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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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    Redewendungen aus der Bibel

    Wenige Autoren des deutschsprachigen Raumes haben so viele Redewendungen geprägt wie Martin Luther mit seiner Übersetzung vom Alten und Neuen Testament.
    Von daher meine Frage: Von welchen Redewendungen wisst ihr, dass sie von Luther und seiner Bibelübersetzung stammen?

    r.s.v.p.
    VG
    Der Maxdorfer

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Wir „tragen jemand auf Händen“ nach Psalm 91,11,
    wir hüten etwas „wie unseren Augapfel“ nach 5. Mose 32, 10;
    ein „Schandfleck“ (nach 5. Mose 32, 5) ist uns dagegen ein
    „Dorn im Auge“ (4. Mose 31, 55).
    Ein „Stein des Anstoßes“ (Jesaja 8, 14) ist es, wenn der Chef uns
    „das Leben sauer macht“ (2. Mose 1, 14) und wir
    im Schweiße unseres Angesichts (1. Mose 3, 16) schuften müssen.
    Dann sollte man nicht „sein Leid in sich hineinfressen“ (Psalm 39, 3), sondern die Sache „von Angesicht zu Angesicht“ (2. Mose 33, 11) klären. Man muß ja nicht gleich einen „Heidenlärm“ (Psalm 2, 1) machen,
    Himmel und Erde in Bewegung setzen (Haggai 2, 7)
    und dem anderen „das Maul stopfen“ (Psalm 107, 42).
    Bedenkt: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ (Hosea 8, 7).
    „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (2. Mose 21, 24) ist nicht immer die beste Lösung,
    und „wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ (Sprüche 26, 27).
    Also „Ehre wem Ehre gebührt“ (Römer 13, 7).
    Auch ein Betrieb kennt „fette und magere Jahre“ (1. Mose 41).
    Da muß man durch und beim Chef auch mal „die Zunge im Zaum halten“ (Jakobus 1, 26).
    Kommt einem aber die Firma wie ein „Moloch“ (1. Könige 11, 17) vor,
    in dem die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut (Matthäus 6, 3),
    und viele statt zu arbeiten den „Schlaf der Gerechten“ (Psalm 127, 2) schlafen, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich zu sagen:
    „Wir haben hier keine bleibende Statt“ (Hebräer 13, 14).
    Wenn Sie dann auf der Suche nach einer neuen Arbeit „im Dunkeln tappen“ (5. Mose 28, 29) und „von Pontius zu Pilatus geschickt werden (Lukas 23, 6–12), denken Sie daran:
    „Wer suchet, der findet“ (Matthäus 7, 7), und
    „die ersten werden die letzten sein“ (Matthäus 19, 30).
    „Alles hat seine Zeit“ (Prediger 3, 1). Und wenn ihr jetzt meint:
    „das ist mir zu hoch“, dann finden Sie das wiederum in Hiob 42, 3.

    VG
    Christian

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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    Danke für diese Aufstellung, das ist ja jede Menge!

  4. #4
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    Ich habe auch noch drei gefunden:
    "Mit gleicher Elle Messen" (3. Buch Mose 19,35)
    "Perlen vor die Säue werfen" (Matthäus 7,6)
    und dann noch "Sein Licht unter den Scheffel stellen".
    In der Bergpredigt heißt es:
    Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

  5. #5
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    Ihr Lieben,
    ich kenne auch noch eine Redewendung von Jesus: "Feurige Kohlen auf das Haupt sammeln."

  6. #6
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    "Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch schwach" Matthäus 26, 41

  7. #7
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    Zitat Zitat von 913Chris Beitrag anzeigen
    Wir „tragen jemand auf Händen“ nach Psalm 91,11,
    wir hüten etwas „wie unseren Augapfel“ nach 5. Mose 32, 10;
    ein „Schandfleck“ (nach 5. Mose 32, 5) ist uns dagegen ein
    „Dorn im Auge“ (4. Mose 31, 55).
    Ein „Stein des Anstoßes“ (Jesaja 8, 14) ist es, wenn der Chef uns
    „das Leben sauer macht“ (2. Mose 1, 14) und wir
    im Schweiße unseres Angesichts (1. Mose 3, 16) schuften müssen.
    Dann sollte man nicht „sein Leid in sich hineinfressen“ (Psalm 39, 3), sondern die Sache „von Angesicht zu Angesicht“ (2. Mose 33, 11) klären. Man muß ja nicht gleich einen „Heidenlärm“ (Psalm 2, 1) machen,
    Himmel und Erde in Bewegung setzen (Haggai 2, 7)
    und dem anderen „das Maul stopfen“ (Psalm 107, 42).
    Bedenkt: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ (Hosea 8, 7).
    „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (2. Mose 21, 24) ist nicht immer die beste Lösung,
    und „wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ (Sprüche 26, 27).
    Also „Ehre wem Ehre gebührt“ (Römer 13, 7).
    Auch ein Betrieb kennt „fette und magere Jahre“ (1. Mose 41).
    Da muß man durch und beim Chef auch mal „die Zunge im Zaum halten“ (Jakobus 1, 26).
    Kommt einem aber die Firma wie ein „Moloch“ (1. Könige 11, 17) vor,
    in dem die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut (Matthäus 6, 3),
    und viele statt zu arbeiten den „Schlaf der Gerechten“ (Psalm 127, 2) schlafen, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich zu sagen:
    „Wir haben hier keine bleibende Statt“ (Hebräer 13, 14).
    Wenn Sie dann auf der Suche nach einer neuen Arbeit „im Dunkeln tappen“ (5. Mose 28, 29) und „von Pontius zu Pilatus geschickt werden (Lukas 23, 6–12), denken Sie daran:
    „Wer suchet, der findet“ (Matthäus 7, 7), und
    „die ersten werden die letzten sein“ (Matthäus 19, 30).
    „Alles hat seine Zeit“ (Prediger 3, 1). Und wenn ihr jetzt meint:
    „das ist mir zu hoch“, dann finden Sie das wiederum in Hiob 42, 3.

    VG
    Christian

    Servus Christian .

    Prima .
    Erlaube mir bitte eine Frage ?
    Hast Du nebenbei noch Theologie studiert ?
    Oder gründen sich Deine Bibelkenntnisse auf der
    urwüchsigen , bodenständigen , bayerischen , katholischen Volksreligiosität ?

    G. v. Luki.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Luki Beitrag anzeigen

    Hast Du nebenbei noch Theologie studiert ?
    Oder gründen sich Deine Bibelkenntnisse auf der
    urwüchsigen , bodenständigen , bayerischen , katholischen Volksreligiosität ?
    Chris hat schon genug studiert. Das wollen wir ihm sicher nicht auch noch zumuten.
    Solche Bibelsprüche gibt es im Netz wie Sand am Meer...

    Biblische Redensarten :: Die-Bibel.de


    http://www.leonitas.ch/sermon_texte/...chw%F6rter.pdf


    Redewendungen


    Bibelsprüche

  9. #9
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    Zitat Zitat von Luki Beitrag anzeigen

    Servus Christian .

    Prima .
    Erlaube mir bitte eine Frage ?
    Hast Du nebenbei noch Theologie studiert ?
    Oder gründen sich Deine Bibelkenntnisse auf der
    urwüchsigen , bodenständigen , bayerischen , katholischen Volksreligiosität ?

    G. v. Luki.
    Ne du, Nafets hat schon recht, mir reicht mein bisheriges Studium der Geschichte, Germanistik und Geographie. Aber ich beschäftige mich privat - als katholischer Laie - recht eingehend mit der Bibel, insbesondere mit der historisch-kritischen Exegesemethode.
    Damit hat aber meine Zusammenstellung nichts zu tun. Ich hab da nämlich schlicht was Älteres ausgegraben, das ich - aus welchem Anlass weiß ich nicht mehr - mal zusammengestellt hab.
    Zu meiner Beschäftigung mit Luther kam ich übers Germanistikstudium - ein Proseminar namens "Luther und die Neuhochdeutsche Sprache" (oder so ähnlich, is lange her...)

    VG
    Christian

  10. #10
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    Danke für die interessanten (und vielfältigen, zahlreichen) Antworten!

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