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01.07.2008, 09:37
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#21 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 22.02.2008 Ort: Straubing
Beiträge: 281
| Zitat:
Zitat von 913Chris Servus!
Es handelt sich um die Schlacht bei Ikonium (heute Konya) im Mai 1190.
VG
Christian | Hatte Barbarossa dann eigentlich ein ähnliches Ziel wie die Kreuzritter ca. 100 Jahre zuvor? Also die Stadt von den Heiden zu säubern und die Kreuzritter Staaten zu erneuern?
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"Wir lernen aus Erfahrung, dass die Menscheit nichts aus Erfahrung lernt!"
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01.07.2008, 10:40
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#22 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 20.02.2008
Beiträge: 813
| Zitat:
Zitat von Hügl Hatte Barbarossa dann eigentlich ein ähnliches Ziel wie die Kreuzritter ca. 100 Jahre zuvor? Also die Stadt von den Heiden zu säubern und die Kreuzritter Staaten zu erneuern? | Das offizielle Ziel des ersten Kreuzzugs war die Befreiung des heiligen Grabes, also die christliche Herrschaft über Jerusalem. Die privaten Ziele der Herren Bohemund, Tankred, Balduin, usw. waren die Errichtung von eigenen Herrschaften. Einen einheitlichen Plan wo wann welcher Kreuzfahrerstaat entstehen sollte, gab es nicht. Die Vorstellungen über Jerusalems Zukunft waren unter den Führern auch dramatisch unterschiedlich.
Die Liquidation von Heiden in Jerusalem war kein eigentliches Ziel, sondern ein hinzunehmender Nebeneffekt, wie er im Krieg halt mal passiert, nach Ansicht der Kreuzfahrer.
Ziel des dritten Kreuzzugs war die Wiedererrichtung des Königreichs Jerusalem. Eine einheitliche Vorstellung über den Rest des Heiligen Landes gab es wiederum nicht. Ganz allgemein sollten die noch bestehenden christlichen Reststaaten natürlich gestärkt werden. |
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01.07.2008, 23:35
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#23 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Talley Das offizielle Ziel des ersten Kreuzzugs war die Befreiung des heiligen Grabes, also die christliche Herrschaft über Jerusalem. Die privaten Ziele der Herren Bohemund, Tankred, Balduin, usw. waren die Errichtung von eigenen Herrschaften. Einen einheitlichen Plan wo wann welcher Kreuzfahrerstaat entstehen sollte, gab es nicht. Die Vorstellungen über Jerusalems Zukunft waren unter den Führern auch dramatisch unterschiedlich.
Die Liquidation von Heiden in Jerusalem war kein eigentliches Ziel, sondern ein hinzunehmender Nebeneffekt, wie er im Krieg halt mal passiert, nach Ansicht der Kreuzfahrer.
Ziel des dritten Kreuzzugs war die Wiedererrichtung des Königreichs Jerusalem. Eine einheitliche Vorstellung über den Rest des Heiligen Landes gab es wiederum nicht. Ganz allgemein sollten die noch bestehenden christlichen Reststaaten natürlich gestärkt werden. | Bohemund war meines Wissens außerdem sehr an byzantinischen Gebieten interessiert.
Ich denke die Wiedererrichtung des Königreichs Jerusalem war seit der Eroberung von Jerusalem durch Saladin grundsätzlich das Ziel aller Kreuzzüge. Vom 5. Kreuzzug von Friedrich II sowiso (ihm gelang es auch kurzfristig), vom 5. Kreuzzug der nach Ägypten ging (und kurz vor Friedrichs Kreuzzug stattfand) war es auch das Ziel durch indirekte Schwächung. Der 6. Kreuzzug hatte auch das Ziel durch Schwächung der Ajjubiden in Ägypten die Chance zu bekommen Jerusalem zu erobern. Auch der 4. Kreuzzug war ursprünglich Richtung Jerusalem geplant gewesen.
Nur beim 7. sah es anders aus. |
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02.07.2008, 12:30
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#24 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Noch eine Frage die mir zu den Kreuzzügen einfällt:
-Welchen Feldzug kann man eurer Meinung nach als den letzen Kreuzzug bezeichnen? |
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02.07.2008, 14:21
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#25 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 20.02.2008
Beiträge: 813
| Zitat:
Zitat von WDPG -Welchen Feldzug kann man eurer Meinung nach als den letzen Kreuzzug bezeichnen? | Das kommt ganz darauf an, was du noch als Kreuzzug gelten lässt.
Der letzte, der tatsächlich in Heilige Land ging, war der 7. unter Ludwig dem Heiligen 1284.
Danach gab es noch ein paar meist minder erfolgreiche Feldzüge gegen Muslime, die Belagerung von Mahdia 1390 zur Gewinnung einer Basis in Nordafrika oder der Kriegszug nach Nikopolis zur Unterstützung des Ungarnkönigs Sigismund gegen die Türken. Selbstverständlich nannten die Teilnehmer die Unternehmen Kreuzzüge.
Dann gab es aber auch noch die Jagden der Deutschordensritter auf heidnische Bauern in Preußen und Litauen, die auch als Kreuzzüge bemäntelt wurden. Damit war es mit der Schlacht bei Tannenberg 1410 mehr oder minder vorbei.
Natürlich galt auch die spanische Reconquista als gottgefälliger Kreuzzug. Granada fiel 1492.
Vielleicht fände man noch weitere, die Belagerungen Wiens, der Türkenfeldzug Prinz Eugens bis hin zum Golfkrieg G.W. Bushs. Religiöse Motive spielen da aber immer kleinere Rollen. |
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03.07.2008, 18:07
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#26 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Talley Das kommt ganz darauf an, was du noch als Kreuzzug gelten lässt.
Der letzte, der tatsächlich in Heilige Land ging, war der 7. unter Ludwig dem Heiligen 1284.
Danach gab es noch ein paar meist minder erfolgreiche Feldzüge gegen Muslime, die Belagerung von Mahdia 1390 zur Gewinnung einer Basis in Nordafrika oder der Kriegszug nach Nikopolis zur Unterstützung des Ungarnkönigs Sigismund gegen die Türken. Selbstverständlich nannten die Teilnehmer die Unternehmen Kreuzzüge.
Dann gab es aber auch noch die Jagden der Deutschordensritter auf heidnische Bauern in Preußen und Litauen, die auch als Kreuzzüge bemäntelt wurden. Damit war es mit der Schlacht bei Tannenberg 1410 mehr oder minder vorbei.
Natürlich galt auch die spanische Reconquista als gottgefälliger Kreuzzug. Granada fiel 1492.
Vielleicht fände man noch weitere, die Belagerungen Wiens, der Türkenfeldzug Prinz Eugens bis hin zum Golfkrieg G.W. Bushs. Religiöse Motive spielen da aber immer kleinere Rollen. |
Welcher mir noch einfällt ist der Kreuzzug der gegen die Osmanen geführt wurde und bei Warna endete.
In einem Punkt muss ich dich Verbessern: Der 7. Kreuzzug ging nicht ins Heilige Land, er ging nach Tunesien. Dorthin hat ihn Karl von Anjou abgelenkt, wenn ich mich jetzt richtig erinnere damit Ludwig nicht seine Byzanz-Politik stört.
Eigentlich müsste es der 5. Kreuzzug (der von Friedrich II geführt wurde) gewesen sein der, als letzter im Heilgen Land von statten ging.
Der 6. ging ja nach Ägypten, man kann ihn aber zu den Kreuzzügen ins Heilige Land zählen da Ludwig der Heilige auch Zwischenstation in den Kreuzfahrerstaaten einlegte.
(Nur zur Information: Werde vom 5.7-13.7 nicht mit schreiben da ich auf Urlaub bin)
Geändert von WDPG (03.07.2008 um 18:20 Uhr).
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03.07.2008, 22:49
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#27 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus! Zitat:
Zitat von WDPG Welcher mir noch einfällt ist der Kreuzzug der gegen die Osmanen geführt wurde und bei Warna endete. | Das, meine ich, war der, bei dem der Sigi von Ungarn so glorios scheiterte...
VG
Christian |
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04.07.2008, 18:47
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#28 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von 913Chris Servus!
Das, meine ich, war der, bei dem der Sigi von Ungarn so glorios scheiterte...
VG
Christian | Nikopolis wird oft als der letzte Kreuzzug gesehen stimmt, irgendwie gigantisch, dass das Kreuzfahrerheer so schnell geschlagen war, angeblich war es eine relativ große Armee.
Aber ich finde nicht das Nikopolis der letzte Kreuzzug war, wenn Nikopolis als Kreuzzug zu werten war, dann sollte man Warna (1444) auch rechnen. Hier hatte man zwar eine kleinere Armee dafür mehr Erfolg, aber nur vorübergehend.
(Nur zur Information: Werde vom 5.7-13.7 nicht mitschreiben da ich auf Urlaub bin) |
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04.07.2008, 21:09
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#29 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von WDPG Nikopolis wird oft als der letzte Kreuzzug gesehen stimmt, irgendwie gigantisch, dass das Kreuzfahrerheer so schnell geschlagen war, angeblich war es eine relativ große Armee. | Schon Delbrück hatte die übertriebenen Teilnehmerzahlen kritisiert, und die heutige Forschung geht nur noch von etwas über 10000 Kreuzrittern und ein paar Tausend mehr Osmanen aus.
Der Grund für die Niederlage lag vor allem im unkoordinierten Vorgehen der Kreuzritter. Die Ritter griffen gleich nachdem sie das osmanische Heer erreicht hatten an, ohne auf das Eintreffen ihrer Infanterie zu warten (wobei allerdings nicht ganz klar ist, ob überhaupt Infanterie dabei war), und wurden in eine Falle gelockt. |
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12.07.2008, 21:46
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#30 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von 913Chris Servus!
Es handelt sich um die Schlacht bei Ikonium (heute Konya) im Mai 1190.
VG
Christian | Was man vielleicht noch erwähnen könnte:
Die Seldschuken haben nicht nur 1190 gegen die Armee von Barbarossa eine Schlacht verloren sondern auch gegen die Armee des ersten Kreuzfahrerheeres. Zum Schluss zogen sich die Seldschuken zurück, um nicht mehr gegen das Kreuzfahrerheer kämpfen zu müssen. |
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