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30.07.2008, 22:51
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Hannibals Frau Ich war ziemlich überrascht, als ich bei meiner Livius-Lektüre las, Hannibal habe eine Frau gehabt. Eigentlich ist es ja nicht so ungewöhnlich, dass Menschen verheiratet sind, aber Hannibal habe ich mir irgendwie immer als "einsamen Wolf" vorgestellt, der nur für den Krieg gegen Rom lebte, außerdem wird sie kaum erwähnt. Meine weiteren Nachforschungen haben ergeben, dass sie Imilke hieß und Hannibal mit ihr offenbar sogar einen Sohn hatte.
Meine Frage an Euch: Weiß jemand Näheres darüber? |
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31.07.2008, 08:48
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 20.02.2008
Beiträge: 813
| Zitat:
Zitat von Scifi Ich war ziemlich überrascht, als ich bei meiner Livius-Lektüre las, Hannibal habe eine Frau gehabt. Eigentlich ist es ja nicht so ungewöhnlich, dass Menschen verheiratet sind, aber Hannibal habe ich mir irgendwie immer als "einsamen Wolf" vorgestellt, der nur für den Krieg gegen Rom lebte, außerdem wird sie kaum erwähnt. Meine weiteren Nachforschungen haben ergeben, dass sie Imilke hieß und Hannibal mit ihr offenbar sogar einen Sohn hatte.
Meine Frage an Euch: Weiß jemand Näheres darüber? | Hannibals Frau soll eine iberische Fürstentochter aus Kastulo gewesen sein, die den karthagischen Namen Himilke annahm (Imilke ist die latinisierte Form). Mit dieser hatte er möglicherweise auch Kinder. Allerdings: Die Quellenlage ist wie bei allen karthagischen Themen sehr sehr dunkel. |
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14.01.2009, 16:21
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Da muss ich dir recht geben, glaubte auch eher er war allein. Interessant wäre auch ob sie bei seinen Feldzügen und bei seiner "Flucht" in den Osten auch dabei war. |
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14.01.2009, 16:42
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| So viel ich weiß, war sie in Spanien dabei (no na, als Ibererin ...), verbrachte aber die Zeit seines Romzugs in Karthago. Mich würde ja vor allem interessieren, was aus dem Sohn wurde.
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
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14.01.2009, 16:58
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Scifi So viel ich weiß, war sie in Spanien dabei (no na, als Ibererin ...), verbrachte aber die Zeit seines Romzugs in Karthago. Mich würde ja vor allem interessieren, was aus dem Sohn wurde. | Stimmt, das wäre interessant. Leider weiß ich nichts darüber, freue mich aber wenn jemand neue Informationen zu diesem Thema findet und sie hier schreibt. |
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16.04.2009, 13:58
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 16.04.2009 Ort: Wien
Beiträge: 1.114
| "Auch seine Frau Imilke, ueber die wir nur sehr wenig wissen (war sie Ibererin?), und seinen waehrend der Belagerung von Sagunt geborenen Sohn schickte er nach Karthargo. Was im weiteren mit den beiden geschah, ist nahezu unbekannt, aber wahrscheinlich sah Hannibal beide nicht wieder."
Quelle: Hannibals Kampf um Rom.
Mehr find ich derweil nicht, aber ich halte die Augen offen
LG Phigo =) |
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16.04.2009, 14:02
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Danke!
Wieso Hannibal sie nicht wiedergesehen haben sollte, verstehe ich aber nicht. Nach Kriegsende kehrte er schließlich nach Karthago zurück. Wenn er sie da nicht wiedergesehen hat, dann müssten sie beide tot gewesen sein.
Dafür spricht allerdings, dass sie in Zusammenhang mit seiner Flucht auch nicht erwähnt werden. Er wäre wohl kaum geflohen und hätte seine Familie seinen Feinden überlassen.
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23.04.2009, 11:49
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 16.04.2009 Ort: Wien
Beiträge: 1.114
| Hmmm... Hier heißt sie anders, aber dafür wird erklärt, was mit ihr passiert:
Antigonos ist in die Gewalt des in Africa gelandeten Scipio geraten und muß ihn auf seinem Landgut vor den Toren Karthagos beherbergen. Hannibal ist notgedrungen aus Italien zurückgekehrt, zumal auch die numidischen Massyler unter Masinissa auf die römische Seite getreten sind. Nachdem die Karthager einen früheren Waffenstillstand gebrochen haben, ist Scipio zur Entscheidungsschlacht entschlossen. Beide Heere liegen sich bei Zama gegenüber. Es gibt ein letztes Gespräch der beiden Feldherrn, zu dem Scipio Antigonos mitnimmt. Hannibal versucht, die Schlacht abzuwenden, doch Scipio läßt sich nicht erweichen. Der Kampf ist zunächst lange unentschieden; schließlich scheint Hannibal vor dem Erfolg zu stehen, doch die von einer Verfolgung zurückkehrende Reiterei der Römer bringt die Entscheidung. Karthago bekommt harte Friedensbedingungen auferlegt, in der Stadt herrscht Chaos. Antigonos entschließt sich, den greisen, aber immer noch mächtigen Hanno im tofet, dem Heiligtum des Baal, zu töten.
Einige Jahre später besuchen Antigonos und Bostar Hannibal auf seinem Landgut. Er ist als Stratege abgesetzt, aber immer noch einflußreich; Antigonos unterhält sich lange mit seiner jungen Frau Elissa. Hannibal läßt sich zum Sufeten wählen und gestaltet die Verfassung Karthagos um. Während seine erfolgreichen Maßnahmen anlaufen, wird Antigonos aus Rom gewarnt, daß Hannibals Gegner ihn angezeigt haben und Rom seine Auslieferung verlangen wird. Die schwangere Elissa schreibt (noch ohne Kenntnis der Bedrohung) an Antigonos und bittet ihn, ihr und dem Kind beizustehen.
Antigonos gibt von Hannibals letzten Lebensjahren nur einen kurzen Abriß, nachdem er mit langer Verzögerung den Brief erhalten hat, den Hannibal ihm kurz vor seinem Selbstmord in Bithynien geschrieben hat. In aller Eile hatten Antigonos und Bostar nach Kenntnis der römischen Pläne die Flucht vorbereitet. Hannibal kam zu spät zu seinem Landgut: seine Gegner hatten dort ein Massaker angerichtet und auch die hochschwangere Elissa getötet. Hannibal ging in den Osten und hielt sich lange beim seleukidischen König Antiochos auf, doch in dessen Krieg gegen die Römer konnte er sich mit seinen Ratschlägen nicht durchsetzen. Hannibal ging weiter nach Armenien und schließlich Bithynien, wo die Römer seine Auslieferung verlangten.
( Gisbert Haefs: Hannibal (1989))
Ist natürlich dir überlassen, was du von dem Text hältst =)
LG Phigo =)
__________________ Inveniemus viam aut faciemus. - Hannibal Hoc enim uno praestamus vel maxime feris, quod conloquimur inter nos et quod exprimere dicendo sensa possumus. - Crassus |
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23.04.2009, 11:55
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Gar nichts.
Das ist ein Auszug aus einem Historienroman, für den es nicht gerade spricht, dass Haefs noch nicht einmal den richtigen Namen verwendet.
Ich habe von ihm "Alexander" und "Alexander in Asien" gelesen, die zwar an sich gut geschrieben waren, aber die zahlreichen esoterischen Elemente machten sie kaputt. Außerdem scheint es bei ihm üblich zu sein, Geschichten nicht aus der Perspektive ihrer Hauptpersonen, sondern von realen und fiktiven Nebencharakteren zu erzählen, das war bei den Alexander-Romanen auch so.
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23.04.2009, 11:57
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 16.04.2009 Ort: Wien
Beiträge: 1.114
| Gut, dann entschuldige den Internetmüll.
Hab mir nur gedacht, ist zumindest eine plausible Erklärung, auch wenns nicht stimmt. Aber egal^^
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