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  1. #1
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
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    Sexualmoral: Christentum vs antikes Rom

    Hallo liebe Community,

    mir stellt sich folgende Frage:
    Die Annahme, dass die Sexualität im antiken Rom relativ zügellos war, ist ja weit verbreitet. Allerdings frage ich mich, ob die neue Religion des Christentums auf diese Sexualmoral Einfluss genommen hat. Homosexualität, Prostitution, Sex vor der Ehe (bei Männern) und Vergewaltigung von (eigenen) Sklaven wurden im römischen Reich toleriert, beim Christentum aber wohl kaum.

    Zusammengefasst: In wie fern hat das Christentum die Sexualmoral im antiken Rom verändert?

    Ich bedanke mich jetzt schon für die (qualifizierten) Antworten. Links und Buchtipps könnt ihr mir auch gerne schreiben.

    Euer Puppetmaster

  2. #2
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    Zitat Zitat von Puppetmaster Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Community,

    mir stellt sich folgende Frage:
    Die Annahme, dass die Sexualität im antiken Rom relativ zügellos war, ist ja weit verbreitet. Allerdings frage ich mich, ob die neue Religion des Christentums auf diese Sexualmoral Einfluss genommen hat. Homosexualität, Prostitution, Sex vor der Ehe (bei Männern) und Vergewaltigung von (eigenen) Sklaven wurden im römischen Reich toleriert, beim Christentum aber wohl kaum.

    Zusammengefasst: In wie fern hat das Christentum die Sexualmoral im antiken Rom verändert?

    Ich bedanke mich jetzt schon für die (qualifizierten) Antworten. Links und Buchtipps könnt ihr mir auch gerne schreiben.

    Euer Puppetmaster
    Hallo Puppetmaster
    Alle Römer die zum Christentum übertraten mussten sich an die Gesetze der Bibel halten. In der Bibel, im neuen Testament, ist ein Brief an die Römer. Das zeigt, dass die Apostel am Anfang der Verbreitung des Christentums, schriftlichen Kontakt an die Gemeinden in Rom hatten. Jede Gemeinde hatte einen Vorsteher der über die Einhaltung der Gesetze wachte.
    Zur Zeit der Christenverfolgung wurden christliche Frauen, Jugendliche und Kinder von römischen Soldaten geschändet um sie, aus Scham, zur Abkehr vom CT zu bringen.

    LG Tashunka

  3. #3
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    Zitat Zitat von Tashunka Beitrag anzeigen
    ...
    Zur Zeit der Christenverfolgung wurden christliche Frauen, Jugendliche und Kinder von römischen Soldaten geschändet um sie, aus Scham, zur Abkehr vom CT zu bringen.
    ...
    Nana, das würd' ich aber ins Reich der Fabeln verweisen.


    Zur Ausgangsfrage:

    Der Satz
    Zitat Zitat von Puppetmaster Beitrag anzeigen
    Homosexualität, Prostitution, Sex vor der Ehe (bei Männern) und Vergewaltigung von (eigenen) Sklaven wurden im römischen Reich toleriert, beim Christentum aber wohl kaum.
    suggeriert, dass eben jenes Gebaren vom 8. Jh. BC bis ins 5. Jh. AC absolut normal war,

    was ich doch sehr in Abrede stellen möchte.

    Ebenso, dass das Christentum Sklaventum und Sex grundsätzlich negativ ansah.

    Octavian beispielsweise ist imho ein gutes Bsp. an Prüderie und Konservatismus in seiner eigenen Familie, die er auch auf die Gesellschaft übertrug,

    mit allen Vor- und Nachteilen.




    LG

  4. #4
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    Zitat Zitat von Puppetmaster Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Community,

    mir stellt sich folgende Frage:
    Die Annahme, dass die Sexualität im antiken Rom relativ zügellos war, ist ja weit verbreitet. Allerdings frage ich mich, ob die neue Religion des Christentums auf diese Sexualmoral Einfluss genommen hat. Homosexualität, Prostitution, Sex vor der Ehe (bei Männern) und Vergewaltigung von (eigenen) Sklaven wurden im römischen Reich toleriert, beim Christentum aber wohl kaum.

    Zusammengefasst: In wie fern hat das Christentum die Sexualmoral im antiken Rom verändert?

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    Euer Puppetmaster
    Wenn man bedenkt, daß Jesus bewußt Kontakt mit Prostituierten gepflegt hat und besonders auf gesellschaftlich ausgegrenzte Menschen zugegangen ist, legt das den Schluß nahe, daß die verklemmte christliche Sexualmoral erst nachträglich von christlichen Priestern verbreitet wurde.

  5. #5
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    Zitat Zitat von darkdidi Beitrag anzeigen
    ...daß Jesus bewußt Kontakt mit Prostituierten gepflegt hat und besonders auf gesellschaftlich ausgegrenzte Menschen zugegangen ist...
    Immerhin weiß man, dass Prostituierte am Rand der Gesellschaft angesiedelt waren und damit die Sexualmoral der Römer doch nicht so liederlich war. Zumindest eine Doppelmoral gab es

  6. #6
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    Zitat Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
    Nana, das würd' ich aber ins Reich der Fabeln verweisen.


    Zur Ausgangsfrage:

    Der Satz
    suggeriert, dass eben jenes Gebaren vom 8. Jh. BC bis ins 5. Jh. AC absolut normal war,

    was ich doch sehr in Abrede stellen möchte.

    Ebenso, dass das Christentum Sklaventum und Sex grundsätzlich negativ ansah.

    Octavian beispielsweise ist imho ein gutes Bsp. an Prüderie und Konservatismus in seiner eigenen Familie, die er auch auf die Gesellschaft übertrug,

    mit allen Vor- und Nachteilen.




    LG
    Keine Fabel sondern schriftlich belegt. Bei Neros Christen verfolgung wurde tatsächlich so vorgegangen. Quelle kann ich im Moment nicht liefern. Bei ca. 400 Büchern im Regal hab ich ein Problem die Quelle zu finden. Wenn ich sie habe, reiche ich sie nach.

    Zu Octavian(Augustus) : Seine Schwester Julia soll ja auch ein ganz verderbtes Luder gewesen sein. Und als Vater des Vaterlandes darf sowas nicht in seiner Familie vorkommen.

    LG Tashunka

  7. #7
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    Zitat Zitat von Triton Beitrag anzeigen
    Immerhin weiß man, dass Prostituierte am Rand der Gesellschaft angesiedelt waren und damit die Sexualmoral der Römer doch nicht so liederlich war. Zumindest eine Doppelmoral gab es
    Jesus´Umgang hat mit den Römern nichts zu tun. Er wirkte in Judäa und dort ist Moral und Gesetzeslage ganz anders gewesen. Die Römer mischten sich da nicht ein. Die Juden zu reizen hatten sie sich abgewöhnt.

  8. #8
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    Während der großen Christenverfolgungen sind bestimmt keine moralischen Einflüsse vom Christentum auf die Römer eingegangen.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Maxdorfer Beitrag anzeigen
    Während der großen Christenverfolgungen sind bestimmt keine moralischen Einflüsse vom Christentum auf die Römer eingegangen.
    Jedenfalls gab das Verhalten der Christen den Römern doch zu denken. Natürlich haben viele Römer Christus verleugnet um ihre Haut zu retten. Selbst Petrus hatte das ja einmal getan. Aber das Christentum hätte sich im römischen Reich nicht so schnell ausbreiten können, wenn die Römer, auf Grund der Christenverfolgung, ihre Meinung zu dieser Religion nicht geändert hätten.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Tashunka Beitrag anzeigen
    Jedenfalls gab das Verhalten der Christen den Römern doch zu denken. Natürlich haben viele Römer Christus verleugnet um ihre Haut zu retten. Selbst Petrus hatte das ja einmal getan. Aber das Christentum hätte sich im römischen Reich nicht so schnell ausbreiten können, wenn die Römer, auf Grund der Christenverfolgung, ihre Meinung zu dieser Religion nicht geändert hätten.
    Zumal ja die Verfolgten selbst, falls es sie in der überlieferten Form überhaupt gegeben hat, selbst Römer waren.



    LG

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