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Die Salier - Kaiser gegen Papst - Machtkampf im Mittelalter

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Tags: panzerreiter kavalier

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Alt 15.07.2011, 13:06   #11 (permalink)
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Streiter Gottes

Den endgültigen Durchbruch schaffte Papst Urban II. mit seiner Kreuzugsidee. Das Grab Christi im fernen jerusalem galt es gegen die Ungläubigen zu Verteidigen. Wer im Namen Gottes kämpfte, erwarb sich Ruhm und Ehre über den Tod hinaus, auch das ewige Leben wurde zugesichert. So war ein gemeinsames Ideal für Könige und Adel gefunden, welches die große Gemeinschaft des Ritterstandes zusammen hielt.
Quelle: Terra X - ZDF.de
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Alt 16.07.2011, 09:22   #12 (permalink)
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Ritterliche Tugenden

Die kirchlichen Wertvorstellungen verschmolzen bals mit weltlichen Idealen, die vor allem von den Dichtern und Minnesängern des späten Mittelalters formuliert wurden. Das Rittertum wurde zu einer überhöhten Daseinsform, der sich auch Fürsten und Könige verpflichtet fühlten. Demut und Barmherzigkeit.
Selbstdisziplin und persönliche Beständigkeit, vor allem aber Mäßigung gehörten zum Tugendkatalog des Ritterstandes. Ritterlich zeigte sich, wer die Schwachen schützte und tolerant gegenüber seinen Feinden war. Auch "der Dienst an der Frau" (Minne) - die Verehrung der höhergestellten Dame war der Bestandteil des ritterlichen Ideals. Feine Umgangsformen, Beherrschung der Etikette und Anstandsregeln wurden wichtige Elementel der höfischen Lebensweise.
Quelle: Terra X - ZDF.de
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Alt 17.07.2011, 09:17   #13 (permalink)
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dieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nett
Die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit war sicherlich groß, langfristig aber hat dieser Wertekanon zu einer Verfeinerung der Sitten geführt und sich bis in unsere Zeit erhalten. Begriffe, wie "ritterlich" oder "höflich" (von "höfischkeit"), "Gentleman" und "Kavalier" lassen sich in dieser Zeit zurückverfolgen.
Quelle: Terra X - ZDF.de
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Alt 17.07.2011, 12:45   #14 (permalink)
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Zitat:
Zitat von dieter Beitrag anzeigen
Lieber Julian,
der wäre aber früher oder später aufgrund der techn. Entwicklung trotzdem eingetreten.
Naja, hätte man das Laterankonzil von 1139 wirklich ernst genommen, dann hätte sich ja nicht nur der Einsatz von Armbrüsten verboten, sondern auch von Feuerwaffen bis hin zur Atombombe!

Tatsächlich wurden beispielsweise in Japan die Feuerwaffen nach 1600 wieder abgeschafft und erst ab Mitte des 19. Jahrhundersts wieder eingeführt.

Musketier ? Wikipedia
(Abschnitt: Entwicklung in Japan)

Allerdings muss man dazu auch sagen: China (schon seit längerem) und Japan (ca. seit 1600) waren vereinigte Großreiche mit wenig äußeren Feinden, so dass der Anreiz zur Entwicklung “unritterlicher”, aber effektiver Vernichtungswaffen fehlte…

…im ach so christlichen (in Einzelstaaten zersplitterten) Europa war die Situation allerdings eine ganz Andere.
julian apostata ist offline  
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Alt 17.07.2011, 13:26   #15 (permalink)
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Zitat:
Zitat von julian apostata Beitrag anzeigen
Naja, hätte man das Laterankonzil von 1139 wirklich ernst genommen, (...)
Tatsächlich wurden beispielsweise in Japan die Feuerwaffen nach 1600 wieder abgeschafft und erst ab Mitte des 19. Jahrhundersts wieder eingeführt.
Aber mit Sicherheit nicht wegen des Laterankonzils...

VG
Christian
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De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung)
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Alt 17.07.2011, 14:10   #16 (permalink)
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Beiträge: 487
Conzaliss wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von dieter Beitrag anzeigen
Die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit war sicherlich groß, langfristig aber hat dieser Wertekanon zu einer Verfeinerung der Sitten geführt und sich bis in unsere Zeit erhalten. Begriffe, wie "ritterlich" oder "höflich" (von "höfischkeit"), "Gentleman" und "Kavalier" lassen sich in dieser Zeit zurückverfolgen.
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Bis in unsere Zeit ja - aber nun verfallen sie...
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"Es gibt nichts Gutes am Krieg, von seinem Ende ein Mal abgesehen!"

Abraham Lincoln
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Alt 17.07.2011, 14:15   #17 (permalink)
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Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
dieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nett
Zitat:
Zitat von Conzaliss Beitrag anzeigen
Bis in unsere Zeit ja - aber nun verfallen sie...
Lieber Conzaliss,
ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
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Alt 18.07.2011, 10:13   #18 (permalink)
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Es gibt einen Vorfall, der beispielhaft den bevorstehenden Untergang des Rittertums versinnbildlicht. Genaue Jahreszahl kann ich aus dem Stegreif nicht nennen, es war Ende des 15. Jahrhunderts.
Ein burgundisches Ritterheer unter Herzog Karl dem Kühnen war in die Schweiz eingefallen und hatte Bern besetzt. In der Nacht machten sich ein knappes Dutzend Berner Burschen - es waren keine Soldaten, sondern normale Bürger - auf und töteten im fairen Kampf ein knappes Dutzend Ritter.
Dieser Vorfall und die anschließende Niederlage Karl des Kühnen in Lothringen gegen die Schweizer führten dazu, daß Schweizer Landsknechte in ganz Europa hoch angesehen waren, z.B. in Frankreich bis zur Revolution und im Vatikan heute noch.
Harald ist offline  
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