| | |||||||||
| |
"Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint." Sagt jedenfalls Herr Tucholky. Während Mephisto "das Böse will und nur das Gute schafft", is es umgekehrt eben genauso.
Hallo!
Kann man sich vorstellen, dass der Sohn Gottes im Paradies gekreuzigt wurde?
Hallo WalterMicke,
Hmm... Ich ahne zwar, was Du mit Deinem Beitrag:
meinst, aber zu welchem Gedankenspiel Du uns mitWir vergöttern dann nicht nur den, dem Böses angetan wurde, sondern auch die, die das Böse getan haben.
einlädst ist mir völllig unklar.
Die Geschichte der Kreuzigung handelt vor den Toren Jerusalems. Wenn Du nicht darauf anspielst, dass das Paradies ein Zustand und kein Ort ist, bist Du eine Erklärung schuldig, finde ich. Selbst dann glaube ich nicht, dass sich Jesus in einem solchen befand, zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung.
Hallo!
Hier geht es um drei Positionen:
Das Opfer
Die Täter
Der Zuschauer, der vergöttert das Opfer und ignoriert die Täter!
Das ist, mit Verlauf gesagt, unlogischer Unfug!
Aber leider geschehen und zwar heute noch! Oder hat der Papst den Nazis gesagt, hört auf damit? Oder hat einer dem Bush gesagt, laß das sein?
Die Begriffe gut und böse werden durch den Glauben an einen gekreuzigten Gott ins Gegenteil verkehrt!
Servus!
Ja. Als das ganze Ausmass bekannt wurde. Und auch vorher hat Pius auf die Nazis eingewirkt (z.B. durch den späteren Papst Johannes XXIII.), leider nicht vehement genug. Vielleicht aus Rücksicht auf die deutschen Katholiken. Vielleicht auch, weil er Hitlers Tun und Planen unterschätzt hat. Aber damit war er nicht allein...
Ja. Wo warst du vor sechs, sieben Jahren?
Stimmt. Darin liegt eine der Faszinationen des Christentums: Eine brutale Hinrichtung wird zum Heilsmoment.
VG
Christian
Ein Auruf Pius XII zugunsten der Juden oder eine Zurechtweisung der Nazis hätte am Holocaust überhaupt nichts geändert.
Es gab den Hirtenbrief "Mit brennender Sorge", wo der Papst sehr wohl die deutschen Misstände anprangert.
Ich bin durchaus auch dafür, das Böse nicht nur dort anzusiedeln wo "agiert" wird, sondern auch da wo man nichts tut.
Es jedoch nur auf der nichthandelnden Seite zu vermuten ist i.m.A. falsch und unterminiert den vollen Umfang des Bösen.
Geändert von Savonarola (13.06.2008 um 19:00 Uhr)
Also wenn man nach Augustinus geht, ist das "Böse" eben tatsächlich eine Aktion. Wenn man nämlich vor zwei Alternativen zu handeln steht und mit Absicht die wählt, von der man überzeugt ist, dass sie unethisch ist.
Und genau das finde ich in der Diskussion um das "Böse" in der Geschichte für sehr schwierig. Die größten Völkermorde geschahen ja eben aus der Überzeugung etwas für die "Gute Sache" zu tun. Egal, ob das das Himmelreich auf Erden, Lebensraum für die - so genannte - arische Rasse oder die Weltrevolution war.
Mein Gott, wäre die Welt und ihr Unrecht doch nur so einfach einzuordnen.
Leider ist dies nicht so, wenn Du aber darauf bestehst hast Du ein schwarz/weiß Denken, welches dem Historiker normalerweise abgeht. Sorry
das ist Blasphemie, höchst wahrscheinlich bist Du fanatischer Atheist oder Schlimmers...
Geändert von lorginn (13.06.2008 um 21:33 Uhr)
| Geschichte-Forum | Kontakt | Impressum | AGB | Widerrufsbelehrung | Stellenangebote Links | Feedback | Medienlisten | Mediadaten |
Lesezeichen