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09.01.2009, 15:48
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Geplante Kreuzzüge Neben den Kreuzzügen die es gab, gab es auch immer wieder geplante Kreuzzugsunternehmungen die nie in die Tat umgesetzt wurden. Hier meine Fragen dazu:
-Welche Kreuzzugspläne, die nie in den Tat umgesetzt wurden fallen euch ein?
-Warum wurden diese nicht in die Tat umgesetzt?
-Wenn diese in die Tat umgesetzt worden wären, welche Folgen hätte das haben können?
Freue mich auf eure Antworten |
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09.01.2009, 15:55
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
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09.01.2009, 18:46
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 03.01.2009 Ort: Ostfalen
Beiträge: 421
| Ich vermute, dass sich diese Frage schwer beantworten lässt.
So ist zu lesen, dass die Päpste vor der Eroberung Konstantinopels durch die Türken immer wieder einen Kreuzzug planten, der die Sradt entsetzen sollte. Da er nie zur Ausführung kam, lässt sich auch kein Datum oder eine Zeitachse nennen.
Ähnlich wird es sich wohl auch bei anderen Planungen verhalten: Was lediglich als Idee existierte, lässt sich nicht konkret festmachen. |
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17.02.2009, 18:43
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 12.02.2009 Ort: Leonberg
Beiträge: 300
| Friedrich II. plante einen, musste diesen dann aber wegen Unruhen im Reich und dem Streit mit dem Papst lediglich nur verschieben.
Ein franzoesischer Koenig, das Einzige was ich sonst noch ueber ihn weiss ist, dass er als einziger franzoesischer Koenig heiliggesprochen wurde, plante ebenfalls einen, starb aber bevor er diesen antreten konnte.
__________________ -Ich entschuldige mich, wenn sich jemand von mir persönlich angegriffen fühlt und beteuere, dass dies keine Absicht war!- |
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17.02.2009, 20:14
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von Anubis Friedrich II. plante einen, musste diesen dann aber wegen Unruhen im Reich und dem Streit mit dem Papst lediglich nur verschieben.
Ein franzoesischer Koenig, das Einzige was ich sonst noch ueber ihn weiss ist, dass er als einziger franzoesischer Koenig heiliggesprochen wurde, plante ebenfalls einen, starb aber bevor er diesen antreten konnte. | Da muss ich Dich leider korrigieren. Ludwig IX. von Frankreich plante nicht nur einen Kreuzzug, er führte sogar zwei durch, nämlich den Sechsten und den Siebten, auf dem er an der Ruhr starb.
Kaiser Friedrich II. trat seinen als Gebannter an und erhielt durch Verhandlungen Jerusalem.
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23.02.2009, 13:14
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 12.02.2009 Ort: Leonberg
Beiträge: 300
| Hae, ich dachte ich haette geschrieben, dass Friedrich II. seinen doch nur verschieben musste, wegen Unruhen im Reich. Er trat in also spaeter doch an! Kam das net raus? 
Danke in Bezug auf deine Korrektur in Bezug auf Ludwig IX. 
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25.02.2009, 23:46
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Bzgl. Friedrichs II. wollte ich Deine Ausführungen nur ergänzen, nicht korrigieren.
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26.02.2009, 15:20
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Der wichtigste nie durchgeführte Kreuzzug: Der 4.!
Eigentlich war nämlich ein Kreuzzug nach Ägypten geplant, aber die Venezianer leiteten ihn aus politischem Kalkül nach Konstantinopel um. |
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11.06.2009, 00:33
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus!
Schon vor Papst Urban plante Papst Gregor VII. einen Kreuzzug, um Byzanz gegen die Seldschuken zu helfen.
Aber Robert Guiscard lag im Krieg mit Benevent, Philipp I. von Frankreich machte Stunk, und auch die Ostkirche war gegen eine Einmischung des Papstes, also blieb´s bei den Plänen.
VG
Christian |
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15.12.2009, 23:44
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Die Kreuzzugsbemühungen der Illchane Verhandlungen und auch Vorbereitungen die man unter "geplante Kreuzzüge" geben kann sind die Kreuzzugsbemühungen der Illchane.
Im Jahr 1260 erlitten die Mongolen bei der Schlacht von Ain Djalut eine vernichtende Niederlage. Ein harter Schlag für die erfolgsverwöhnten Mongolen, den ihnen die Mamluken da beibrachten.
Schon unter Hülegü wurde im ehemaligen Persien das Illchanat gegründet und schon Hülegü versuchte sowohl zu Byzanz als auch zu der Kreuzzugsbewegung, darunter auch zum französischen König Ludwig IX den Heligen, kontakte zu knüpfen. Vor allem deshalb um gegen die Mamlucken vorgehen zu können.
Hülegüs Nachfolger Abaqas Frau kam aus der Kaiserfamilie von Byzanz. Dieser war ursprünglich für Hülegü gedacht gewesen, der lebte aber bei ihrer Ankunft nicht mehr. Auch Abaqa versuchte wieder Kontakt zu den Kreuzfahrern aufzunehmen. Der Plan sah vor das Mamlukenreich in einen 2 Frontenkrieg zu verwickeln. Die Illchane aus dem Osten, die Kreuzfahrer aus dem Westen. Auch mit Ludwig IX verhandelte man, doch dieser zog schlussendlich nach Tunis. Mit Eduard I arbeitete man sogar zusammen, aber Abaqa konnte nur unzureichend helfen, da er anderwertig beschäftigt war.
Danach versuchte Abaqa weiterhein mit den Kreuzfahrern zusammenzuarbeiten, zu einem erneuten Kreuzzug kam es aber nicht.
Aqabas Nachfolger Tekuder trat zum Islam über, was zu seinem Sturz führte.
Arghun der Tekuder gestürtzt hatte nahm wieder Kontakt zu europäischen Mächten auf. Er sandte mehrere Gesantschaften nach Europa, wieder versuchte man einen gemeinsamen Kreuzzug zustande zu bringen, doch das gelang wieder nicht.
Eine andere Unternehmung zeugt von der Zusammenarbeit mit abendländischen Seemächten. Man versuchte mit Genuas Hilfe eine Flotte aufzubauen. Das Unternehmen schlug fehl, der Kontakt blieb aber.
Gaichatu der Nachfolger von Arghun trug mit einer verschwenderischen Lebensweise zum wirtschaftlichen Niedergang des Illchanats bei.
Unter Ghazan (1295-1304) gelang es mit Reformen das Reich wieder zu stabilisieren. Der Einfluss des Islam stieg was dazu beitrug das Ghazan zum Islam übertrat. Doch das hinderte ihn nicht alte Pläne gegen die Mamlucken wieder aufzunehmen, er verhandelte unter anderem mit dem König von Zypern um gemeinsam gegen die Mamlucken vorzugehen.
Auch der Khan der Ghazan nachfolgte Öljeitu versuchte wieder mit abendländischen Mächten zu kooperieren. Eine Gesantschaft die in Aussicht stellt das die Kreuzfahrer das "Heilige Land" zurückbekommen sollten, war einem Erfolg sehr nahe. Ein Kreuzzug wurde geplant, doch dann wieder verschoben. Doch auf sich alleine gestellt war Öljeitu (1304-1316), wie vor ihm auch andere Illchane erfolglos.
Unter Abu Sa id (1316-1335) kam man einer Zusammenarbeit mit dem Westen, noch einmal sehr nahe. Man wollte dem Königreich Kilikien zu Hilfe kommen als es von den Mamlucken angegriffen wurde, doch bis das dorthin entsandte Heer ankam, war der Frieden zwischen den Mamluken und Kiliken schon wiederhergestellt worden.
Abu Sa id war der letzte Herrscher des Illchanats von dem Kontakte mit abendländischen Mächten bekannt sind. Der Grund für den Abbruch der Beziehungen lag darin das, dass Illchanat nun mehr und mehr zerfiel.
Spannend ist die Frage ob eine echte Zusammenarbeit zwischen den Illchanen und Kreuzfahrern, in einem erneuten Kreuzzug zum Erfolg geführt hätten. |
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