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Zitat von RedScorpion Das Ding heisst "Karthago" von Kiryat Chadascha alias Neustadt. |
Danke, das ändere ich.
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Zitat von RedScorpion Schon wieder Gibbon? Oder Scifi, Demandt und wer weiss, wie sie alle heissen, die in dessen Tradition stehen und 'rumnerven?  |
Du meinst meine Erwähnung des Christentums als innerer Feind Roms? Durchaus möglich das das Christentum kein Feind Roms war und das Gibbon, Demandt und Scifi Unrecht haben. Das möchte ich gar nicht bestreiten. Ich erwähnte das Christentum an dieser Stelle nur, da es in diesem Thread schon einmal als Gefährlichster Feind Roms erwähnt wurde.
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Zitat von RedScorpion So aus der Hüfte geschossen würd' ich Karthago auch, sogar noch vor den Sassaniden, aber lang vor Hunnen oder Germanen usw. als die einzige Macht ansehen, die Rom wirklich an den Kragen konnte, Hannibal 'mal aussenvorlassend. |
Da stimme ich dir zu. Wobei das auch an der völligen Unterschiedlichkeit der Epochen liegen kann. Zu Kathargos Zeiten war Rom zwar Groß- aber nicht umbedingt Weltmacht und viel leichter angreifbar. Zu Zeiten der römischen Republik wären Sassaniden und Germanen auch eine solch große Gefahr für Rom gewesen (zumindest annähernd)
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Zitat von RedScorpion Zumal Karthago v.a. über finanzielle Ressourcen verfügte, von denen Rom auch nach der karthagischen Niederlage noch Jahrhunderte nur träumen konnte. |
Nicht Umsonst war die Provinz Africa die Kornkammer des Römischen Reiches (mit Ägypten).
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Zitat von RedScorpion Roms Glück war Karthagos innere strategische und politische Zerstrittenheit in der karthagischen Demokratie. |
Hannibal hatte ja eine ordentliche Opposition, gegen die er sich beinahe nicht hätte durchsetzen können. So mancher wollte Ruhe. In einem historischen Roman, den ich gelesen habe, hat Hannibal seinem Vater Hamilkar (der im 1. punischen Kriege eine Niederlage eingefahren hatte) geschworen, gegen Rom zu kämpfen. Über die Historizität dieses Ereignisses weiß ich nichts.
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Zitat von RedScorpion Eher letzteres. |
Da hast du recht - die Hunnen traten den Sturm von Völkern los, ohne den das römische Reich vielleicht überlebt hätte.
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Zitat von RedScorpion "Aufstände in Germanien" heisst aber nicht, dass "Germanen" beteiligt gewesen sein müssen. |
Waren sie aber definitiv. Es hatte Übergriffe von römischen Soldaten, die Steuern eintrieben gegeben. Dem folgte ein Aufstand, der von Vitellius, dem Usurpator in Südfrankreich und späterem Kaiser unterstützt wurden, an dem aber hauptsächlich die germanisch - belgischen Stämme teilnahmen, die von den römischen Steuereintreibern ausgeraubt wurden.
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Zitat von RedScorpion Kann man so nicht sagen. Usurpatoren hatten ihre Basis zwar häufig in der Tat am Rhein, aber nicht bei den Germanen. |
Das sagte ich auch nicht. Eher bei den dortigen römischen Garnisonen - und das ist auch erklärbar: Dort waren die Legionen so stark, dass eine Usurpation realistische Chancen auf Erfolg hatte.
Und so herum gesehen meinte ich das auch. Maximinus Thrax wurde von Soldaten zum Kaiser ausgerufen, nachdem Alexander Severus auf dem Feldzug gegen Germanen (--> Schlacht am Harzhorn) gefallen war.
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Zitat von RedScorpion Naja. Das klingt jetzt so, als hätten Millionen Mann Lumpenpack aus Not Rom und das Reich im Sturm genommen und dann eigene Kaiser auf den Thron gesetzt. |
Nein, aber die Völkerwanderung und die massenhafte Integration von Germanen trugen einen gewichtigen Teil zum Untergang des römischen Reiches bei.
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Zitat von RedScorpion Ist halt immer eine Def. von Gefahr und Vorkehrung bzw. deren Entgegnung.
Ich halte die Gefahr durch die Sassaniden für das Reich für exponentiell grösser als durch die Germanen, lediglich hatte man gegen die Sassaniden altbewährte Mittel, gegen die Germanen nicht wirklich. Aehnlich war es dann ja auch im Falle Byzanz: Als die ebenbürtige Bedrohung beseitigt war, segelte in dessen Windschatten auf einmal die islamische Eroberung daher, und alles war wieder zunichte gemacht. Hätte es die Abnutzung zuvor nicht gegeben, wär' der Islam in der Wüste geblieben.
LG |
Kann dir da nicht umbedingt zustimmen (du hast ja so eine Neigung, Germanen bis hin zu Frankenkaisern zu verharmlosen), aber wie du ja selbst geschrieben hast - Ist halt immer eine Frage der Definition und der Sichtweise.
VG
Der Maxdorfer