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  1. #1
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    Die Entwicklung Amerikas ohne Europäer

    Hallo zusammen,
    Ich weiß, dass es bereits eine ähnliche Diskussion gab, allerdings drehte es sich da eher um die nordamerikanischen Indianer (und im Kreis ).

    Meine Frage wäre: Was denkt ihr, wie sich die amerikanischen Zivilisationen ohne Europäer entwickelt hätten?
    Wäre das Aztekenreich ein zweites römisches Reich geworden? (Tenotchtitlan-Rom,...)
    Hätten die Stadtstaaten der Maya gegen ein riesiges Inkareich kämpfen müssen, wie die Griechen gegen die Perser? (Das Inkareich-Persien, Maya-Griechen...)
    Wären die nordamerikanischen Indianer vergleichbar mit
    den asiatischen Steppenvölkern gewesen? (Auch ohne Pferde?)
    Danke im voraus!
    (PS.Ist mein erstes selbsterstelltes Thema, bitte um Rücksicht bei fehlern

  2. #2
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    Zitat Zitat von Kronos Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Ich weiß, dass es bereits eine ähnliche Diskussion gab, allerdings drehte es sich da eher um die nordamerikanischen Indianer (und im Kreis ).

    Meine Frage wäre: Was denkt ihr, wie sich die amerikanischen Zivilisationen ohne Europäer entwickelt hätten?
    Wäre das Aztekenreich ein zweites römisches Reich geworden? (Tenotchtitlan-Rom,...)
    Hätten die Stadtstaaten der Maya gegen ein riesiges Inkareich kämpfen müssen, wie die Griechen gegen die Perser? (Das Inkareich-Persien, Maya-Griechen...)
    Wären die nordamerikanischen Indianer vergleichbar mit
    den asiatischen Steppenvölkern gewesen? (Auch ohne Pferde?)
    Danke im voraus!
    (PS.Ist mein erstes selbsterstelltes Thema, bitte um Rücksicht bei fehlern
    Die Mayas waren bereits sogut wie niedergegangen und die Azteken waren auch nicht mehr auf der höhe (kann auch nur ein kurzfristiges Tal gewesen sein), die Gründe sind soweit ich weiß unbekannt, man nimmt an (obwohl es sich komisch anhört) dass es Dürren waren. Den Inka ging es wohl recht gut nur kann ich mir nicht vorstellen das die Anden damals genug fläche für eine mit dem Persischen Reich vergleichbare Nation bilden würde. Ich wüsste auch nicht was ein Krieg zwischen Maya und Inka bringen würde.

  3. #3
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    Zitat Zitat von kugelschreiber1 Beitrag anzeigen
    Die Mayas waren bereits sogut wie niedergegangen
    Was meinst du damit genau? Die Mayas hatten doch kein zusammenhängendes Reich sondern waren Stadtstaaten, oder nicht?

    Zu den Azteken: Unter Moctezuma war das Reich doch größer als je zuvor, er war bis zur Ankunft der Spanier hoch angesehen.

    Zu den Inka: Das Inkareich war doch mindestens so groß wie das alte Persien.
    Allerdings war die ethische Vielfalt sehr viel kleiner als im persischen, da hast du recht.
    Expansion ist doch immer ein Grund für Eroberung, oder?
    Wieso hätten denn die Perser Griechenland erobern wollen?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Kronos Beitrag anzeigen
    Was meinst du damit genau? Die Mayas hatten doch kein zusammenhängendes Reich sondern waren Stadtstaaten, oder nicht?

    Zu den Azteken: Unter Moctezuma war das Reich doch größer als je zuvor, er war bis zur Ankunft der Spanier hoch angesehen.

    Zu den Inka: Das Inkareich war doch mindestens so groß wie das alte Persien.
    Allerdings war die ethische Vielfalt sehr viel kleiner als im persischen, da hast du recht.
    Staatstaaten können genauso niedergehen, sie werden kleiner und werden aufgegeben, was bei den Mayas normal war nur wurden immer weniger Neugegründet.
    Deutschland hat auch 1942 seine größte ausdehnung, heißt nicht viel.
    Ob das Inkareich genauso groß war wie das 1. Persische Großreich ist nebensächlig (obwohl ich mir da nicht sicher bin)

    http://de.academic.ru/pictures/dewik...500_v_Chr_.jpg

    http://www.schularena.com/geschichte...eich_16_jh.gif

    Schau dir mal das Land ein nur Gebirge und dünn Besiedelt.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Kronos Beitrag anzeigen
    Zu den Inka: Das Inkareich war doch mindestens so groß wie das alte Persien.
    Die Inka expandierten aber nicht nach Mittelamerika, wo sie mit Maya-Spätstaaten und den Azteken aneinandergeraten hätten können (so, wie die Perser an die Griechen geraten sind), sondern die Inka expandierten in den Amazonasraum und die südlich angrenzenden Gebiete.
    Wie weit sie da hätten gehen können, bevor das Reich an zu viel Größe untergegangen wäre oder zerbrochen in mehrere rivalisierende Teilreiche (bei den Streitigkeiten unter den Inka-Prinzen eher die wahrscheinlichere "Lösung"), das weiß keiner.

    VG
    Christian

  6. #6
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    Ich glaube nicht, dass es das Gedankenspiel (welches interessant ist) weiterbringt, nach Parallelen zu der Antike in Europa zu suchen. Ich würde auch aufpassen zuviel griechisches in die Maya zu interpretieren. Richtig ist die Maya waren weitgehend untergegangen. Man darf aber nicht den Fehler machen, sie damit aus der Liste zu streichen. Existent waren sie sehr wohl noch und auch nicht eben kampfunfähig.
    Für das Aztekenreich würde ich prognostizieren, dass ihr Vorgehen bei Eroberungen, was unweigerlich eine starke und deutliche Unterdrückung nach sich zieht, enorme Probleme in der Stabilität des Reiches bedingen. Ihr Vorgehen lässt erbitterte Feindschaften entstehen bzw. bestanden schon einige, was den Spaniern ihre Eroberung ja erst ermöglichte. Daran wird ein Großreich auch ohne übermächtigen äußeren Feind lange zu knacken haben. Und ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass es daran zerbrechen kann. Meine These für die Azteken wäre, dass Ähnliches passiert wie im frühen China, viele Völker, die ähnlich leben und mit wechselder Dominanz. Denn in Mittelamerika lebten ja nicht nur Azteken und Maya.
    Die Inka, würden keine Eroberungen Richtung Mittelamerika anstrengen. Die Geographie zeigt warum. Dieser schmale Grad als Kontakt, warum sollte man sich nach Norden richten? Die Distanz ist viel viel zu groß.
    Eher Richtung Amazonas. Aber wie sollte ein Bergvolk im Urwald mit den dort lebenden Völkern fertig werden? Es gibt Thesen dass auch dort sehr hochentwickelte Völker lebten. Beute wäre also zu machen gewesen. Allein: Wir sehen heute so gut wie selten zuvor, wie effektiv ein unterlegender Gegner mit asymetrischem Krieg arbeiten kann. Im Amazonas wäre das optimal möglich gewesen. Von daher würde ich auch das Inkareich nahe an seiner maximalen Ausdehnung sehen. Noch dazu gab es im Inkareich nennenswerte Rivalitäten zwischen den Adelshäusern. Gut möglich, dass das Inkareich kurz vor einer Zersplitterung stand.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Kronos Beitrag anzeigen
    Was meinst du damit genau? Die Mayas hatten doch kein zusammenhängendes Reich sondern waren Stadtstaaten, oder nicht?

    Zu den Azteken: Unter Moctezuma war das Reich doch größer als je zuvor, er war bis zur Ankunft der Spanier hoch angesehen.

    Zu den Inka: Das Inkareich war doch mindestens so groß wie das alte Persien.
    Allerdings war die ethische Vielfalt sehr viel kleiner als im persischen, da hast du recht.
    Expansion ist doch immer ein Grund für Eroberung, oder?
    Wieso hätten denn die Perser Griechenland erobern wollen?
    Ich würde aber sagen, das Persische Reich war etnisch ziemlich homogen, im Gegensatz zum Inkareich. Man sieht das ja noch heute an der ethnischen Situation in Iran, Afganistan... Die meisten Völker/Stämme sind iranische Ethnien, die sich oft sogar noch verstehen können Perser/Tatschiken, Kurden/Sasa/Luri, Belutschen. Auch die früheren Skythen, Parther, Meder reihten sich in diese Verwandschaft ein. Daneben gab/gibt es kleinere Türkische Minderheiten, Hethiter, Kaukasier, Griechen, Armenier und noch weniger Araber und Drawiden.
    Es mag natürlich sein, das der Anteil der Kaukasier und Drawiden damals wesentlich höher war.
    Obwohl die Inkasprache als Verständigungssprache diente, gehörten die Indianervölker des Inka-Reiches sehr vielen Sprachfamilien an.

    Die Atzteken waren selbst als Steppenvolk zum Eroberer der Region um das heutige Mexiko City geworden.

  8. #8
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    Beim Inkareich werdet ihr vermutlich recht haben,
    eine Expansion nach Norden war unwahrscheinlich
    und als Pizzaro eintraf standen die beiden Inkaprinzen ja
    kurz vor einem Bürgerkrieg.
    Allerdings bin ich mir nicht sicher ob die Maya Untergegangen wären.
    Ihr Volk lebt ja in Teilen Mexikos weiter, wenn auch ihre Kultur und Religion
    verloren gegangen sind (Menschenopfer wurden wohl unbeliebt)
    Für das Aztekenreich kann ich mir allerdings durchaus eine Zukunft vorstellen, die mit der chinesischen Entwicklung vergleichbar wäre, nur mit Stadtstaaten anstatt Volksgruppen.

    Was meint ihr wie hätten die nordamerikanischen Indianer auf die Mittelamerikanischen Kulturen reagiert?
    Hätte ihr Wohlstand vielleicht eine Völkerwanderung ausgelöst?

  9. #9
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    Zitat Zitat von kugelschreiber1 Beitrag anzeigen
    Die Mayas waren bereits sogut wie niedergegangen und die Azteken waren auch nicht mehr auf der höhe (kann auch nur ein kurzfristiges Tal gewesen sein), die Gründe sind soweit ich weiß unbekannt, man nimmt an (obwohl es sich komisch anhört) dass es Dürren waren. Den Inka ging es wohl recht gut nur kann ich mir nicht vorstellen das die Anden damals genug fläche für eine mit dem Persischen Reich vergleichbare Nation bilden würde. Ich wüsste auch nicht was ein Krieg zwischen Maya und Inka bringen würde.
    Lieber Kugelschreiber,
    wie sollten die Inkas mit den Mayas zu tun bekommen? Da war immer noch die Landenge von Panama.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Kronos Beitrag anzeigen
    Hätte ihr Wohlstand vielleicht eine Völkerwanderung ausgelöst?
    Wieso, waren die nordamerikansichen arm?

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