Nadeljahrgänge mehr oder minder vergilben.“ (MOHR, Hans: Waldschäden in Mitteleuropa – was steckt dahinter ? Opladen 1995. S.21.). Erst bei längerem Andauern der Symptome kommt es zu dauernder Schädigung der Bäume.
Vergilbungen sind aber nicht nur eine Folge der komplexen Hochlagenerkrankung, sondern können auch als Folge von direkten Schädigungen durch Sauren Regen (Chlorosen, Nekrosen) oder Beeinträchtigung der Photosyntheseaktivität durch Staubbedeckung sowie Ozoneinwirkung auftreten. (Philipp S.65.)

Eine weitere Hypothese ist die schon angesprochene Stickstoffhypothese.
Auch sie stellt eine Kombination verschiedener Faktoren dar; die Folgen der Stickstoffdeposition sind ähnlich weitreichend wie die der Bodenversauerung (http://www.umweltbundesamt.de/jahres...t/00000029.htm. S.10, vgl. PAPKE, H.E. / B.Krahl-Urban / K.Peters / Chr.Schimansky: Ealdschäden. Ursachenforschung in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Jülich 1987. S.124.):
- Eutrophierung terrestrischer und aquatischer Ökosysteme sowie unausgewogene Nährstoffbilanzen; im Waldschadensbericht für 1997 schreibt das Umweltbundesamt dazu: „Bei der Ursachendiskussion um die ‚Neuartigen Waldschäden‘ wird den überhöhten Stickstoffeinträgen eine massgebliche Rolle zugewiesen.“ (http://www.umweltbundesamt.de/jahres...t/00000029.htm. S.10)
- In Verbindung mit der Eutrophierung erhöhte Anfälligkeit der Bäume gegen Frost und Schädlinge (vgl. http://www.bml.de/wald_forst/Waldzus...icht/boden.htm S.6: „Übermässige Stickstoffzufuhr kann (...) zu einer Abnahme der Mykorrhiza führen.“)
- Versauerung terrestrischer und aquatischer Ökosysteme durch Nitrifikation und Nitrataus-spülung aus dem Boden
- Damit einhergehend eine Beeinträchtigung der Trink- und Grundwasserqualität sowie (v.a. durch Nitrat- und Ammoniumeintrag) eine Schädigung von Gewässerlebensgemein-schaften.
- Langfristige Klimaveränderungen, v.a. durch Emission des Treibhausgases N2O.
- Schädigung von Materialien und Bauwerken durch biogene Korrosion.
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Alt 08.02.2012, 18:21   #55 (permalink)
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Weiter geht´s dann mit den Gegenmaßnahmen, aber zuvor lass ich euch erst mal wieder Zeit zum Lesen - und zum Überlegen:
Wie sehen wohl die heutigen Waldschäden und ihre Ursachen aus?

VG
Christian
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Alt 08.02.2012, 18:34   #56 (permalink)
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Nafets sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreNafets sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
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Weiter geht´s dann mit den Gegenmaßnahmen, aber zuvor lass ich euch erst mal wieder Zeit zum Lesen - und zum Überlegen:
Wie sehen wohl die heutigen Waldschäden und ihre Ursachen aus?

VG
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Ist das nicht ein "eitler" Kerl, der Chris. Erst verlinkt der Gute bei "Mammut und Co..." auf den 3D. Jetzt macht er ihn selber wieder auf...
Immer wieder schön, die eignen Sachen zu lesen..., stimmts?
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Wir! gründen das
beste Forum für Geschichte.

Geändert von Nafets (08.02.2012 um 18:36 Uhr).
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Alt 09.02.2012, 16:41   #57 (permalink)
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Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Ist das nicht ein "eitler" Kerl, der Chris. Erst verlinkt der Gute bei "Mammut und Co..." auf den 3D. Jetzt macht er ihn selber wieder auf...
Die Verlinkung hat mich nur daran erinnert, dass ich den Wald-3d eigentlich schon längst mal weiter führen wollte. Und da die Texte ja schon fix und fertig geschrieben und recherchiert sind, steckt da auch kein so gewaltiger Zeitaufwand dahinter.
Außerdem kann ich so den Artikel, der seit Jahren auf der Festplatte vermodert, noch einmal "nutzen".

VG
Christian
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Alt 11.04.2012, 18:05   #58 (permalink)
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Luki ist ein wunderbarer AnblickLuki ist ein wunderbarer AnblickLuki ist ein wunderbarer AnblickLuki ist ein wunderbarer AnblickLuki ist ein wunderbarer AnblickLuki ist ein wunderbarer AnblickLuki ist ein wunderbarer Anblick
Zitat:
Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
Weiter geht´s dann mit den Gegenmaßnahmen, aber zuvor lass ich euch erst mal wieder Zeit zum Lesen - und zum Überlegen:
Wie sehen wohl die heutigen Waldschäden und ihre Ursachen aus?

VG
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Servus Christian .

Nachstehend ein interessanter Greenpeace Artikel .


greenpeace magazin: Einzelansicht[tt_news]=135731&cHash=2b19a1e4b0ca14bb1d3e0b4eef1cca05

Was hältst Du als Bayer davon daß der Bayerische Staataforst bewußt europäische Naturschutzgesetze verletzt und das in ausgewiesene Natura 2000 Schutzgebieten ?

G. v. Luki.

Tut mir leid , der Link funktioniert nicht .

Drumm Stelle ich den Text ins Forum :

Original Greenpeace Text

tagesthemen


10. April 2012, 10:59

Buchen statt Nadelbäume


Aus Protest gegen die illegale Bewirtschaftung der Wälder im bayerischen Spessart haben Greenpeace-Aktivisten in einem Natura 2000-Schutzgebiet bei Aschaffenburg Baumsetzlinge ausgetauscht. Seit den frühen Morgenstunden ersetzen sie etwa 1600 Nadelbaumsetzlinge der Baumart Douglasie durch junge Buchen. „Wir schauen nicht tatenlos zu, wie falsche Bewirtschaftung unsere schönsten Wälder zerstört“, sagt Martin Hofstetter, Sprecher von Greenpeace. „Der systematische Anbau von Douglasien in einem europäischen Buchenwald-Schutzgebiet ist völlig inakzeptabel.“ Der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) lässt in einem Natura 2000-Schutzgebiet die nordamerikanische Nadelbaumart pflanzen. Damit verstößt er gegen europäisches Naturschutzrecht. Die Ausweisung als Natura 2000-Schutzgebiet dient dem Erhalt und der Wiederherstellung gefährdeter Lebensräume und Arten in der Europäischen Union.

Die Nadelbaumart Douglasie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Europa eingeführt. In heimischen Buchenwäldern kommt sie natürlicherweise nicht vor. Für die Forstwirtschaft sind Nadelbäume sehr gewinnbringend, weil sie schnell wachsen. Der Vorstand der BaySF rechtfertigt den Anbau der Douglasien mit der notwendigen Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel. Dabei können naturbelassene Wälder mit ihrer Artenvielfalt und natürlichen Dynamik auf diese Veränderungen am besten reagieren.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist der Auffassung, dass Douglasien den Zustand alter Buchenwälder verschlechtern und schließt ihre Pflanzung in europäischen Schutzgebieten aus. Das BfN fordert sogar, dass bereits gepflanzte Douglasien wieder entfernt werden sollen. Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) unternimmt bisher nichts gegen die Bewirtschaftung mit den Nadelbäumen. „Durch unkontrollierte Ausbreitung können sich die Douglasien im Spessart vermehren und den heimischen Buchenwald gefährden“, sagt Hofstetter. „Wir fordern Bayerns Forstminister Brunner dazu auf, solch einen Waldfrevel im Staatsforst zu stoppen.“

Greenpeace-Aktivisten waren sechs Wochen lang mit einem Waldcamp im bayerischen Spessart aktiv. Sie haben fast 24.000 alte Buchen und Eichen systematisch erfasst. Aus den Daten erstellten sie Karten und Grafiken.

Eine Karte dokumentiert, wie besonders wertvolle Buchenwälder großflächig mit Douglasien unterpflanzt wurden.

Noch Anfang März hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Karlstadt die von Greenpeace aufgedeckten Fälle im Spessart als unbedeutend dargestellt. Bisher hat das Amt nicht nachgewiesen, wie es zu diesem Ergebnis kommt und Greenpeace keinen Prüfbericht vorgelegt.
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.

Geändert von Luki (11.04.2012 um 18:16 Uhr).
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Alt 11.04.2012, 18:35   #59 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Luki Beitrag anzeigen
Servus Christian Was hältst Du als Bayer davon daß der Bayerische Staataforst bewußt europäische Naturschutzgesetze verletzt und das in ausgewiesene Natura 2000 Schutzgebieten ?
G. v. Luki.
Da halt nicht nur als Bayer nix davon. Außerdem wundert´s mich, dass die vom BaySF so dämlich sind und so offensichtlich rechtswidrige Sachen machen.
Entweder gibt´s da irgendwo ein Schlupfloch, oder die sind tatsächlich so dreist.

VG
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Alt 11.04.2012, 18:55   #60 (permalink)
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Ich kenne die Bedenken mit den Douglasien.
Fichten, die bisher als schneller Holzlieferant dienten, sind an den Klimawandel extrem schlecht angepaßt. Sie kommen weder mit den großen temperaturunterschieden noch mit den Stürmen hier besonders gut zurecht. Von daher hat sich die Holzwirtschaft auf die Douglasie als Ersatz geeinigt.
Das Holzgeschäft ist mittlerweile zu einem enorm guten Geschäft auch für die Land- udn Forstwirtschaftsministerien geworden. Die Holznachfrage ist enorm groß, da ist es wohl klar, daß klamme Kassen damit aufgefüllt werden sollen, daß man mehr Holz veräußert.
Vielleicht muss man auch gewisse Lieferverträge erfüllen.
Mich wundert das nicht.
Gott sei Dank hat Greenpeace da aufgepaßt. ICh glaube, ich muss nachher wieder einmal ein paar Euro spenden...
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Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.

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