Das aktuelle Heft (am Kiosk)


Mehr G-Geschichte.de
Aktuelle Ausstellungen Austellungen im internet
Hier gelangen Sie in die Shop-Übersicht


Abonnement | Studentenabo
Einzelhefte | Sonderhefte | G/Wissen


Warenkorb anzeigen
Archiv-Tipp
Untitled Von Pearl Harbor nach Hiroshima - Der 2. Weltkrieg in Asien
Von Pearl Harbor nach Hiroshima - Der 2. Weltkrieg in Asien

[Mehr Infos zu dieser Ausgabe]

Sie haben ein Problem entdeckt oder Fragen? Hier klicken...
Newsletter abonnieren
Umfrage
TagCloud
Herzlich willkommen im Historiker-Forum von www.g-geschichte.de
Noch nicht registriert? Jetzt anmelden...


Tags: iran usa israel

Thema geschlossen
Alt 22.01.2012, 18:39   #1 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Secretarius
 
Benutzerbild von trace-cgn
 
Registriert seit: 07.09.2011
Ort: Köln
Beiträge: 133
trace-cgn wird schon bald berühmt werden
Historische Analogien für 2012

Servus!
Die iranische Atomkrise mit 1914 vergleichen - da fehlen die gegnerischen Bündnissysteme, die einen Dominoeffekt Richtung Weltkrieg bewirken könnten.
Iran steht ziemlich allein da. Wenn das Land nicht eine Atomrakete starten kann, die irgendwo einschlägt, wo der Einschlag dann weltweite politische Folgen hätte, wäre das auf alle Fälle ein lokaler, maximal regionaler Konflikt, mit weltweiten Auswirkungen allenfalls dann, wenn die Ölförderung nicht nur im Bereich des Persischen Golfs beeinträchtigt oder ganz unterbunden werden würde.

VG
Christian

Geändert von 913Chris (22.01.2012 um 19:44 Uhr).
trace-cgn ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Alt 23.01.2012, 13:33   #2 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Haushofmeister
 
Benutzerbild von Conzaliss
 
Registriert seit: 02.10.2008
Ort: mittendrin
Beiträge: 487
Conzaliss wird schon bald berühmt werden
Ich sehe es ähnlich.

Die Beschlüsse der EU, den Iran zu "bestrafen", halte ich für falsch.

Aber bis zum 1. Juli kann sich ja noch Einiges tun...
__________________
"Es gibt nichts Gutes am Krieg, von seinem Ende ein Mal abgesehen!"

Abraham Lincoln
Conzaliss ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Alt 23.01.2012, 14:06   #3 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Großkanzler
 
Benutzerbild von Nafets
 
Registriert seit: 15.10.2011
Ort: Thüringen
Beiträge: 1.625
Nafets sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreNafets sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Kurze Zwischenfrage zum besseren Verständnis.

Hat den Thread und den ersten Beitrag eigentlich @trace-cgn oder @913Chris (Christian) erstellt und geschrieben?
Habe ich da was verpasst? Möglicherweise eine Themenabkopplung oder andere moderierende Eingriffe?
__________________
Wir! gründen das
beste Forum für Geschichte.
Nafets ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Alt 23.01.2012, 14:16   #4 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Secretarius
 
Benutzerbild von trace-cgn
 
Registriert seit: 07.09.2011
Ort: Köln
Beiträge: 133
trace-cgn wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von trace-cgn Beitrag anzeigen
Servus!
Die iranische Atomkrise mit 1914 vergleichen - da fehlen die gegnerischen Bündnissysteme, die einen Dominoeffekt Richtung Weltkrieg bewirken könnten.
Iran steht ziemlich allein da. Wenn das Land nicht eine Atomrakete starten kann, die irgendwo einschlägt, wo der Einschlag dann weltweite politische Folgen hätte, wäre das auf alle Fälle ein lokaler, maximal regionaler Konflikt, mit weltweiten Auswirkungen allenfalls dann, wenn die Ölförderung nicht nur im Bereich des Persischen Golfs beeinträchtigt oder ganz unterbunden werden würde.

VG
Christian

Das habe ich natürlich nicht geschrieben, sondern Chris hat den ursprünglichen Beitrag der u.a. zwei Analogien zu dem Thema enthielt leider gelöscht, wofür er sich dann in einer PN auch entschuldigt hat. Ich habe aber jetzt keine Zeit den Beitrag zu rekonstruieren, dafür war er zu lang. Leider traf die oben stehende Antwort von Chris auch nicht ganz den Punkt, weil ich die Analogie natürlich nicht auf die Situation als ganzes bezogen haben, sondern es mehr um einen möglichen Eskalationsautomatismus ging, den ich mit dem der Julikrise verglichen haben. Vielleicht entwickel ich den Gedanken später mal neu...
trace-cgn ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Alt 23.01.2012, 14:42   #5 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Großkanzler
 
Benutzerbild von Nafets
 
Registriert seit: 15.10.2011
Ort: Thüringen
Beiträge: 1.625
Nafets sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreNafets sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Zitat:
Zitat von trace-cgn Beitrag anzeigen
Das habe ich natürlich nicht geschrieben, sondern Chris hat den ursprünglichen Beitrag der u.a. zwei Analogien zu dem Thema enthielt leider gelöscht, wofür er sich dann in einer PN auch entschuldigt hat. Ich habe aber jetzt keine Zeit den Beitrag zu rekonstruieren, dafür war er zu lang. Leider traf die oben stehende Antwort von Chris auch nicht ganz den Punkt, weil ich die Analogie natürlich nicht auf die Situation als ganzes bezogen haben, sondern es mehr um einen möglichen Eskalationsautomatismus ging, den ich mit dem der Julikrise verglichen haben. Vielleicht entwickel ich den Gedanken später mal neu...
Danke für die schnelle Antwort.
Sowas sollte Chris aber nicht allzu oft passieren. Moderierende Eingriffe, ja, ok. Nachvollziehbar. Aber das da oben sah und sieht ein wenig seltsam aus.
Hattest du denn in deinem Eingangspost was "Schlimmes" drinnen stehen gehabt?
__________________
Wir! gründen das
beste Forum für Geschichte.
Nafets ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Alt 25.01.2012, 14:00   #6 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Secretarius
 
Benutzerbild von trace-cgn
 
Registriert seit: 07.09.2011
Ort: Köln
Beiträge: 133
trace-cgn wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Danke für die schnelle Antwort.
Sowas sollte Chris aber nicht allzu oft passieren. Moderierende Eingriffe, ja, ok. Nachvollziehbar. Aber das da oben sah und sieht ein wenig seltsam aus.
Hattest du denn in deinem Eingangspost was "Schlimmes" drinnen stehen gehabt?
Nein, es war nichts "Schlimmes", wie gesagt, es war von seiner Seite ein Versehen, also keine Absicht.
trace-cgn ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Alt 25.01.2012, 16:18   #7 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Secretarius
 
Benutzerbild von trace-cgn
 
Registriert seit: 07.09.2011
Ort: Köln
Beiträge: 133
trace-cgn wird schon bald berühmt werden
Mein ursprünglicher Beitrag vom 22.01.2012

Ich habe für den Streit um das iranische Atomprogramm zwei historische Analogien gezogen: Die erste ist nicht sonderlich originell und wurde so ähnlich auch schon von Angela Merkel vertreten, auf die zweite hat dann Chris geantwortet.

1.) Gerne wird die Situation mit der Lage des Deutschen Reiches um 1938 verglichen. Beiden Fällen ist gemein, dass ein renitentes Regime durch Aufrüstung danach strebt, eine militärische Vorrangstellung in der jeweiligen Region zu erreichen. Vor dem Hintergrund ist auch die eigentümliche Allianz zwischen Saudi-Arabien und Israel in dieser Frage zu verstehen.

Kritisch sehe ich dagegen in diesem Zusammenhang eine Holocaust-Analogie. Zwar gibt es einige Äußerungen des iranischen Präsidenten die aufhorchen lassen, etwa wenn er von der "Auslöschung" Israles spricht. Allerdings scheint er sich hier in erster Linie auf das System Israel zu beziehen. Eine Analogie in der Weise, dass man aus diesen Worten eine dem Holocaust vergleichbare Gefahr für die Juden als solche herausliest, dürfte überspannt sein.

2.) Der Nahe Osten wird gerne als Pulverfass bezeichnet, weshalb sich auch eine Analogie mit der Situation in Europa vor dem Ersten Weltkrieg anbietet.
Ich nehme jetzt auch die Gelegenheit wahr, auf die Antwort von Chris einzugehen. Gerne wird - vor allem von Politikern gesagt - dies und jenes könne man nicht vergleichen. Das ist natürlich falsch. Man kann alles vergleichen, sofern man die Unterschiede auch richtig herausstellt. Es versteht sich von selber, dass (bei aller wirtschaftlicher Bedeutung) diese Region nicht die Stellung von Europa um die Jahrhundertwende hat, wo fünf Weltmächte miteinander konkurierten.

==========

@ Chris zum Bündnissystem:

1914 standen Deutschland und Österreich ziemlich alleine da, das Wort "Bündnissystem" passt wohl besser für die Zeit nach dem Wiener Kongress und für Bismarck. Gerade das Gefühl der "Isolierung" hat im Sommer 1914 eine Rolle gespielt, insoweit ist ein Vergleich mit der Situation des Iran gar nicht so abwegig, denn nicht wenige in Teheran sehen ihr Land mit dem Rücken zur Wand und das Atomprogramm als Hebel die internationale Isolierung durch eine Demonstration der Stärke zu durchbrechen.

Im Übrigen bestand Deutschlands Hauptproblem 1914 und früher nicht so sehr im Bündnis mit Österreich, sondern in seiner "bedingten Hegemonie". Alleine war das Reich im Vergleich mit Rußland und den Westmächten jeweils stärker, nur gegen alle zusammen unterlag man. Das Prinzip der "bedingten Hegemonie" könnte man für die Rolle des Iran in der Region bereits jetzt (auch ohne Atombombe) anwenden. Allerdings sind auch hier die Unterschiede zu beachten:

- Deutschland kommt (bis heute) in Europa wegen seiner Mittellage eine strategische) Sonderrolle zu, die Iran so nicht hat.
- Die USA sind bereits jetzt extrem stark in der Region engagiert und können (und tun es schon) ihr Gewicht zum Nachteil Irans einbringen, so dass Iran seine Stärke im Verhältnis zu seinen Nachbarn nicht ausspielen kann. Mit Ausnahme des Irak, was der amerikanischen Politik der letzten 10 Jahre zu denken geben sollte...(an der Stelle sollte man vielleicht auch mal darüber nachdenken welche Rolle ein Staat wie Saudi-Arabien - der bereits das Einführen einer Bibel bestraft - in Zukunft spielen wird, Iran ist in dieser Frage deutlich liberaler).
- Israel dürfte bereits Atommacht sein, ein einseitiger Vorteil den es so vor dem Ersten Weltkrieg nicht gegeben hat.

==========

Meine eigentliche Prämisse in der Analogie mit 1914 war aber der Eskalationsautomatismus, so wie er sich in der Julikrise gezeigt hat.

Die USA haben durch ihre Drohung, eine Blockade der Straße von Hormus militärisch zu durchbrechen eine Rote Linie gezogen, die Überraschend auch von China unterstützt wurde. Auch wenn sicher heute kein Politiker - erst recht nicht in Washington - die Julikrise vor Augen haben dürfte, wird hier sehr früh eine deutliche Sprache gesprochen. Im Sommer 1914 gab es ja in Berlin (und Wien) Zweifel darüber, wie weit der Westen gehen würde um serbisch-russische Interessen zu wahren, bzw. wieviel ihm die Entente Triple Wert sei. Sehr viel, vielleicht zu viel, wie wir heute wissen. Erst ganz am Ende des Monats Juli 1914 haben die Forgein-Office-Diplomaten gegeüber dem Deutschen Botschafter Klartext gesprochen, spät, wie die Geschichte gezeigt hat zu spät. Der Fehler wird heute so zumindest nicht mehr gemacht. Der "zarte" Hinweis aus China, eine Sperrung der Straße von Hormus nicht zu dulden hat schon gereicht, dass man in Teheran Kleinlaut wurde.

Dennoch ist eine Analogie mit Juli/Auguste 1914 nicht ausgereizt. Gerade das Beharren auf die jeweilige Position könnte einen vergleichbaren Eskalationsmechanismus nach sich ziehen. Die EU verschärfen aus Furcht vor einem israelischen Angriff ihre Sanktionen. Teheran fühlt sich in die Enge gedrängt und reagiert mit Trotz. Am Ende könnten die USA im Sommer diesen Jahren eine Luftoperation durchführen. Obama könnte sich damit im Wahlkampf außenpolitisch profilieren. Bis die Folgen eines solchen Handelns spürbar werden sind die Wahlen in den USA vorbei und das dürfte das einzige sein, was den Friedensnobelpreisträger im Weißen Haus in diesem Jahr vor allem interessieren dürfte.

Geändert von trace-cgn (25.01.2012 um 16:42 Uhr).
trace-cgn ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiHinzufügen zu: Mr. WongHinzufügen zu: StumbleUponHinzufügen zu: GoogleHinzufügen zu: YahooHinzufügen zu: AskJeeves!Hinzufügen zu: Yigg
Thema geschlossen


Themen-Optionen



Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wahlen Allgemein 2012 WDPG Aktuelles aus Politik und Wirtschaft 151 15.05.2012 21:20
US-Präsidentenwahl 2012 trace-cgn Aktuelles aus Politik und Wirtschaft 93 19.04.2012 16:03
Historische Europakarten Talley Allgemein 9 19.06.2011 10:27
Historische Computerspiele Tarrok Allgemein 6 08.10.2010 20:06
Historische Filme Jeanny1990 Neuzeit/Zeitgeschichte 16 11.01.2009 20:42





Geschichte-Forum | Kontakt | Impressum | Stellenangebote | Links | Feedback | Medienlisten | Mediadaten | Geschenkidee