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19.05.2011, 19:01
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#131 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| So gibt es im Hinduismus (ab 1500 v.Chr.) gleich mehrere Höllen, die einen Teil des unendlichen Zyklus der Seelenwanderung darstellen. Als Folge ihrer Handlungen werden die Sünder in der Hölle wieder geboren, wo sie so lange von Dämonen gepeinigt werden, bis ihre Sünden gesühnt sind und sie auf einer höheren Ebene wieder geboren werden.
Der Buddhismus übernahm in modifizierter Form die hinduistischen Vorstellungen von Wiedergeburt und Hölle. Nach der orthodoxen buddhistischen Kosmologie gehören zu den sechs „Bestimmungen” der sterblichen Existenz drei Bereiche, in denen diejenigen, die ein schlechtes Karma haben, wieder geboren werden: die „Bestimmung” der Hölle, die „Bestimmung” der hungrigen Geister und die „Bestimmung” der Krieg führenden Dämonen. Wie im Hinduismus, so dienen auch hier die Qualen, die die Sünder in den jeweiligen „Bestimmungen” erleiden, dazu, das Karma der Seelen zu reinigen und die Seele zu befreien, so dass sie auf höherer Ebene wieder geboren werden kann.
Im Islam wird die Hölle als Feuergrube gedacht, über die eine schmale Brücke in den Himmel führt. Alle Seelen der Toten müssen über diese Brücke gehen, und die Verdammten fallen in den Flammenabgrund hinunter, wenn sie nicht durch die Gnade Allahs erlöst werden.
Ins Judentum kam der Mythos Hölle durch außerbiblische Quellen, wie z.B. dem Buch Henoch.
Die unsäglich grausame Höllenlehre hat sich auch in der Folge als praktisches Mittel der Disziplinierung und Manipulation erwiesen, so die Reformation überlebt und findet sich gerade in den Glaubensbekenntnissen von "Frei"-kirchen. Viele haben sich so daran gewöhnt, dass man dieses Dogma, wie etwa die Spekulation der Trinität, als unerschütterliche Lehre der Bibel hält, die nicht in Frage gestellt werden darf. Vertreter der biblischen Allaussöhnung werden als Ketzer oder Irrlehrer beschimpft und oft sogar von diesen "christlichen" Gruppen vertrieben.
Im Gegensatz zu all diesen Religionen kennt die Bibel den Horror einer endlosen Höllenqual natürlich nicht und unterstreicht damit ihre einzigartige Sonderstellung. Das, was unter einer endlosen Strafanstalt namens "Hölle" verstanden wird, ist der Bibel völlig fremd und widerspricht krass dem biblischem Gottesbild. Jeder, der dieses Wort benutzt, muss wissen, dass er sich in der Tradition nichtbiblischer Mythen und Legenden bewegt.
Wird dieses bedrohliche, falsche Gottesbild dennoch verinnerlicht, kann dies auch die menschliche Psyche verformen oder eine Abwehrhaltung verursachen. Die Grundannahme, ob Gott eher mit Hoffnung und Liebe oder eher mit Strafe verbunden wird, schafft erhebliche Unterschiede. Psychiater stellen fest, dass die Betonung der Strafandrohung für sich oder für ungläubige Mitmenschen die Entstehung von Angst- und Zwangserkrankungen und Depressionen fördern kann.
Durch die gewaltsame Verpflanzung dieses Unwortes in frei auslegende Bibelübersetzungen ist dem Christentum also ein immenser Schaden entstanden, denn Gott wurde unglaubwürdig: Statt den Gott der Gnade und Liebe herauszustellen, wurde die Krampftheologie der ewigen Verdammnis entwickelt, mit einem kalten, unbarmherzigen Gott, der seine eigenen Geschöpfe unendlich lange quält.
__________________ Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters |
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19.05.2011, 19:03
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#132 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von Tashunka Hallo Fabian Vieleicht beantwortet mein Posting deine Fragen Mit "Hölle" wurden und werden bis heute das griechische Hades und Geenna übersetzt (u.a. bei Luther). Luther übersetzte Hades 5mal mit "Hölle“ (z.B. in Mat. 16:18), außerdem 2mal mit Toten, 2mal mit Totenwelt, 1mal mit "sein Reich". Geenna übersetzte Luther 8mal mit "Hölle“ (u.a. Mat. 5:22,29,30; 18:9; Mk 9:43, 45, usw.); und 4mal mit "höllisch". Diese willkürliche Art der Übersetzung ist 1540, als Luther sich an die verdienstvolle Pionierarbeit der Übersetzung machte, noch zu entschuldigen. Heute, nach vielfacher Überarbeitung, ist das nicht mehr nachvollziehbar. Der Hades des NT ist die Übersetzung von Sheol aus dem AT (Ap. 2:27, Ps. 16:10). In den Hades/Sheol kommen die Seelen aller Menschen nach dem Tod (Ps. 30:3; 49:15; 86:13; 89:48; Spr. 23:14; Joh. 5:28-29; Ap. 2:31). Die Seele ist entstanden durch die Verbindung von Geist und Körper (1. Mose 2:7) und ist folglich nicht mehr existent, wenn Geist und Körper nach dem Tod getrennt werden. Das wird auch durch die wörtlichen Übersetzungen von Hades und Sheol ausgedrückt: Hades bedeutet "Unwahrnehmbares" und Sheol "Fragliches". Es ist also fraglich, wo die Seele nach dem Tod ist, sie ist nicht mehr da, also nicht mehr wahrnehmbar, wenn das Blut nicht mehr im Körper zirkuliert (vergleichbar mit elektrischem Licht, nachdem der Stromfluss unterbrochen wurde). Der Todeszustand im Hades wird auch mit dem Schlaf verglichen (1. Thess. 4:14; 1. Kor. 11:30). Dieser Zustand wird für jeden ein Ende haben: "Jehova tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf" (1. Samuel 2:6). Im AT ist von Qualen im Sheol nie die Rede, im Hades des NT ebenfalls nicht, abgesehen von der Verwendung des Begriffs Hades in einem Gleichnis. Wird aber diese Rede Jesu vom reichen Mann und armen Lazarus (Luk. 16:19ff) angemessen, d.h. als Gleichnis, interpretiert, löst sich jeder Widerspruch auf (hier ausführlich erklärt). Geenna (Gehenna) ist dagegen lediglich eine Ortsbezeichnung für ein Tal südlich von Jerusalem (heutiger Name: "Wadi er-Rababi"). Gehenna ist die griechische Form des hebräischen Gehinnom und bedeutet "Tal Hinnom (Ge-Hinnom)". Auf historischen Karten von Jerusalem ist es eingezeichnet: | Danke für die Antwort. 
Dann existiert also die Hölle als Ort der Bestrafung under Qual nicht.
Nochmals vielen dank. 
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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19.05.2011, 19:04
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#133 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Zitat:
Zitat von Fabian Danke für die Antwort. 
Dann existiert also die Hölle als Ort der Bestrafung under Qual nicht.
Nochmals vielen dank.  | Immerwieder gerne mein junger Freund 
__________________ Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters |
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19.05.2011, 19:09
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#134 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 08.02.2011 Ort: Hameln
Beiträge: 627
| Bevor ich es vergesse. Meine vorrigen Postings stammen aus folgender Quelle Hlle und Ewigkeit sind Fehlbersetzungen
LG Tashunka
__________________ Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters |
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20.05.2011, 17:41
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#135 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von Tashunka | Danke für den Link.  
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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20.05.2011, 17:43
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#136 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Interessantes Thema, das muss mal erwähnt werden!
__________________ Wir gründen das beste Forum für Geschichte!!! |
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02.08.2011, 16:38
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#137 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Zitat:
Zitat von Tashunka | Ich hab nen schönen Witz über den Teufel und die Hölle.
Nach überaus freundlicher Begrüßung in der Hölle und nachdem der Teufel dem Neuankömmling sein Einzelzimmer mit Meerblick , den Badesee, das Angelparadies und das 4-Sterne-Restaurant sowie die abendliche Diskothek gezeigt hat, hört der Neue aus einer Ecke Gewimmer, eine Gruppe von Menschen, pechrabenschwarz steht wehklagend in einer Ecke und wird mit glühenden Zangen gekniffen.
Auf den fragenden Blick antwortet der Teufel, „das ist nur für die Christen, die wollen es so.... |
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09.01.2012, 10:22
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#138 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Großkanzler
Registriert seit: 20.06.2011 Ort: Unterm Dach , buchstäblich
Beiträge: 1.085
| Auf einer Bergwanderung stolpert der Wanderer, rutscht von der Klippe, kann sich gerade noch an einem Ast festhalten, unter ihm der tiefe Abgrund.
Die Kräfte lassen nach und in seiner Not fleht der Wanderer zu Gott: „Hilf mir, wenn Du mir jetzt hilfst, werde ich Dich preisen und alles tun was Du willst“
Und das Undenkbare geschieht, Gott antwortet: „Du bist mir vielleicht eine Marke, hast Du mich nicht immer verleugnet, immer gegen meine Gebote verstoßen, und nun soll ich Dich retten ?
„Ja“ sagt der Wanderer,“ wenn Du mich aber jetzt rettest, werde ich in Zukunft alles tun, was Du sagst“
„OK.“ sagte da Gott, „lass los“ |
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