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Mit welchem Geschichtswerk setzt in der frühen Neuzeit die 'Wissenschaftlichkeit der Geschichtswissenschaft' ein?
http://www.andrea-dittert.de/pdfs/a-...ssenschaft.pdf
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Mit welchem Geschichtswerk setzt in der frühen Neuzeit die 'Wissenschaftlichkeit der Geschichtswissenschaft' ein?
http://www.andrea-dittert.de/pdfs/a-...ssenschaft.pdf
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Mit Jahnn Salomo Semler, der 1771 die "Abhandlung von freier Untersuchung des Kanons" veröffentlichte. Darin plädierte er für die historisch-kritische Methode, also für das, was wir heute Textkritik nennen, den Umgang mit Texten (wozu später allgemein die Quellen traten) als Folge historischer Ereignisse.
Deine Quelle - die schriftliche Ausarbeitung eines Studentenreferats, leider ohne Angabe, ob Pro- oder Hauptseminar, und auch ohne Angabe, wie der Prof das Referat bewertete - hat sicher recht, dass im 19.Jh. die eigentlichen Ursprünge der modernen Geschichtsschreibung liegen - nichts anderes kann gemeint sein mit "wissenschaftlicher Geschichtswissenschaft" - aber Semler legte im Zeitalter der Aufklärung die Grundlagen dafür.
VG
Christian
Sooo umfänglich??? Das sieht dann eher nach Hauptseminar aus, wobei ich mich grad frage, was das für ein wesentlicher Unterschied in der Sache ist.die schriftliche Ausarbeitung eines Studentenreferats
Meine Güte mir ist der Name der Schule ausgefallen, welche Geschichtswissenschaft derartig erstmals benhandelt.
Würdet ihr Tacitus nicht als einigermaßen wissenschaftlich arbeitenden Historiker ansehen?
Tacitus ? Wikipedia
Nene, war ein Ort, ich schau mal in meine alte Folien.
Historismus ist eine Meta- bzw. Großtheorie der Geschichtswissenschaften, laut. Prof. Neutatz.
Ich meine nach nochmaligen Anschauen der EVL Geschichtswissenschaft die "Göttiger Schule" die erstmals mit August L. von Schölzer und Johann Christoph Gatterer systematisch quellenkritisch gearbeitet hat. 1752 aber schon eine Publikation "Allgemeine Geschichtswissenschaften" herausgeben und zwar von einem Herrn Johann Martin Chladenius, der somit eigentlich die Verwissenschaftlichung der Geschichte einleitet.
Jedoch nennt Neutatz Leopold von Ranke und und Gustav Droysen m. u. als erste systematische Geschichtswissenschaftler, die quellenkritisch arbeiten. Ranke begründet sogar die wissenschaftliche Seminare an den Universäten, um Studenten an der Forschung zu beteiligen (jaja, Ranke brauchte Leute)
Neutatz muss Ranke besonders gern haben, denn in seinen Folien taucht er auch auf als Objektivitätsstifter in der Geschichtswissenschaft.
Randnotiz: Erschreckend wie ich gelerntes schnell wieder vergessen kann. Die EVL würde ich heute so spontan nicht mehr bestehen....![]()
Geändert von WernerS (20.05.2012 um 17:20 Uhr) Grund: Rechtschreibung!
Die beiden würde ich auch ganz vorne hinstellen, aber ihre quellenkritische Methode ist eben nicht allein auf ihrem Mist gewachsen.
Tacitus schreibt zu tendenziös, um als moderner Historiker durchgehen zu können, und er hat seine Quellen auch nicht immer wirklich hinterfragt. Da wäre Plinius schon eher zu nennen, aber auch er arbeitet nicht wirklich textkritisch.
VG
Christian
Plutarch sah sich selber als Biograph, er wollte den Charakter der beschriebenen schildern, so wertete er seine Quellen anachron aus. Ich bin aber sicher, er schrieb letztlich nur überliefertes zusammen, was er so gehört haat, oder irgendwo steht, muss sich aber mehrmals überschneiden, sonst hat er es nicht berücksichtigt.
Servus!
Ich möchte noch einen Sidekick einbringen. Wissenschaftliche Geschichtswissenschaft - zählt ihr da auch die Geschichtsphilosophen dazu?
Dann müsste man ähnlich früh ansetzen wie Semler, eher noch früher.
Rousseau mit seiner Theorie vom ständigen Bergab der menschlichen Kultur (1750: "Discours sur les Sciences et les Arts"; Inhalt: "Edler-Wilder" -> moderner, vom Staat versklavter Egoist) oder aber Isaak Iselin (1764: "Philosophische Muthmassungen über die Geschichte der Menschheit"; Inhalt: ständige Verbesserung der Menschheit, die auch aus ihren Fehlern lernen kann und dadurch eben insgesamt sich immer weiter entwickelt).
VG
Christian
Herodot?
Hat doch schon wissenschaftlich gearbeitet.
Mit Quellenangaben zB
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