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02.01.2011, 10:23
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Anschlag auf christliche Kopten Gestern fand in Alexandia ein Anschlag auf eine christliche Kirche der Kopten statt, wobei 21 Menschen getötet und viele verletzt wurden. Die ägyptische Regierung behauptet, dass Al Kaida hinter diesem Anschlag steckt, die es auf alle Christen im Orient abgesehen habe.
Der Kath. Papst hat in seinem Gottesdienst am gestrigen Tage darauf hingewiesen, dass die Christen auf der Welt, die am meisten verfolgte Religionsgruppe ist. Ausnahmsweise muß ich ihm hier zustimmen.
Die Kopten eine christliche Minderheit von 10% in Ägypten haben sich im Anschluß an den Anschlag Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert, da sie sich nicht nur von den Muslimen sondern auch von der ägyptischen Regierung unterdrückt fühlen. Alle westlichen Politiker haben diesen Anschlag verurteilt.
Gebe Gott, dass diese Religionsgruppe nie in Deutschland oder Europa etwas zu sagen bekommt. 
__________________
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu. Rettet das Forum |
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02.01.2011, 10:43
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Zitat:
Zitat von dieter Gebe Gott, dass diese Religionsgruppe nie in Deutschland oder Europa etwas zu sagen bekommt.  | Wer jetzt? Die Kopten? Der Papst?
Ansonsten wird die meistverfolgte Religionsgruppe immer noch die jüdische sein.
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02.01.2011, 12:41
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Deutschland
Beiträge: 5.830
| Zitat:
Zitat von dieter Die ägyptische Regierung behauptet, dass Al Kaida hinter diesem Anschlag steckt, die es auf alle Christen im Orient abgesehen habe. | Mubarak hat ein hartes Vorgehen angekündigt, muss er auch, da er keinen islamistischen Terror in Ägypten gebrauchen kann. Zitat:
Zitat von dieter Die Kopten eine christliche Minderheit von 10% in Ägypten haben sich im Anschluß an den Anschlag Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert, da sie sich nicht nur von den Muslimen sondern auch von der ägyptischen Regierung unterdrückt fühlen. | In erster Linie fühlen sie sich nicht beschützt, soweit ich weiß. Benachteiligt wohl auch.
__________________ Nette Begegnungen und viele Grüße "Vergessen scheint, dass die europäische Integration uns sechzig Jahre lang Frieden beschert hat; dass der europäische Wirtschaftsraum zu einem der wohlhabendsten und größten der Welt herangewachsen ist; dass hier so viel Menschen in Freiheit leben können wie noch nie zuvor."
~ K. Polke-Majewski |
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02.01.2011, 13:47
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Zitat:
Zitat von Triton Wer jetzt? Die Kopten? Der Papst?
Ansonsten wird die meistverfolgte Religionsgruppe immer noch die jüdische sein. | Ich würd' sagen, die meistverfolgte Religionsgruppe weltweit sind die Muslime.
Religiös (oder pseudoreligiös) motivierter Terror richtet sich in erster Linie gegen Abweichler oder "Häretiker" aus den eigenen Linien,
politischer (in Wirklichkeit der weitaus grössere Anteil) sowieso.
Ob in Baghdad, Mosul oder Teheran;
die weitaus grösste Opferzahl sind Muslime.
Und allein dadurch, dass ein Moslem in einem "muslimischen" Staat wohnt, kann er noch lange nicht seine Meinung frei äussern; er ist also potentiell gefährdet.
LG |
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02.01.2011, 13:58
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Deutschland
Beiträge: 5.830
| Fazit: "Am flaschen Ort, die "falsche" Religion(sausrichtung) ist immer schlecht."
Quer durch die Bank.
Finde übrigens interessant, dass jetzt mit Gewalt und Wut reagiert wird. Das zeigt dann irgendwie doch auch, dass die Sache der Kopten nicht verloren ist, wie etwa die der Christen im Irak. Ich meine damit auf besondere Weise zeigt die Präsenz auf den Straßen, dass die Kopten gewisse Bedeutung in Ägypten haben.
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~ K. Polke-Majewski |
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02.01.2011, 14:23
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.265
| Zitat:
Zitat von RedScorpion Ich würd' sagen, die meistverfolgte Religionsgruppe weltweit sind die Muslime.
Religiös (oder pseudoreligiös) motivierter Terror richtet sich in erster Linie gegen Abweichler oder "Häretiker" aus den eigenen Linien,
politischer (in Wirklichkeit der weitaus grössere Anteil) sowieso.
Ob in Baghdad, Mosul oder Teheran;
die weitaus grösste Opferzahl sind Muslime.
Und allein dadurch, dass ein Moslem in einem "muslimischen" Staat wohnt, kann er noch lange nicht seine Meinung frei äussern; er ist also potentiell gefährdet.
LG | So habe ich da ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht- aber du hast recht. Interessanter Blickwinkel.
Danke dafür.
__________________ Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.
Wilhelm Busch |
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02.01.2011, 20:11
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 12.12.2009 Ort: Wien
Beiträge: 2.654
| Zitat:
Zitat von Diviciacus Fazit: "Am flaschen Ort, die "falsche" Religion(sausrichtung) ist immer schlecht."
Quer durch die Bank.
Finde übrigens interessant, dass jetzt mit Gewalt und Wut reagiert wird. Das zeigt dann irgendwie doch auch, dass die Sache der Kopten nicht verloren ist, wie etwa die der Christen im Irak. Ich meine damit auf besondere Weise zeigt die Präsenz auf den Straßen, dass die Kopten gewisse Bedeutung in Ägypten haben. |
In Ägypten gibt es auch Lichtblicke. Heute sind dort Muslime mit Kreuz und Koran in der Hand auf die Straße gegangen um für Solidarität und Einigkeit und gegen Gewalt zu demonstrieren.
Bedauerlicherweise wurde diese Demo beald von der Polizei gewaltsam aufgelöst, was kein besonders gutes Licht auf den Staat wirft.
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MfG,
Titus Feuerfuchs
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03.01.2011, 13:34
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Zitat:
Zitat von Triton Wer jetzt? Die Kopten? Der Papst?
Ansonsten wird die meistverfolgte Religionsgruppe immer noch die jüdische sein. | Lieber Triton,
natürlich, das weißt Du auch genau, die Muslime. 
Da die christliche Religionsgruppe viel zahlreicher als die jüdische ist, sind es vorallem die Christen in Afrika (Nigeria und Sudan) und in Asien (Irak, Indien, Pakistan, Afghanistan und Libanon). 
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03.01.2011, 13:41
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Deutschland
Beiträge: 5.830
| Zitat:
Zitat von darkdidi In Ägypten gibt es auch Lichtblicke. Heute sind dort Muslime mit Kreuz und Koran in der Hand auf die Straße gegangen um für Solidarität und Einigkeit und gegen Gewalt zu demonstrieren.
Bedauerlicherweise wurde diese Demo beald von der Polizei gewaltsam aufgelöst, was kein besonders gutes Licht auf den Staat wirft. | Kennst du die Gründe?
Nordafrika (oder westliches Staaten?) hat sich einigermaßen Stabilität und Aufschwung mit der Akzeptanz von Despoten und Alleinherrschern erkauft. Ist in Tunesien, Libyien etc. doch das selbe...
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~ K. Polke-Majewski |
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03.01.2011, 16:02
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Ihr Lieben,
es kam eben in den Nachrichten, das Bundeskriminalamt warnt die Kopten und ihren Bischof vor Anschlägen am 6./7. Januar in Frankfurt/M., Duisburg und anderen deutschen Städten. Der Gottesdienst in Ffm. findet unter Polizeischutz statt. 
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