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Tags: bankenkrise, staat, steuergelder

Umfrageergebnis anzeigen:
Der große Bankenkrach -- sollen die Regierungen eingreifen?
Ja, die Gefahr einer umfasssenden Wirtschaftskrise wäre sonst zu groß 33,33%
Nein, eine funktionierende Marktwirtschaft muss sich selbst regulieren. 50,00%
Keine Meinung 16,67%
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Antwort
Alt 23.11.2011, 18:19   #71 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Diviciacus Beitrag anzeigen
Eine Meinung unter vielen. Noch dazu eine kaum gehörte.
Finde darin kein Argument was mich überzeugen könnte. Kannst Du mir helfen?
Inwiefern?

Dass wir keine Schuldenkrise haben, sondern eine politische,

welche eben daran krankt, dass die Institution, die muss (EU), nicht kann, weil sie bisher nicht darf und so der selbsterklärten Musterschüler (Deutschland) mehr schlecht als recht versucht, den anderen seinen (irrigen) Willen aufzuzwingen?


Versteh' i.M. nicht so ganz, was nicht zu verstehen ist.


Dass die Märkte sich von Sparmassnahmen wenn überhaupt dann nur negativ beeindrucken lassen, ist ja soweit common sense.

Dass Merkels und Gabriels Rezepte nicht fruchten, ebenso.


Dass sie schon damals bei Lehman total danebenlagen, sowieso.



Dass man sich vor Inflation in die Hosen macht, während es gleichzeitig die Zinsen sind, die die Nachfrage bremsen, ist mir völlig unverständlich,


und dass man deswegen weltweit als Problem angesehen wird, umso weniger.


D.h. Deutschland wird fliegen, wenn es sich nicht schleunigst ändert.





LG
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Alt 24.11.2011, 00:13   #72 (permalink)
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Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Dass die Märkte sich von Sparmassnahmen wenn überhaupt dann nur negativ beeindrucken lassen, ist ja soweit common sense.
Jo, dass die Finanzwirtschaft sich immer neue Schulden und immer mehr Steuern dann für den Zinsdienst plus der Belastung durch die Inflation wünscht, muss doch nicht bedeuten, dass das für alle gut wäre.

Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Dass Merkels und Gabriels Rezepte nicht fruchten, ebenso.
Es gibt keine Rezepte mehr die fruchten, die Staaten haben keinen Spielraum für neue Schulden und die Zinsen nahe Null. Rien ne vas plus.

Zitat:
Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
Dass man sich vor Inflation in die Hosen macht, während es gleichzeitig die Zinsen sind, die die Nachfrage bremsen, ist mir völlig unverständlich,
Die Zinsen, herrjeh, wohin sollen sie denn noch gesenkt werden? Nullzinspolitik und ausufernde Staatsschulden sind das bewährte Original-Langzeitkrisenrezept aus Japan. Der Spiegel-Schreiberling hat nun wirklich gar keine Ahnung, null. Die jetzige Krise unterscheidet sich fundamental von der 1929 und zwar vor allem in der Form der Krisenbewältigung.

Man hat 2008 durch massive Staatsschulden, Bankenverstaatlichung und Aufkauf toxischer Papiere die Krise nicht gelöst sondern in die Zukunft verlagert. Und vielleicht kommen wir so langsam in der Zukunft an, kann das sein?

BTW: in GB ist die Inflation derzeit schon bei 5 Prozent, wie man da auf deflationäre Hirngespinste kommt, ist mir ein Rätsel.
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Alt 24.11.2011, 04:02   #73 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen
Der Spiegel-Schreiberling hat nun wirklich gar keine Ahnung, null. Die jetzige Krise unterscheidet sich fundamental von der 1929 und zwar vor allem in der Form der Krisenbewältigung.
Dieser Schreiberling ist einer der Lakaien der Hochfinanz.

Das meiste, was er schreibt sind Lügen.

Die größte, dass damals der Banker JP Morgan das System rettete...

Wenns nicht so traurig wäre, könnte man fast darüber lachen.

Seltsamer Weise steht bei Wiki nichts über seine wahre Herkunft.
Dennoch gibt es einige interessante Aspekte um diesen zwielichtigen Halunken und Lügner:

J. P. Morgan Kritik Wikipedia


Und so sitzen diese Schmierfinken und Lakaien der Hochfinanz in allen möglichen Medien und Portalen, ja selbst in diesem Forum und verbreiten ihre systematische Desinformation.

.

Geändert von adwi (24.11.2011 um 04:04 Uhr).
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Alt 24.11.2011, 10:51   #74 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen
Jo, dass die Finanzwirtschaft sich immer neue Schulden und immer mehr Steuern dann für den Zinsdienst plus der Belastung durch die Inflation wünscht, muss doch nicht bedeuten, dass das für alle gut wäre.
...
Ihr tut so, als gäbe es "die Märkte", "die Hochfinanz", "die Banken" usw. auf der einen Seite, und "das Volk", "den Staat", "den kleinen Mann" u.ä. auf der anderen.


Beide Seiten sind aber keine Extrema auf einer Skala, sondern miteinander verwobene und voneinander abhängige Elemente eines Ganzen.

Dem kleinen Mann nützt es gar nix, wenn Wall Street 'mal eben pro Tag ein paar hundert Mrd. $ verzockt/verliert/abschreibt, weil er dadurch ebenso zumindest mittelbar (oder gar unmittelbar über pension funds usw.) auch mit in die Röhre guckt.


Ich find' auch nicht alles wunderbar, was auf den Märkten usw. geschieht;

aber bitte - wo ist die Alternative? Die Geschichte zeigt, es gibt keine (und dort, wo man versucht, eine zu erfinden, hagelt's Tote);

denn Grundlage von Marktverhalten ist die menschliche Psyche.


Deswegen würd' ich das derzeitige Problem 'mal andersherum sehen: Um die Märkte (und somit das Ueberleben der Menschen, auch der "kleinen") zu retten, muss auf politisch-institutioneller Ebene 'was passieren,

nicht andersherum ("Um GR zu retten, müssen wir die Märkte überzeugen bzw. überlisten").


Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen
...
Es gibt keine Rezepte mehr die fruchten, die Staaten haben keinen Spielraum für neue Schulden und die Zinsen nahe Null. Rien ne vas plus.
...
Das ist so nicht richtig.

Es kommt darauf an, welcher Staat, welche Einnahmen er hat, und wie sicher dort Investitionen sind.


Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen
...
Die Zinsen, herrjeh, wohin sollen sie denn noch gesenkt werden? Nullzinspolitik und ausufernde Staatsschulden sind das bewährte Original-Langzeitkrisenrezept aus Japan. Der Spiegel-Schreiberling hat nun wirklich gar keine Ahnung, null.
...
Aehm ....

Ein Zitat aus der dieswöchentlichen Spiegel-Print-Ausgabe (Artikel "Der Scheinriese", S. 86, Autoren Ralf Neukirch und Christian Reiermann; es geht darum, dass Ds angebliches Wirtschaftswunder keines ist, die Zahlen anderer europ. Staaten, u.a. Italiens, bez. mancher makroökonomischer Zahlen, besser sind als jene Ds):

Zitat:
Tatsächlich könnte die Gunst, die Deutschland zur Freude des Finanzministers gerade an den Anleihemärkten geniesst, schnell entzogen werden. Derzeit liegen die Zinsen für deutsche Staatsanleihen auf Rekordtief. Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit etwa werfen nur noch eine Rendite von 1.8% ab. Steigt das Zinsniveau im Durchschnitt nur um einen Prozentpunkt, kommen für die öffentlichen Etats auf mittlere Sicht zusätzliche Belastungen von jährlich 20 Mrd. Euro hinzu.
...

Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen
...
Die jetzige Krise unterscheidet sich fundamental von der 1929 und zwar vor allem in der Form der Krisenbewältigung.
...
Freilich hat's Unterschiede, und ich hätt' bzw. hab' Dir bis vor kurzem recht gegeben;

nur ist die himmelschreiende Berliner Blockade- und Verschleppungspolitik ja eigentlich im Resultat nicht wesentlich anders als die krämerisch-prozyklische Ausgabenbremse der Pfuscher von 1929.




LG
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Alt 24.11.2011, 11:31   #75 (permalink)
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Schuldenkrise: Deutschland wird Staatsanleihen kaum noch los - Finanz-News - FOCUS Online - Nachrichten

Woher sollen denn die Gelder für die Konjunkturpakete kommen? Das ist doch alles Quark. Hier das sind die Märkte, sie geben den Staaten nicht mehr unbegrenzt Geld und schon gar nicht für Konjunkturprogramme. Oder nur zu horrenden Zinsen, die die Staaten erst recht in den Kollaps treiben.

Was hat eigentlich die Form der Geldschöpfung mit der Marktwirtschaft zu tun? Verstehe ich nicht.

Solche Staaten wie Spanien, die relativ geringe Schulden haben, aber trotzdem im Grunde zahlungsunfähig sind, müssen ihre Staatsfinanzierung entweder ändern, oder wenn das schlecht geht, die Schulden auf ein Maß reduzieren, dass den Zinsdienst auch in Rezessionen nicht zum Bankrottgrund macht. Es bringt doch gar nichts, die guten Zahlen von anno Tobak herunterzuleiern.
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Geändert von Triton (24.11.2011 um 11:35 Uhr).
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Alt 24.11.2011, 19:26   #76 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen

Woher sollen denn die Gelder für die Konjunkturpakete kommen? [...]

Oh, das ist leicht, die EZB kauft einfach soviele Staatsanleihen, bis wieder alle liquide sind.

Dazu ein paar Eurobonds und weg ist die Krise.

Leider wird all das vom pöhsen Deutschland (noch) verhindert...
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Titus Feuerfuchs
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Alt 25.11.2011, 04:12   #77 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Triton Beitrag anzeigen

[...]Es gibt keine Rezepte mehr die fruchten, die Staaten haben keinen Spielraum für neue Schulden und die Zinsen nahe Null. Rien ne vas plus.[...]

Wie sollte deiner Meinung nach die Politik mit der Eurokrise umgehen, welche Maßnahmen würdest du angesichts der tristen Lage setzen?
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