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Alt 05.12.2011, 06:00   #1 (permalink)
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Februarkämpfe 1934

Zitat:
Zitat von dieter Beitrag anzeigen
Lieber Titus,
meiner Ansicht nach schon. Ich bin lieber für die "Kleinen Leute", die auch alles ausbaden müssen, was die Politik so anstellt, dann kann ich die Schwarzgelben nicht wählen.
In Hessen war es früher so, dass die kath. Gebiete bei Landtagswahlen die CDU gewählt haben und die ev. Gebiete die SPD.

Lieber Dieter,

Das sehe ich anders. Wenn du wiederholt implizit meinst, einer der schwarz wählt, sei tief gesunken, ist das ziemlich respektlos gegenüber einem politisch Anderdenkenden.
Das hat auch weder damit zu tun, wo die Perteihochburgen liegen, noch damit, ob jemand "tief gesunken" ist oder nicht.
Das ist eine Frage der politischen Einstellung. Die Union ist weder eine extremistische noch eine verfassungsfeindliche Partei.
Ohne Parteienpluralismus keine funtionierende Demokratie.

In Österreich hatten wir in den 30ern einen Bürgerkrieg zwischen Roten und Schwarzen....
__________________
MfG,
Titus Feuerfuchs
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Alt 05.12.2011, 10:18   #2 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs Beitrag anzeigen
Lieber Dieter,
Das sehe ich anders. Wenn du wiederholt implizit meinst, einer der schwarz wählt, sei tief gesunken, ist das ziemlich respektlos gegenüber einem politisch Anderdenkenden.
Das hat auch weder damit zu tun, wo die Perteihochburgen liegen, noch damit, ob jemand "tief gesunken" ist oder nicht.
Das ist eine Frage der politischen Einstellung. Die Union ist weder eine extremistische noch eine verfassungsfeindliche Partei.
Ohne Parteienpluralismus keine funtionierende Demokratie.
In Österreich hatten wir in den 30ern einen Bürgerkrieg zwischen Roten und Schwarzen....
Lieber Titus,
vielleicht ist es respektlos. Ich gehe auch davon aus, dass die Schwarzen auch auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, das ist es dann auch.
Du siehst doch die Politik von Angie, das ist eine Politik der Beliebigkeit, die bisher nichts erreicht hat. Die Aktienkurse und der Euro gehen in den Keller. Ich habe es bei den Landtagswahlen in Hessen erlebt, wo sich ein kath. Pfarrer am Wahlmorgen im hr im Gottesdienst dafür ausgesprochen hatte, doch christlich zu wählen. Konnte es in der Schule bei unseren schwarzangehauchten Lehrern auch erleben, die es unter ihrer Würde erachten die Kinder von kleinen Angestellten oder Arbeitern zu unterrichten und es bedauerten, dass es in Hessen dank der Schulpolitik der SPD Lehrmittel und Lernmittelfreiheit gab und kein Schulgeld erhoben wurde. Wenn es nach deren Vorstellungen gegangen wäre, dann wäre ich Schlosser, Schreiner oder Schmied geworden. (Vorsicht,Ironie)
Zum Bürgerkrieg zwischen Schwarz und Rot wird es in Deutschland nicht kommen, auch in Österreich sind dafür die Zeiten vorbei, da bei Euch Gott sei Dank die Sozialdemokraten regieren.
__________________
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Geändert von dieter (05.12.2011 um 14:21 Uhr).
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Alt 05.12.2011, 10:48   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von dieter Beitrag anzeigen
. Ich habe es bei den Landtagswahlen in Hessen erlebt, wo sich ein kath. Pfarrer am Wahlmorgen im hr im Gottesdienst dafür ausgesprochen hatte, doch christlich zu wählen.
Wann war das?
Ich kenne zwei Aussagen von vertrauenswürdigen Personen für die 50er aus ländlichen Ecken Oberschwaben, dass kath. Geistliche sich im Gottesdienst dahingehend geäußert hätten,
einmal "wählt christlich" einmal "Macht Euer Kreuzlein ins oberste Fach". An oberster Stelle auf dem Wahlzettel ist, aus welchen Gründen auch immer, seit "ältesten" Zeiten die CDU.

In späteren Zeiten, auch in diesen Gegenden hätte der Pfarrer da mitsamt seiner Hauserin gleich die Umzugskartons packen können.
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Alt 05.12.2011, 11:08   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Titus_Feuerfuchs Beitrag anzeigen


In Österreich hatten wir in den 30ern einen Bürgerkrieg zwischen Roten und Schwarzen....

Sie kennen ja noch nicht einmal die Geschichte Ihres eigenen Landes und wollen hier Ratschläge zu unserer deutschen Geschichte erteilen, mannomann

1.) es waren keine Roten, sondern Sozialdemokraten
2.) es waren auch keine Schwarzen sondern sog. Heimwehr ein Sammelsorium nationalstischer Kreise.
3.) es war nicht das, was üblicherweise unter Bürgerkrieg verstanden wird sondern nur punktuelle, keinesfalls im ganzen Land und auch nur Tage dauernde Kämpfe.

Dass es aber in Ihrem Land einen Nazi-Putschversuch gab, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit, und das waren.... ? na ? genau: Braune, bemänteld als "Austrofaschisten" bezeichnet, das hört sich natürlich nicht so böse an wie Nazis

Frei nach wikipedia interpretiert, war das, was SIE titus als Kampf rot gegen schwarz hier weissmachen wollen der erste Kampf gegen die österreichischen Nazis, was der demokratischen, politischen Kultur der Sozialdemokraten in Österreich hohen Respekt zollt.

Geändert von krasnaja (05.12.2011 um 15:22 Uhr).
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Alt 05.12.2011, 14:19   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Suebe Beitrag anzeigen
Wann war das?
Ich kenne zwei Aussagen von vertrauenswürdigen Personen für die 50er aus ländlichen Ecken Oberschwaben, dass kath. Geistliche sich im Gottesdienst dahingehend geäußert hätten,
einmal "wählt christlich" einmal "Macht Euer Kreuzlein ins oberste Fach". An oberster Stelle auf dem Wahlzettel ist, aus welchen Gründen auch immer, seit "ältesten" Zeiten die CDU.
In späteren Zeiten, auch in diesen Gegenden hätte der Pfarrer da mitsamt seiner Hauserin gleich die Umzugskartons packen können.
Lieber Schwabe,
das war in den 60er Jahren, hatte aber nur in den kath. Gegenden wie Fulda, Limburg, Rheingau und Bergstraße Auswirkungen.
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Alt 05.12.2011, 17:05   #6 (permalink)
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Servus Krasnaja .

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
........

1.) es waren keine Roten, sondern Sozialdemokraten
2.) es waren auch keine Schwarzen sondern sog. Heimwehr ein Sammelsorium nationalstischer Kreise.
Natürlich war die Heimwehr dabei . Der national-konservativen Regierung ( dem Ständestaat ) anhängend . Zum Teil auch noch Kaisertreu und später , abschnittsweise , in Kärnten und der Steiermark mit fliegenden Fahnen in die NSDAP eintretend .
Aber federführend waren an der Niederschlagung das Militär ( z. Teil mit Kanonen ) und die Polizei mit Panzerwägen beteiligt .

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
3.) es war nicht das, was üblicherweise unter Bürgerkrieg verstanden wird sondern nur punktuelle, keinesfalls im ganzen Land und auch nur Tage dauernde Kämpfe.
Aus Wikipedia :

Der Widerstand gegen die Entwaffnung in Linz sprach sich sehr schnell herum: Der Aufstand griff auf größere Teile des Landes über. Vor allem in Wien und anderen Industriestädten (Steyr, St. Pölten, Weiz, Eggenberg bei Graz, Kapfenberg, Bruck an der Mur (auch Obersteiermark), Ebensee, Wörgl) wurde einige Tage lang heftig gekämpft. Zentren des Aufstands in Wien waren Arbeiterheime und Gemeindebauten (Karl-Marx-Hof, Goethehof, Sandleitenhof, Reumannhof und Schlingerhof). Die Regierung setzte das Bundesheer ein, das auch Kanonen verwendete; bekannt ist ein Foto, auf dem in Wien vom rechten Donauufer aus mit Kanonen auf den Goethehof in Kaisermühlen am linken Donauufer geschossen wird, während Dollfuß zuschaut.

Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Dass es aber in Ihrem Land einen Nazi-Putschversuch gab, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit, und das waren.... ? na ? genau: Braune, bemänteld als "Austrofaschisten" bezeichnet, das hört sich natürlich nicht so böse an wie Nazis

Frei nach wikipedia interpretiert, war das, was SIE titus als Kampf rot gegen schwarz hier weissmachen wollen der erste Kampf gegen die österreichischen Nazis, was der demokratischen, politischen Kultur der Sozialdemokraten in Österreich hohen Respekt zollt.
Die Naziputschisten waren Illegale , Mitglieder der NSDAP .

Unter Austrofaschismus bezeichnet man die
politische Form des österreichischen Ständestaat .


Aus Wikipedia :

Austrofaschismus ist eine Bezeichnung für das ab 1933 in Österreich etablierte autoritäre, an ständestaatlichen und faschistischen Ideen orientierte Herrschaftssystem, das sich stark an die Diktatur Benito Mussolinis in Italien anlehnte. Entwickelt und getragen wurde der Austrofaschismus von Engelbert Dollfuß bzw. nach dessen Ermordung 1934 maßgeblich von Kurt Schuschnigg und der Vaterländischen Front, einer Sammelbewegung und Einheitspartei, zu der sich die Christlichsoziale Partei, die Heimwehr und der Landbund zusammengeschlossen hatten. Am 12. März 1938, mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, wurde der Austrofaschismus durch die Herrschaft der Nationalsozialisten abgelöst.

G. v. Luki.
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Alt 05.12.2011, 18:10   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Luki Beitrag anzeigen
Servus Krasnaja .


G. v. Luki.

hier ging es um die freche behauptung, dass es in österreich einen bürgerkrieg zwischen schwarz und rot stattgefunden haben soll.
ihr landsmann bedarf historischer nachhilfe, nehmen sie sich doch gelegentlich seiner an.
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Alt 05.12.2011, 18:50   #8 (permalink)
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Bürgerkrieg

Zitat:
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hier ging es um die freche behauptung, dass es in österreich einen bürgerkrieg zwischen schwarz und rot stattgefunden haben soll.
ihr landsmann bedarf historischer nachhilfe, nehmen sie sich doch gelegentlich seiner an.
Servus Krasnaja .

Es war , zwar nur mit dreitägigen Kampfhandlungen , ein Bürgerkrieg .
Mein Vater war als 20. jähriger aktiv dabei .
In den Städten und ländlichen Arbeiterzentren wurde es so empfunden .
Mit zerschossenen Häusern und standrechtlichen Erschießungen .

In sowieso schon schweren Zeiten ( Arbeitslosigkeit ) standen Er und viele Andere , anschließend auf schwarzen Listen , was ihnen die Arbeitsplatzsuche sehr erschwerte .
Sie waren im austrofaschistischen Ständestaat politisch unkorrekt .
Dasselbe setzte sich nach dem Anschluß 1938. nahtlos fort .

Das änderte sich erst als dem tausendjährigen Reich die Soldaten verloren gingen ( gefallen , verstümmelt ) .

Dann konnte es aber , wie bei meinem Vater , zu einem unlogischem , kafkaesken Ergebnis führen .

G. v. Luki.

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Alt 05.12.2011, 18:54   #9 (permalink)
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Zitat:
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hier ging es um die freche behauptung, dass es in österreich einen bürgerkrieg zwischen schwarz und rot stattgefunden haben soll.
Was aber auch stimmt. Auf de reinen Seite standen die SDAP und der Republikanische Schutzbund (die Roten) udn auf der anderen Seite der Österreichische Ständetsaat und die Heimwehr (die Schwarzen).
Österreichischer Bürgerkrieg ? Wikipedia
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Alt 05.12.2011, 19:19   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Fabian Beitrag anzeigen
Was aber auch stimmt. Auf de reinen Seite standen die SDAP und der Republikanische Schutzbund (die Roten) udn auf der anderen Seite der Österreichische Ständetsaat und die Heimwehr (die Schwarzen).
Österreichischer Bürgerkrieg ? Wikipedia
gut gebrüllt löwe, und der versuch, einen kameradschaftlichen freund rauszuhauen , aber: wo sind da die roten ?
ist es nicht der tenor speziell ihrer sicht, dass rote immer nur kommunisten sind oder fängt rot - aus damaliger sicht - bei ihnen nun schon bei der sozialdemokratie an ?

die andere seite waren die braunen. waren sie es nicht, der mir vor einigen tagen einen vortrag über zitat und interpretation gehalten hat ?
rot und schwarz ist für die fraglichen abläufe ihre interpretation

dass heute z.b bei uns die spd als rot bezeichnet wird, hat den grund des fehlens einer kommunistischen partei, die es in ö damals gab.

3 tage bürgerkrieg ? na ja in österreich wird alles immer ein klein wenig übertrieben,man war damals ja sogar der meinung, die besseren deutschen zu sein.

Geändert von krasnaja (05.12.2011 um 19:27 Uhr).
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