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11.07.2011, 14:02
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Der letzte Kampf der Ritter Das Rittertum wird zur höfischen Lebesform Die Fasziantion, welche die Ritter bis heute noch ausüben, erklärt sich nicht nur durch das Bild tapferer Ritter in glänzenden Rüstungen allein, sondern vor allem durch die Idealisierung eines ganzen Standes, den dieser zu Ende des Mittelalters hin erfuhr. Die Realität des einfachen Ritterdaseins bot zunächst wenig Anlass zur Verklärung. Lesen oder schreiben konnte der einfache Lehnsmann nicht. Wenn er nicht zum Kriegsdienst unterwegs war, kümmert er sich um die Verwaltung seiner Güter, er hauste in zugigen Burgen oder wenig komfortabelen Wohnsitzen und lebte von sparsamer Kost. Quelle: Terra X - ZDF.de
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12.07.2011, 09:06
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 21.12.2010
Beiträge: 456
| Zitat:
Zitat von dieter Das Rittertum wird zur höfischen Lebesform Die Fasziantion, welche die Ritter bis heute noch ausüben, erklärt sich nicht nur durch das Bild tapferer Ritter in glänzenden Rüstungen allein, sondern vor allem durch die Idealisierung eines ganzen Standes, den dieser zu Ende des Mittelalters hin erfuhr. Die Realität des einfachen Ritterdaseins bot zunächst wenig Anlass zur Verklärung. Lesen oder schreiben konnte der einfache Lehnsmann nicht. Wenn er nicht zum Kriegsdienst unterwegs war, kümmert er sich um die Verwaltung seiner Güter, er hauste in zugigen Burgen oder wenig komfortabelen Wohnsitzen und lebte von sparsamer Kost. Quelle: Terra X - ZDF.de | Der These kann man uneingeschränkt zustimmen. Ritter sein, war ein blutiges Handwerk! Das Romantisierung z.B. des Schwertkampfes verkennt, dass letztere dazu entwickelt wurden, einen Gegner zu töten und zu verstümmeln, genau wie Streitaxt und Morgenstern.
Aber das Ritterdasein war eine große Plakerei. Ulrich von Hutten hat das Leben auf einer Burg sehr schön dargestellt. |
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12.07.2011, 09:39
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Alltäglicher Kleinkrieg Der Kampf in großen Schlachten um Ruhm und Ehre war selten, häufiger zog der Ritter gegen nachbarn zu Felde. Was heute die typischen Nachbarschaftszwiste um Gartenzwerg und Laubabfall sind, war dem damaligen Ritter die fehde. Streit um Wegnutzung oder Abgaben, Ehrverlust, Frauengeschichten und Territorialkonflikte waren die üblichen Anlässe. Verwüstete Felder, abgebrannte Dörfer und Burgbelagerungen die Folge. Auch Kidnapping und Viehdiebstahl waren üblich, der Tod des Gegners dagegen war nicht das Ziel. Quelle: Terra X - ZDF.de
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13.07.2011, 13:04
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Das klingt nicht gerade ritterlich, war nach dem damaligen Rechtsverständnis aber legal - wenn die Fehde rechtzeitig bekannt wurde. Mündlich mit gezogenem Schwert oder per Fehdebrief wurde der Streit angekündigt und damit legalisiert. Erst Kaiser Mximilian I. hat mit der Proklamation des ewigen Landfriedens 1494 das Fehdewesen drastisch reduziert. Quelle: Terra X - ZDF.de
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14.07.2011, 07:41
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 21.12.2010
Beiträge: 456
| Es gab damals ja keine Rechtsordnung in dem Sinne wie heute. Das Recht des stärkeren galt! |
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14.07.2011, 09:13
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Zitat:
Zitat von Stonewall Jackson Es gab damals ja keine Rechtsordnung in dem Sinne wie heute. Das Recht des stärkeren galt! | Lieber Südstaaten-General,
so war es. 
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14.07.2011, 09:25
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Miles Christi - Streiter Gottes Zitat: "Wendet die Waffen, die Ihr in gegenseitigen Morden auf sträfliche Weise blutig gemacht habt, gegen die Feinde des Glaubens und des Christentums:" Papst Urban II., 1095, auf dem Konzil von Clermont Zahlreiche Fehden und politische Machtkämpfe führten im 10. und 11.Jahrhundert zu einer instabilen Lage, in der sich die Kirche zunehmend Einfluss auf den Adel verschaffte. Sie rief die Gottesfriedensbewegung aus und stellte den Ritterstand in den Dienst der Kirche. Verteidigung des Glaubens, der Schutz der Schwachen - Witwen, Waisen und die Kirche - galten nun als ritterliche Ziele. Quelle: Terra X - ZDF.de
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14.07.2011, 12:09
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#8 (permalink)
| | Benutzer Rang: Majordomus
Registriert seit: 09.04.2011 Ort: Nürnberg
Beiträge: 77
| Hier ein kleines Kuriosum am Rande Armbrust ? Wikipedia Zitat: |
In Europa wurde die Verwendung von Bögen und Armbrüsten in Kämpfen zwischen Christen durch das Zweite Lateranische Konzil 1139 verboten, da sie wegen ihrer Reichweite und ihrer Durchschlagskraft gegen Rüstungen als unritterlich galten. Der Einsatz gegen Heiden, insbesondere gegen arabisch/islamische Gegner, blieb jedoch erlaubt
| Wäre damals die Kirche ernst genommen worden, so hätte sich der Untergang des Rittertums noch ein wenig verzögert. |
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14.07.2011, 14:04
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Zitat:
Zitat von Stonewall Jackson Es gab damals ja keine Rechtsordnung in dem Sinne wie heute. Das Recht des stärkeren galt! | Stimmt so nicht. Es gab die Landrechte, die auf den alten Stammesrechten fußten (z.B. Lex baiuvariorum, Sachsenspiegel), und es gab die Kodifizierungen des überlieferten Rechts ("Ehafte"), das meist auf altem germanischem Recht basierte, und dann gab es vor allem noch das römische Recht, auf das man sich ebenfalls noch berufen konnte und das an den Universitäten, allen voran Bologna, gelehrt wurde.
VG
Christian
__________________ De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung) |
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14.07.2011, 14:06
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Zitat:
Zitat von julian apostata Hier ein kleines Kuriosum am Rande Armbrust ? Wikipedia
Wäre damals die Kirche ernst genommen worden, so hätte sich der Untergang des Rittertums noch ein wenig verzögert. | Lieber Julian,
der wäre aber früher oder später aufgrund der techn. Entwicklung trotzdem eingetreten. 
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