| TagCloud | | | Umfrageergebnis anzeigen: Der große Bankenkrach -- sollen die Regierungen eingreifen? | |
Ja, die Gefahr einer umfasssenden Wirtschaftskrise wäre sonst zu groß
|   | 33,33% | |
Nein, eine funktionierende Marktwirtschaft muss sich selbst regulieren.
|   | 50,00% | |
Keine Meinung
|   | 16,67% |  | |
18.09.2008, 09:42
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#1 (permalink)
| | Administrator Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 23.04.2008
Beiträge: 360
| Der große Bankenkrach -- sollen die Regierungen eingreifen? Umfrage vom 18.09.2008 |
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18.09.2008, 11:22
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Grundsätzlich halte ich es für falsch, wenn die Banken von den Regierungen (also mit Steuergeldern) gerettet werden. Das klingt jetzt kaltherzig, neoliberal und wird viel Widerspruch ernten, aber trotzdem:
Was genau ist denn geschehen? Die US-Banken haben viel zu leicht viel zu viele Kredite an Personen vergeben, deren Kreditwürdigkeit nur bedingt gegeben war. So ein System musste irgendwann zusammenbrechen. Nebenbei haben sie und diverse Fonds und Versicherungsunternehmen auch noch immer spekulativere und riskantere Anlageprodukte auf den Markt geworfen, bis die Spekulationsblase platzte.
Eine Rettung der Banken und Versicherungsgesellschaften durch den Staat wäre genau das falsche Signal: Es würde ihnen signalisieren, dass sie auch weiterhin hohe Risken eingehen und - solange alles glatt läuft - astronomische Gewinne einsacken können. Wenn es dann mal Probleme gibt, wird der Staat schon eingreifen und sie mit Steuergeldern retten. Also immer weiter lustig drauf los zocken.
Das Problem sind die Manager und ihre Absicherung: Solange sie erfolgreich sind, bekommen sie astronomische Gehälter und lassen sich in der Branche und auch von den Medien als "Wunderwuzzis" feiern. Geht etwas schief, schieben sie die Schuld auf den bösen "Markt" und bekommen trotzdem noch astronomische Abfertigungen nachgeschoben, während den einfachen Mitarbeitern erklärt wird, dass aufgrund der aktuellen Probleme die Betriebspension leider etwas magerer ausfallen oder ganz entfallen wird. Solange sie nicht ausdrücklich kriminell gehandelt haben, kann den Managern praktisch nichts passieren.
Was also sollte man machen? Wichtig wäre es, die Verantwortlichkeit der Manager zu verschärfen und sie viel mehr als jetzt auch mit ihrem Privatvermögen haften zu lassen. Dann würden sie mit dem ihnen anvertrauten Geld sorgsamer umgehen. "Golden Handshakes" und Prämien für Versager sollten überhaupt gesetzlich verboten werden.
Wichtig wäre weiters eine Verschärfung des Wettbewerbsrechts und eine Stärkung der Kartellbehörden und der Bankenaufsicht.
Und was soll aus den geschädigten Anlegern werden? Natürlich kann man die nicht einfach im Regen stehen lassen. Aber wenn, dann sollte man ihnen direkt helfen und nicht ihren Banken. Aber auch hier ist Augenmaß angebracht: Immer wieder gibt es z.B. windige Privatbanken und Finanzdienstleister, die ihren Anlegern astronomische, also ökonomisch völlig unrealistische, Zinsen und Gewinne versprechen. Wenn die dann zusammenkrachen, wird von den gierigen Anlegern auch der Ruf nach Entschädigung durch den Staat laut - zu Unrecht. Ein bisschen Hausverstand darf man wohl von jedem Menschen erwarten. Dasselbe gilt natürlich auch für Leute, die auf Pump leben, obwohl sie wissen (müssten), dass sie es sich eigentlich nicht leisten können.
Geändert von Scifi (18.09.2008 um 17:54 Uhr).
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18.09.2008, 19:10
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#3 (permalink)
| | Benutzer Rang: Majordomus
Registriert seit: 27.08.2008 Ort: Jettingen
Beiträge: 55
| Im grunde ist dem m.M. nach nichts mehr hinzu zu fügen. |
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19.09.2008, 13:21
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Es geht nicht an, dass die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert werden. Aber das ist das herrschende System, siehe auch KfW mit über 500 Milionen noch an die pleitegegangenen Lehman Brothers.
Das Staatssozialistische System hatte sich überlebt und ist untergegangen, dasselbe wird mit dem Staatskapitalisteschen System auch passieren.
Nachdem der Kapitalismus den Kampf mit dem Kommunismus gewonnen hatte, hat er sich ungzügelt ausgebreitet. Er ist aber auch nicht der Weisheit letzter Schluß. 
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19.09.2008, 13:26
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Was genau willst Du damit eigentlich sagen? Wie sollen Deiner Meinung nach die Gegenmaßnahmen aussehen? |
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26.09.2008, 18:59
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 24.07.2008 Ort: Augsburg
Beiträge: 1.088
| Es gilt jetzt unsere Wirtschaft und damit unseren Lebensstandard zu retten. Dieses Ziel steht über allem anderen, also müssen die Regierungen jetzt Machtworte sprechen und den Banken an den Karren fahre, dass deren Spekulation endlich ein Ende hat. Wir brauchen keine inflation. Und keinen wirtschaftlichenn Wettbewerb-Punkt. |
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27.09.2008, 09:45
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Zitat:
Zitat von cäsar Es gilt jetzt unsere Wirtschaft und damit unseren Lebensstandard zu retten. Dieses Ziel steht über allem anderen, also müssen die Regierungen jetzt Machtworte sprechen und den Banken an den Karren fahre, dass deren Spekulation endlich ein Ende hat. Wir brauchen keine inflation. Und keinen wirtschaftlichenn Wettbewerb-Punkt. | Lieber Cäsar,
kann das die Regierung in einer globalisierten Weltwirtschaft überhaupt schaffen? 
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27.09.2008, 10:35
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 24.07.2008 Ort: Augsburg
Beiträge: 1.088
| Zitat:
Zitat von dieter kann das die Regierung in einer globalisierten Weltwirtschaft überhaupt schaffen?  | Ja, indem sie hart durchgreift und nicht auf den ganzen globalen Blödsinn Rücksicht nimmt. So zimperlich wie bisher geht das natürlich wiederum nicht. |
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27.09.2008, 12:26
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von cäsar Es gilt jetzt unsere Wirtschaft und damit unseren Lebensstandard zu retten. Dieses Ziel steht über allem anderen, also müssen die Regierungen jetzt Machtworte sprechen und den Banken an den Karren fahre, dass deren Spekulation endlich ein Ende hat. Wir brauchen keine inflation. Und keinen wirtschaftlichenn Wettbewerb-Punkt. | Und was genau soll die Abschaffung des Wettbewerbs Deiner Meinung nach bringen? Durch mangelnden Wettbewerb steigen die Preise doch erst recht! |
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27.09.2008, 12:29
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Zitat:
Zitat von cäsar Ja, indem sie hart durchgreift und nicht auf den ganzen globalen Blödsinn Rücksicht nimmt. So zimperlich wie bisher geht das natürlich wiederum nicht. | Was genau schwebt Dir da vor?
Ich bin auch kein bedingungsloser Globalisierungsfan, aber das Gegenteil von Globalisierung ist Protektionismus. Wenn Ihr z.B. die Einfuhr ausländischer Waren blockiert, werden Eure Handelspartner dasselbe mit deutschen Waren machen. Ganz schlecht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. |
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