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Tags: balkan, kosovo, serbien

Umfrageergebnis anzeigen:
Ist es ein Fehler, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen?
Ja, das wird den Balkan und eventuell andere Teile Europas destabilisieren 27,27%
Nein, nur so kann ein Dauerkrisenherd entschärft werden 36,36%
Sowohl als auch 30,30%
Weiß nicht 6,06%
Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Thema geschlossen
Alt 21.02.2008, 16:00   #1 (permalink)
Administrator
Rang: Kanzler
 
Benutzerbild von admin
 
Registriert seit: 11.12.2007
Beiträge: 508
admin hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Ist es ein Fehler, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen?

Umfrage vom 21.02.2008
__________________
Bitte melden Sie moralisch und rechtlich bedenkliche Einträge
admin ist offline  
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Alt 21.02.2008, 17:58   #2 (permalink)
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Rang: Knappe
 
Benutzerbild von skorb
 
Registriert seit: 20.02.2008
Ort: Neuenkirchen
Beiträge: 4
skorb befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Für ein Land mit Stark auseinander gehenden Interessen ist es vielleicht das beste das Land in die vorhandenen ethnischen Gruppen aufzuteilen.
Sonst hat man später die gleichen Probleme wie z.b: Iran, Irak und sonstige Länder die Ende der Kolonialzeit der Fläche und nicht den Völkern nach aufgeteilt wurden.
skorb ist offline  
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Alt 21.02.2008, 20:17   #3 (permalink)
Neuer Benutzer
Rang: Knappe
 
Benutzerbild von Mars242
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 6
Mars242 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ehrlich gesagt, ich bin da ziemlich unsicher bei der Seperation des Kosovo.
Sinnvoll ist dann auch noch, tatsächlich unabhängig zu werden.

Die Schaffung neuer Verwaltungsstrukturen ist andererseits in meinen Augen nicht erstrebenswert, das Geld sollte anders allokiert werden.

Deswegen bin ich für ein entschiedenes VIELLEICHT.

Letzen Endes kann man das nur mit der Zeit sehen. Ich wünsche den Menschen dort Freiden und Freiheit.
Mars242 ist offline  
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Alt 22.02.2008, 18:14   #4 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Großkanzler
 
Benutzerbild von Protagoras
 
Registriert seit: 18.02.2008
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 1.811
Protagoras wird schon bald berühmt werdenProtagoras wird schon bald berühmt werden
Ich denke auch, daß es schwierig ist zu beurteilen, ob die Entscheidung zur Unabhängigkeit des Kosovo richtig oder falsch war bzw. ist.
Meine beiden Vorredner haben Recht mit ihren Meinungen.
Es wird wohl erst die Zeit bringen, ob die Entscheidung gut war.
Andererseits sollte man auch bedenken, daß in Zeiten der Globalisierung diese "Vielstaaterei" nicht unbedingt förderlich sein kann.
__________________
Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden, daß sie sind, und der Nichtseienden, daß sie nicht sind.
Protagoras ist offline  
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Alt 23.02.2008, 12:07   #5 (permalink)
Neuer Benutzer
Rang: Torwächter
 
Benutzerbild von Seulekide
 
Registriert seit: 23.02.2008
Ort: Duderstadt/Göttingen
Beiträge: 12
Seulekide befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Der Meinung bin ich auch. Wenn die Entwicklung auf dem Balkan derart fortschreitet haben wir bald, um es überspitzt auszudrücken, wieder Stammesfürsten und Stämme
Seulekide ist offline  
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Alt 25.02.2008, 16:36   #6 (permalink)
Benutzer
Rang: Kellermeister
 
Benutzerbild von Aretino
 
Registriert seit: 14.02.2008
Ort: Basel
Beiträge: 42
Aretino befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Eine tatsächliche langfristigere Lösung könnte nur die Einsicht bieten, dass die sogenannte "nationale Souveränität" bzw. der klassische Nationalstaat nicht mehr das Mass und Ziel aller politischen Bestrebungen sein kann. Wie souverän ist denn der Kosovo wirklich? Politisch und vor allem ökonomisch wird er immer am Tropf der EU bleiben, und wenn es der EU gelingt (was zu hoffen ist), einen gewissen Schutz der serbischen Minderheit zu sichern, ist auch das letztendlich ein massiver Eingriff in die innere Souveränität. Eine Konstruktion wie "Protektorat der Europäischen Union im Rahmen des serbischen Staatsverbandes" wäre eine viel ehrlichere und gleichzeitig weniger problematische Rechtsform und könnte als Modell für andere Konfliktregionen dienen. Allerdings müssten auch für dieses Modell sowohl Kosovaren wie Serben von ihren Maximalforderungen abrücken, die vom "altmodischen" Nationenbegriff geprägt sind.
Aretino ist offline  
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Alt 27.02.2008, 10:08   #7 (permalink)
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Rang: Knappe
 
Benutzerbild von Hector54
 
Registriert seit: 27.02.2008
Ort: Pirmasens
Beiträge: 3
Hector54 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Kosowo

Die Geschichte hat gezeigt, wie sinnlos es ist, in Staatsgebilden unterschiedliche Volksgruppen zu vereinen. An Afrika, einem mehr oder weniger dauernden Kriesenherd,ist gut zu erkennen, dass in "künstlichen" Staaten mit Grenzziehungen am Grünen Tisch durch ehemalige Kolonialmächte und ohne Berücksichtigung ethnischer Gruppen, keine dauerhaftes friedliches Zusammenleben möglich ist. Und wenn doch, dann nur oberflächlich unter mehr oder weniger totalitären politischen Systhemen. Siehe auch das Kunstgebilde Belgien, das lediglich durch die Monarchie (wenn auch nicht gerade totalitär) zusammengehalten wird. Auch hier driften die Volksgruppen auseinander und es kommt zu Konflikten ethnischen Ursprungs.
Hector54 ist offline  
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Alt 27.02.2008, 18:56   #8 (permalink)
Benutzer
Rang: Majordomus
 
Benutzerbild von Flavius
 
Registriert seit: 27.02.2008
Ort: Stein
Beiträge: 82
Flavius befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Lächeln Was wäre wenn...?

So sehr ich den Wunsch der Kosovo-Albaner hinsichtlich einer Ablösung von Serbien verstehen kann, so bin ich doch immer wieder erstaunt, wie andere Staaten auf ein derartiges Vorhaben reagieren.
Die USA, Frankreich und Deutschland zum Beispiel haben den Kosovo sehr schnell als eigenständigen Staat anerkannt. Diese Haltung scheint mir nur wenig mit Menschlichkeit oder Solidarität zu tun zu haben, sondern in erster Linie den augenblicklichen politischen Interessen dieser Staaten zu entspringen. Gleiches gilt natürlich auch für die Gegenseite wie Russland, das traditionell auf serbischer Seite steht.
Viel Heuchelei ist da im Spiel. Was etwa würde geschehen, wenn Texas seine Unabhängigkeit von den USA erklärte? Oder die Bretagne nichts mehr von Frankreich wissen will? Oder Bayern dem deutschen Föderalismus ade sagt und sich von Deutschland lossagt?
Oder, kaum auszudenken, wenn Franken die Bevormundung aus München satt hat, die weißblaue Fahne einrollt und sich separiert?
Flavius ist offline  
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Alt 27.02.2008, 19:03   #9 (permalink)
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Rang: Knappe
 
Benutzerbild von tonibln
 
Registriert seit: 27.02.2008
Beiträge: 4
tonibln befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Re

Es ist immer leicht, auf die bestrebungen anderer völker nach unabhängigkeit, negativ zu reagieren, wenn man die eigene bereits in der tasche hat.
tonibln ist offline  
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Alt 27.02.2008, 19:10   #10 (permalink)
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Rang: Knappe
 
Benutzerbild von tonibln
 
Registriert seit: 27.02.2008
Beiträge: 4
tonibln befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Flavius Beitrag anzeigen
So sehr ich den Wunsch der Kosovo-Albaner hinsichtlich einer Ablösung von Serbien verstehen kann, so bin ich doch immer wieder erstaunt, wie andere Staaten auf ein derartiges Vorhaben reagieren.
Die USA, Frankreich und Deutschland zum Beispiel haben den Kosovo sehr schnell als eigenständigen Staat anerkannt. Diese Haltung scheint mir nur wenig mit Menschlichkeit oder Solidarität zu tun zu haben, sondern in erster Linie den augenblicklichen politischen Interessen dieser Staaten zu entspringen. Gleiches gilt natürlich auch für die Gegenseite wie Russland, das traditionell auf serbischer Seite steht.
Viel Heuchelei ist da im Spiel. Was etwa würde geschehen, wenn Texas seine Unabhängigkeit von den USA erklärte? Oder die Bretagne nichts mehr von Frankreich wissen will? Oder Bayern dem deutschen Föderalismus ade sagt und sich von Deutschland lossagt?
Oder, kaum auszudenken, wenn Franken die Bevormundung aus München satt hat, die weißblaue Fahne einrollt und sich separiert?
Auch das ist wieder eine verharmlosung des kosovo konflikts. Den der kosovo krieg und die vertreibung und die Massaker im kosovo waren ja nicht ausschlaggebend.

Wenn die menschen in bayern von anderen bundesländern vertrieben, vergewaltigt, massakriert (inkl. Kindern frauen und älteren menschen) ihrer rechte beraubt werden und das über jahrzehnte!!! Dann können wir ja nochmal über eine unabhängigkeit bayerns reden.

nene leute so einfach ist das nicht zu vergleichen.
tonibln ist offline  
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