| TagCloud | | |  | |
14.06.2008, 09:23
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#1 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 07.06.2008 Ort: Europa, Schweiz
Beiträge: 44
| Päpstin Johanna Ich hab schon öfters mal etwas von einer Päpstin Johanna gehört.
Doch wie jedermann weiss darf eine Frau nicht Päpstin werden bis zum heutigen Tag.
Was also hat es mit dieser Johanna auf sich?
Hat das konkrete Hintergründe oder ist es nur Gerede dass Frauen im Mittelalter sich so erzählt haben?
Ist hier vermutlich der falsche Ort für dieses Thema, aber lassen wir das.
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Krieg ist eine schwierige Angelegenheit, er verlangt Geschick und Präzision.
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14.06.2008, 10:30
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus!
Wie wir in Bayern sagen: Nix G´wiß woaß ma net...
Johanna soll zwischen Leo IV. (855) und Benedikt III. (858) regiert oder um 1100 gelebt haben. (...)
Mögliche Hintergründe gibt es viele: Zum einen - dies ist die verbreitetste These - mag ihr eine römische Volkssage zugrunde liegen. In einer engen römischen Gasse befand sich eine heute verschwundene, verstümmelte antike Statue (Mithrapriester?) mit Knabe, die vom Volk als weibliche Figur und die bei ihr befindliche Inschrift als Grabinschrift der Päpstin gedeutet wurde. Ein weiterer Ursprung könnte in der Erinnerung an die Herrschaft der Theodora und Marozia im 10. Jahrhundert sein, oder eine Satire auf Johann VIII. und seine Weichheit. (...) . Die angebliche Päpstin Johanna war gerade in der Reformation ein willkommenes Mittel im Kampf gegen das Papsttum.
Quelle: JOHANNA, angebliche Ppstin
VG
Christian |
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14.06.2008, 13:56
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#3 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 07.06.2008 Ort: Europa, Schweiz
Beiträge: 44
| Aber ich kann mir nicht vorstellen das eine Frau offiziel damals soll als Päpstin gewählt worden sein.
Die Frauen besassen ja damals kaum mehr Rechte als ihre Sklaven.
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Krieg ist eine schwierige Angelegenheit, er verlangt Geschick und Präzision.
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14.06.2008, 16:33
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus!
Das konnten sich auch die Zeitgenossen nicht vorstellen - und war wohl auch nicht möglich. Lies den Link: Johanna soll sich als Mann verkleidet haben.
VG
Christian |
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14.06.2008, 18:13
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#5 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 07.06.2008 Ort: Europa, Schweiz
Beiträge: 44
| Danke der Link ist sehr interessant!
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Krieg ist eine schwierige Angelegenheit, er verlangt Geschick und Präzision.
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16.06.2008, 19:47
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#6 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 16.06.2008
Beiträge: 7
| Also Galileo Mystery glaubt fest daran, das es Johanna gab 
Ich halte es prinzipiell für möglich, da es zu dieser Zeit aufgrund der Scham und dem bedeckten Kleidungsstil durchaus möglich gewesen wäre, sich für einen Mann auszugeben, ohne dass es jemand groß hinterfragen würde. Besonders in der kirche, wo man seine Männlichkeit ja nicht unbedingt in einer Fehde, oder einem Krieg beweisen musste. |
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17.06.2008, 15:30
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Naja, Galileo Mystery würd ich jetzt nicht unbedingt als verlässliche Quelle bezeichnen...
VG
Christian |
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17.06.2008, 16:05
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 149
| Zitat:
Zitat von 913Chris Naja, Galileo Mystery würd ich jetzt nicht unbedingt als verlässliche Quelle bezeichnen...  | Na immerhin löst hier eine TV-Sendung historische Geheimnisse, an denen zuvor hunderte seriöser Wissenschaftler gescheitert sind. Das ist schon eine beachtliche Leistung.  |
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17.06.2008, 20:35
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Bin ja schon gespannt, wann Galileo Mystery meldet, das Geheimnis gelöst zu haben, wann bei Caesars Ermordung die Sonne aufging...ansonsten haben die ja schon fast alles beackert, was man irgendwie unter Mystery abhaken könnte!
VG
Christian |
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18.06.2008, 04:53
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 21.03.2008 Ort: Zürich
Beiträge: 233
| Die Legende von Johanna Die Legende der Päpstin Johanna gibt es gleich zweimal.
Die erste stammt von Jean de Mailly, einem Dominikanermönch aus dem 13. Jahrhundert und wird von Etienne de Bourbon (+1261), einem anderen Dominikaner, in seinem Werk "Die sieben Gaben des heiligen Geistes" zitiert.
Dort heisst es, irgendwann um das Jahr 1100 habe eine kluge Frau gelebt, die als Mann verkleidet Zugang zur römischen Kurie fand. Zunächst Notar, dann Kardinal und schliesslich Papst wurde.
Die zweite Version finden wir in der Chronik des Martin von Troppau (+1278), einem päpstlichen Kaplan.
Danach habe der Engländer Johannes von Mainz zwei Jahre, sieben Monate und vier Tage als Frau auf dem Thron Petri gesessen.
In jungen jahren habe sie ihr Geliebter in Männergewändern nach Athen gebracht, wo sie sich grosse Gelehrsamkeit erwarb, schliesslich nach Rom berufen wurde um dort zu lehren. Dort schätzte man sie so sehr, dass man sie nach dem Tod Leos IV.zum Papst kürte. Sie wurde im Amt schwanger und kam schliesslich auf dem Weg von Sankt Peter zum Lateran nieder. Bei der Geburt starb sie und wurde an Ort und Stelle begraben
Seit dem 13 jahrhundert glaubte man an die Geschichte von der "Päpstin Johanna". Sie wurde in der Kathedrale von Siena dargestellt, in zahlreichen Schriften erwähnt, und der Ketzer Jan Hus konnte sich 1413 vor dem Konzil von Konstanz auf sie berufen, ohne dass ihm widersprochen wurde. Erst im 15 Jahrhundert erklärten Geschichtsschreiber wie Aeneas Silvius die Legende für unhaltbar.
Trotzdem wurde sie von Martin Luther aufgegriffen und von da an fester Bestandteil protestantischer Polemik gegen das Papsttum.
Im 20 jahrhundert wurde Johanna als Frau, die sich in die ultimative Männerdomäne eingeschlichen hatte, zur Heldin des Feminismus.
Die Geschichte von der Päpstin Johanna ist eine Sage, nicht mehr und nicht weniger.
MfG Savonarola
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