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  1. #1
    Benutzer Rang: Kellermeister
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    Heeraufteilung Roms

    Ich hab mal irgendwo eine Erklärung über die Aufteilung von Roms Legionen.
    Könnte mir bitte noch mal jemand erklären wie sie ihre Heere aufgeteilt haben und wie sie sie genau lenken konnten, denn klein war das Heer nur im Vergleich zum Reich.

  2. #2
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    Was wollt ihr genau wissen? (das ist schließlich ein sehr weites Feld )

    Wo die einzelnen Legionen mit wieviel Mann genau stationiert waren?
    Dann spielt der Zeitpunkt eine nicht unwichtige Rolle, denn das änderte sich mituner recht schnell.
    Oder wie die Römer ein großes Heer im Kriegsfall organisierten, also z.B. beim Marsch aufteilten?
    Oder auch etwas über die Kommunikation im und zwischen den Legionen?

  3. #3
    Benutzer Rang: Kellermeister
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    Wie das Heer organisiert war.
    Wie sie marschierten und was für Gruppierungen im Heer es gab.

  4. #4
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    Also das ist natürlich ein sehr weites Themengebiet.
    Doch ich will versuchen, die wichtigsten Aspekte kurz darzulegen.

    Grundsätzlich gibt es in der römischen Geschichte die große Trennlinie Mitte des 2. Jahrhunderts vor Christus durch die Heeresreform des Marius.

    Davor hatte Rom eine Milizarmee, die Bürger stellten je nach Vermögen und Alter die einzelnen Abteilungen in der Legion. (Jeder Legionär seine eigen Ausrüstung zu finanzieren)
    Ganz vorne standen die Hastati, dahinter die Prinzeps, am Schluss die Triarii, die Veteranen.
    Gekämpft wurde mit der Manipel-Taktik.
    Unterstützt wurden diese Schwerbewaffneten durch leichte römische Hilfstruppen.
    Ebenso gehörten zum Troß einer solchen Legionen weitere Hilfskräfte für den Transport der Kriegsausrüstung.

    Nach der Reform des Marius hatte Rom eine Berufsarmee. Die Zuteilung nach dem Vermögen wurde abgeschafft (der Staat stellte ab nun die Ausrüstung) ebenso wie die einzelnen Heeresgruppen. Die nun einheitlich ausgerüsteten römischen Legionäre trugen nun ihre Ausrüstung auch auf dem Marsch selber (was die Marschgeschwindigkeit der einzelnen Legion erheblich erhöhte) und kämpften fortan mit der Kohorten-Taktik.
    Neben den römischen Legionären kamen auch weiterhin Hilfstruppen zum Einsatz, die überwiegend aus den eroberten Gebieten stammten und sehr spezialisiert waren (z.B. balearische Schleuderer, kretische Bogenschützen, gallische Reiter, etc.).

  5. #5
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    Osprey Publishing

    Mhn, wenn Du auch englische Texte in Betracht ziehst, kann ich da nur die Heftchen von Osprey Publishing empfehlen. da gibts auch einiges zur römischen Armee, z.B.: Osprey Publishing - The Roman Army from Caesar to Trajan

  6. #6
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    Die kleinste Einheit in der Schlacht war die Zenturie (Sollbesetzung 80-100 Mann).
    Zwei Zenturien bildeten ein Manipel, drei Manipel eine Kohorte, zehn Kohorten eine Legion, die grob 6000 Mann zählte. Rechnet man noch velites (Leichtbewaffnete), Reiterei, alae (Flankentruppen) und Tross zusammen, kommt man auf knapp 10000 Mann.
    Das rheinische Landesmuseum in Bonn hat mal eine gesamte Legion samt Gepäck, Lasttieren und Bediensteten aus Playmobil-Männchen gebastelt; tolle Idee.
    Die Disziplin der Legionäre ist ja ebenso bekannt wie die taktische Führung; ich hab mal gehört, dass es Berichte gibt, dass in Gefechten die vordersten Linien sich auf ein Signal blitzschnell hinter ihre hinteren Linien zurückgezogen haben,sodass die Gegner ständig frische, starke Soldaten vor sich hatten.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Maedhros Beitrag anzeigen
    Die Disziplin der Legionäre ist ja ebenso bekannt wie die taktische Führung; ich hab mal gehört, dass es Berichte gibt, dass in Gefechten die vordersten Linien sich auf ein Signal blitzschnell hinter ihre hinteren Linien zurückgezogen haben,sodass die Gegner ständig frische, starke Soldaten vor sich hatten.
    Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Vielleicht funktionierte das in der Theorie (und auch viele römische Militärschriftsteller wie Vegetius dürften reine Theoretiker gewesen sein, die von der Praxis nicht wirklich Ahnung hatten), aber in der Praxis? Die Legionäre kämpften doch dicht gedrängt nebeneinander, dasselbe galt auch für die 2., 3., 4. etc. Linie. Wo wären denn da die Lücken gewesen, durch die sich die erste Linie zurückziehen konnte? Ein derartiger Versuch hätte doch wohl totales Chaos verursacht und möglicherweise sogar eine allgemeine Flucht ausgelöst, weil die hinteren Linien vielleicht nicht erkannt hätten, dass die erste sich nur taktisch zurückzieht.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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    Quatsch

    Zitat Zitat von Maedhros Beitrag anzeigen
    ich hab mal gehört, dass es Berichte gibt, dass in Gefechten die vordersten Linien sich auf ein Signal blitzschnell hinter ihre hinteren Linien zurückgezogen haben,sodass die Gegner ständig frische, starke Soldaten vor sich hatten.
    Hallo,
    schließe mich Scifi an.
    Meinst Du mit Deinem Beispiel den Beginn des Mehrteilers "Rom" von 2006 glaube ich? Dort ist eine Trillerpfeife in Aktion zu sehen, worauf sich die Legionäre zurück zogen um neue Kräft nach vorne zu bringen bzw. die Linie wieder zu bilden. Das wurde in einem anderen Forum derart als "Ente" entlarvt, das die ganze Serie, die mir persönlich gut gefallen hat, als pure Unterhaltung klassifiziert.
    lG

  9. #9
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    Zitat Zitat von lorginn Beitrag anzeigen
    das die ganze Serie, die mir persönlich gut gefallen hat, als pure Unterhaltung klassifiziert.
    Ich hätte mir allgemein gewünscht, dass sich die ganze Serie mehr an die Fakten hält. Die wahren Ereignisse waren spannend und dramatisch genug. Vor allem Atia wurde völlig falsch dargestellt.

  10. #10
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    Nachfrage

    Zitat Zitat von Scifi Beitrag anzeigen
    Vor allem Atia wurde völlig falsch dargestellt.
    Das war die Cousine von Cäsar oder?
    lG

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