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Umfrageergebnis anzeigen: Kann WikiLeaks den Krieg in Afghanistan beeinflussen?

Teilnehmer
15. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, eine Transparenz wird das Weiße Haus unter Druck setzen, den Krieg zu beenden

    9 60,00%
  • Nein, die Veröffentlichung geheimer Dokumente wird nur die nationale Sicherheit bedrohen

    6 40,00%
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Ergebnis 1 bis 10 von 144
  1. #1
    Administrator Rang: Haushofmeister Avatar von G-Redaktion
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    Kann WikiLeaks den Krieg in Afghanistan beeinflussen?

    Kürzlich hat der SPIEGEL die auf WikiLeaks veröffentlichten US-Dokumente zum Afghanistan-Krieg eingehend analysiert. Welche Bedeutung hat die Offenlegung der größtenteils als geheim eingestuften US-Dokumente zum Afghanistankrieg, die das Team von Julian Assange über die Internet-Plattform WikiLeaks veröffentlichen? Kann WikiLeaks den Krieg beeinflussen?

  2. #2
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    Ja WikiLeaks wird das Gesicht des Krieges ändern

    Bis anhin wurde in den Pressekonfernz betont, dass es Forschritte gebe bezüglich Sicherheit in Afghanistan.
    Nach den Berichte von WikiLeaks werden die Leute ein anders Bild haben, von diesen Sinnlosen Krieg.
    Vielleicht wird jetzt Obama diesen Krieg beenden, denn der Druck der steigt.

    Man kann die Veröffentlichung mit den Pentagon Papiere Vergleichen der auch in 70 einen Umschwung in der Meinung der Bevölkerung vorbrachte.

    LG
    Obelix

  3. #3
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    Leute, was soll`s, sind doch alles nur Facetten, alle wissen, dass die Kiste in Afghanistan nicht zu gewinnen ist.

  4. #4
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    Jeder Krieg ist erbarmungslos, dass war der WKII und der Vietnam-Krieg auch.
    Es gibt nur zwei Alternativen: 1. auf jeden Krieg zu verzichten, oder 2. diesen Krieg bis zum traurigen Ende durchzufechten.

  5. #5
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    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    Jeder Krieg ist erbarmungslos, dass war der WKII und der Vietnam-Krieg auch.
    Es gibt nur zwei Alternativen: 1. auf jeden Krieg zu verzichten, oder 2. diesen Krieg bis zum traurigen Ende durchzufechten.
    Nur kann in diesem Fall das traurige Ende nie erreicht werden, da keine Armee da ist, die besiegt werden könnte. Es gibt nur unzählige voneinender unabhängige Terrorzellen, die einen Guerillakrieg führen. Diese Kämpfer haben außerdem eine andere Kampfmoral als reguläre Soldaten, da sie ihren (fanatischen) religösen Glauben haben.

    Ein Elefant kann den anderen besiegen, aber Ameisenbau nicht....

  6. #6
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    Indochina, Algerien, Vietnam, Afghanistan ...

  7. #7
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    Zitat Zitat von darkdidi Beitrag anzeigen
    ...
    Diese Kämpfer haben außerdem eine andere Kampfmoral als reguläre Soldaten, da sie ihren (fanatischen) religösen Glauben haben.
    ...
    Zumindest nach Auskunft des Spiegel (der wie die NY Times und der Londoner Guardian die 91.731 Dokumente geprüft hat) ist aber genau das eigentlich nicht der Fall,

    denn es ist tatsächlich der Zaster, über den die Taliban (bzw. ISI, der pakistanische Geheimdienst) nahezu unbeschränkt verfügen, der einen Keil zwischen Bev. und alliierten Truppen treibt.


    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    Jeder Krieg ist erbarmungslos, dass war der WKII und der Vietnam-Krieg auch.
    ...
    Die Frage ist aber, erbarmungslos für wen genau.


    Zitat Zitat von Joachim Clar Beitrag anzeigen
    Leute, was soll`s, sind doch alles nur Facetten, alle wissen, dass die Kiste in Afghanistan nicht zu gewinnen ist.
    Kann man m.E. so nicht sagen.

    Erstens ist es ein grosser Unterschied, ob man Regimes unterstützt wie US-Truppen im Vietnamkrieg, eine Unrechtsgesellschaft wie bis Anfang der 60er in Algerien u.ä. oder eben einen gewählten Rechtsstaat wie Afghanistan.

    Deshalb ist es schon so, dass man einen gerechten Krieg führt (was die Gewinnaussichten drastisch erhöht), wenn es einen solchen denn überhaupt gibt.


    Zweitens weiss man jetzt seit Wikileaks im Detail, warum man den Krieg bisher nicht gewonnen hat (wegen der Resourcen der Taliban, der Doppelrolle Pakistans und der mangelnden Kooperation der Alliierten bzw. der Existenz der Task Force 373, welche weder Isaf noch Centcom untersteht, sondern direkt dem Pentagon).

    Allerdings merkt der Spiegel an, manche der Dokumente seien nicht über alle Zweifel erhaben (was z.T. auch direkt in den Dokumenten vermerkt sei), beispielsweise scheint manches einfach zu dick aufgetragen zu sein, quasi als stamme es direkt aus indischer Propagandamaschinerie, so z.B., wenn berichtet wird, Sprengmaterial hätte die ISI in Koranattrappen versteckt, oder Kinder würden als lebende Bomben rekrutiert (als gäbe es nicht genug Erwachsene, die das gern übernehmen) ....


    Interessant fand' ich an der Spiegel-Titelstory, wie relativ genau die einzelnen oder auch zusammenarbeitenden alliierten Geheimdienste bzw. -quellen offensichtlich arbeiten (z.B. der polnische). Hätte ich denen nicht so ohne weiteres zugetraut.


    Würde diese Arbeit stärker koordiniert und auf politische und militärische Ebene übertragen, wäre der Krieg übermorgen gewonnen.



    LG

  8. #8
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    Zitat Zitat von darkdidi Beitrag anzeigen
    Nur kann in diesem Fall das traurige Ende nie erreicht werden, da keine Armee da ist, die besiegt werden könnte. Es gibt nur unzählige voneinender unabhängige Terrorzellen, die einen Guerillakrieg führen. Diese Kämpfer haben außerdem eine andere Kampfmoral als reguläre Soldaten, da sie ihren (fanatischen) religösen Glauben haben.
    Ein Elefant kann den anderen besiegen, aber Ameisenbau nicht....
    Lieber Darkdidi,
    was würde passieren, wenn man aus Afghanistan raus ginge? Es gäbe von islamischer Seite einen Jubel ohne gleichen, Pakistan, dass die Atombombe hat würde an Al Kaida fallen, es gäbe einen Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan und die Islamisten in der ganzen Welt hätten Wasser auf ihre Mühlen. Das würde sich im ganzen Abendland auswirken.

  9. #9
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    Zitat Zitat von RedScorpion Beitrag anzeigen
    Die Frage ist aber, erbarmungslos für wen genau.
    LG
    Lieber Scorpion,
    natürlich für die Zivilbevölkerung. Siehe Bombenangriffe auf England, Deutschland, Japan und die Vertreibungen.
    Habe den Spiegel-Artikel auch gelesen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von dieter Beitrag anzeigen
    Lieber Darkdidi,
    was würde passieren, wenn man aus Afghanistan raus ginge? Es gäbe von islamischer Seite einen Jubel ohne gleichen, Pakistan, dass die Atombombe hat würde an Al Kaida fallen, es gäbe einen Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan und die Islamisten in der ganzen Welt hätten Wasser auf ihre Mühlen. Das würde sich im ganzen Abendland auswirken.
    Lieber Dieter, ich befürchte fast, Du könntest recht behalten. Auf der anderen Seite ist es so, dass der Westen den Afghanistan-Einsatz auf Dauer nicht durchsteht. In den meisten Ländern schiesst die Heimatfront schon jetzt Sperrfeuer, und es wird immer stärker werden. Bei uns sind 70 Prozent gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, das hält die derzeit sehr schwache Regierung, die ihr Mäntelchen immer mehr nach dem Wind dreht, nicht mehr lange durch. Es ist immer zuerst die Heimatfront, die kippt. Jeder tote Bundeswehrsoldat wird zum Politikum.

    Die Geschichte besagt das gleiche, obwohl man die Kriege von ihren historischen Beweggründen her kaum miteinander vergleichen kann. Was sich ähnelt, sind die zivilen und militärischen Konsequenzen. Die Kriege der Franzosen in Indochina urd Algerien waren im Mutterland extrem unpopulär, Algerien wurde via Referendum in der Heimat in die Unabhängigkeit entlassen, obwohl eine Mio. Franzosen in Algerien lebten. De Gaulle wusste, dass man Algerien niemals auf Dauer würde halten können. Die Unterstützung in den USA für den Vietnamkrieg schwand zuletzt bis nahezu zum Nullpunkt. Die Sowjetarmee holte sich in Afghanistan eine blutige Nase.

    Kriege in der Dritten Welt hält keiner dauerhaft durch. In Afghanistan können wir mit hohem materiellen Einsatz vielleicht eine Pattsituation erreichen, aber wenn wir weg sind - und wir werden eines Tages weg sein - gibt es dort die von Dir beschriebenen Konsequenzen. Außerdem sind die Lasten des Westens dort ungleich verteilt, Amerikaner und Briten haben wesentlich höhere Verluste als der Rest. Das sorgt zusätzlich noch für böses Blut.

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