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Tags: amerikanische geschichte

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Alt 19.02.2010, 13:13   #1 (permalink)
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Sezzesionskriege

Ich möchte hier über ein Thema diskutieren, dass mich schon sehr lange interessiert. Der Sezzesionskireg. Er ist der erste moderne Krieg in der Geschichte der Menschheit.

Was mich jedoch sehr interessiert sind die Gründe. Es heißt immer "wegen Sklaverei", aber meiner Meinung nach war dies nur ein Grund um diesen Krieg anzufangen.

Es ging hauptsächlich um die Baumwolle, welche im Süden reichlich vorhanden war. Die Südstaaten, sahen keinen Grund wieso sie Washington noch einen Anteil vom verdienten Geld geben sollten. Da sie alleine auch auskommen konnten. Also machten sie sich Unabhängig(näturlich fürs erste).

Bitte um andere oder gleiche Meinungen
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Alt 19.02.2010, 14:24   #2 (permalink)
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Sapiens Bavarius wird schon bald berühmt werden
Ich denke die Hauptrollen im Sezessionskrieg spielten die verlorene Wirtschaftskraft durch die Abspaltung der Südstaaten aber es sollte auch zeigen das Washington keinerlei Separatismus duldet. Den Konförderierten ging es meiner Meinung nach wirklich nur um die Sklavenhaltung, da viele dort nicht einsehen wollten das selbst bei einem gewonnen Bürgerkrieg ein bis zwei Jahrzehnte die Sklaverei zusammengebrochen wäre. Den so ein System lässt sich in einem Land mit 40% Sklaven nicht erhalten. Als einen wichtigen Krieg erachte ich ihn da er einen wichtigen Schritt für die Menschenrechte in der neuen Welt, und eine festigung der Macht der USA in Nordamerika bedeutete.(Man male sich einmal aus wie die Welt aussehen würden wenn Nordamerika heute zwischen Mexio, den USA und den Südstaaten geteilt wäre.)

So, das war eigentlich alles was ich zu diesem Krieg beitragen kann.
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Alt 19.02.2010, 14:38   #3 (permalink)
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Die Südstaaten fühlten sich schon lange in der Defensive gegenüber den Nordstaaten und verloren ihnen gegenüber zunehmend an Einfluss in Washington. Daher wurde auch bei der Errichtung jedes neuen Bundesstaates heftig gestritten, ob in ihm die Sklaverei zulässig sein sollte oder nicht, ob er also ein Nord- oder ein Südstaat werden würde. Außerdem gab es zunehmend zentralistische Tendenzen in den USA. Bis dahin hatte die Zentralgewalt noch viel weniger Macht als heute, die USA waren eher ein Staatenbund als ein Bundesstaat. Die Nordstaaten wollten die Zentralgewalt stärken, die Südstaaten nicht. Schließlich sahen die Südstaaten ihre einzige Chance, ihre Lebensweise und ihre Freiheit dauerhaft erhalten zu können, in einer Abspaltung.
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Alt 19.02.2010, 17:57   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
Die Südstaaten fühlten sich schon lange in der Defensive gegenüber den Nordstaaten und verloren ihnen gegenüber zunehmend an Einfluss in Washington.
Die Südstaaten hatten aber seit jeher eine Mehrheit sowohl im Kongress als auch im Supreme Court gehabt und die Verfassung garantierte ihnen das Recht auf Sklaverei zu! Problematisch und mithin auch ein Grund für die Abtrennung war, dass die Nordstaaten zunehmend versuchten dieses "verfassungsmäßige" Recht der Südstaatler durch einfache Gesetzgebung zu untergraben, bspw. indem sie die Rückführung von entflohenen Sklaven verhinderten.

Die Südstaatler wollten sich dies natürlich nicht bieten lassen und da es ja auch noch andere Streitpunkte (wie angedeutet Zentralgewalt, Zugehörigkeit der Staaten und ob dort die Sklaverei erlaubt sein sollte etc.) gab und man sich nicht einigen konnte, sondern die Differenzen weiter zunahmen, beschlossen einige Südstaaten, allen voran die "Carolinas", den Austritt zu wagen. Es folgten dann auch noch weitere Staaten wie Virginia etc.

Die Nordstaaten wollten diese Abtrennung nicht akzeptieren, da die Verfassung eben keinen Ausstieg von Einzelstaaten zuließ und, wenn auch sehr föderalistisch ausgelegt, sie eine Nation darstellen sollte.
Sicherlich wird auch die Baumwolle eine Rolle gespielt haben, weil es das Hauptexportgut war, aber der Norden war nicht unbedingt darauf angewiesen.
Die Sklaverei wurde dann im Verlauf des Krieges immer bedeutender, insbesondere weil die Republikaner ein Thema brauchten, unter dem sie die verschiedenen Ansichten innerhalb der Nordstaaten vereinigen konnten und eben auch weil die Einsicht kam, dass es keinen Sinn machen würde, die Union wiederherzustellen, nur um die Sklaverei wiederherzustellen und dann wieder von vorne mit den Streitereien zu beginnen. Diesem Zustand musste durch Abschaffung derselben Einhalt geboten werden. Zudem waren die Sklaven ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft des Südens, die es zu brechen galt. Erstaunlich finde ich bis heute, dass Lincoln zunächst zwar gegen die Ausweitung der Sklaverei war, aber nicht gegen ihre Abschaffung.

Und auch erstaunlich,finde ich,war, wenn auch häufig in der Geschichte vorkommend, dass der Norden sich erst durch diesen Krieg richtig entwickelt hat und die USA zu der wirtschaftlich starken Nation machte, die es ist.
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"When news of the surrender first reached our lines our men commenced firing a salute of a hundred guns in honor of the victory. I at once sent word, however, to have it stopped. The Confederates were now our prisoners, and we did not want to exult over their downfall."

Geändert von GeneralGrant (19.02.2010 um 18:10 Uhr).
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Alt 19.02.2010, 18:28   #5 (permalink)
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Paul sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphärePaul sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die Abschaffung der Sklaverei war ein wichtiger Schritt der Modernisierung der Gesellschaft und setzte neue Kräfte frei. Jetzt konnten auch die Schwarzen zu Unternehmern werden.
Ob der Krieg selbst die Modernisierung förderte bezweifle ich etwas. Es wird doch viel Kapital in Zerstörung investiert und viele Menschen fehlen anschließend, die beim Aufbau des Landes hätten helfen können.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Lahntal
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Alt 19.02.2010, 21:11   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Paul Beitrag anzeigen
Die Abschaffung der Sklaverei war ein wichtiger Schritt der Modernisierung der Gesellschaft und setzte neue Kräfte frei. Jetzt konnten auch die Schwarzen zu Unternehmern werden.
Für die allermeisten war das aber illusorisch. Die Schwarzen waren zwar frei, wurden aber massiv diskriminiert. Die meisten lebten in Armut.
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Alt 19.02.2010, 23:29   #7 (permalink)
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Ob der Krieg selbst die Modernisierung förderte bezweifle ich etwas. Es wird doch viel Kapital in Zerstörung investiert und viele Menschen fehlen anschließend, die beim Aufbau des Landes hätten helfen können.
Das Land wurde aber erst im Laufe des Krieges wirklich intensiv durch ein Eisenbahnnetz erschlossen, um größere Truppenverbände schneller zu transportieren. Dieses Netz konnte dann in Friedenszeiten für den Warentransport genutzt werden, der die Handelskapazitäten im In- und Ausland verstärkte.

Es entstanden wesentlich mehr Industriestandorte und die Landwirtschaft musste ebenfalls angekurbelt werden, um die Truppen zu versorgen und die fehlenden Männer in der Landwirtschaft zu ersetzen.

Sicherlich kostete der Krieg viel Geld und Menschenleben, nichtsdestotrotz führte er zu einem enormen Wachstum, der sich nicht nur auf die kriegerische Industrie beschränkte.
Die Opferzahl von ca. 1 Millionen Menschen, davon etwa 600 000 Soldaten ist, auch wenn es zynisch klingen mag, relativ "gering", sodass es auch nicht zu riesigen Probleme mit dem Aufbau kam. Wobei Aufbau das falsche Wort ist, denn der Hauptteil des Krieges fand im Süden statt, wo sowieso kaum Industrie vorhanden war und somit auch nicht viel zerstört werden konnte.
Hingegen wurden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse teilweise zerstört oder später im Verlauf des Krieges aquieriert, was natürlich zu Lebensmittelengpässen führte und den Süden und dessen Bevölkerung nicht gerade erfreute.
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