| TagCloud | | | Umfrageergebnis anzeigen: Friedensnobelpreis für Helmut Kohl? | |
Ja, Helmut Kohl sollte aufgrund seiner Verdienste um die Deutschen Einheit den Preis erhalten.
|   | 36,84% | |
Nein, da gibt es andere Persönlichkeiten, die den Preis eher verdient hätten.
|   | 57,89% | |
Keine Meinung
|   | 5,26% |  | |
07.10.2010, 11:31
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#1 (permalink)
| | Administrator Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 23.04.2008
Beiträge: 360
| Friedensnobelpreis für Helmut Kohl? Friedensnobelpreis für Helmut Kohl? Ein norwegischer Fernsehsender spekuliert, dass Helmut Kohl den Friedensnobelpreis aufgrund seiner Verdienste um die Deutsche Einheit erhalten soll. Berechtigt? |
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07.10.2010, 11:34
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Wohl eher als bei Barack Obama. Da der wirkliche Vater der deutschen Einheit, Michail Gorbatschow, ja schon einen hat, denke ich kann man Kohl den Preis durchaus geben.
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Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.
-im Kommunismus ist es genau umgekehrt!
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07.10.2010, 12:08
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Bin für Nein, es gibt andere Persönlichkeiten. Die DDR ist implodiert, große Handlungsalternativen gab es nicht. Wobei man ihm nicht eine gewisse Geschicklichkeit im Umgang mit anderen Staatschefs absprechen kann. Was in meinen Augen aber nicht genügt.
Im Ausland kennt man Helmut Kohl und seine Schwächen weniger genau, deshalb wäre der Preis dann doch nicht absurd. Das richtige Stichwort ist schon gefallen: Obama.
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07.10.2010, 12:50
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 12.02.2009 Ort: Leonberg
Beiträge: 300
| Öhh, er hat nur die Früchte der Arbeit der vorherigen Regierung geerntet und die Situation ausgenutzt, wie ein guter Stratege. Kriegen gute Strategen Nobelpreise?
Also Kohl hat keinen Nobelpreis verdient.
Zumal hinzukommt, dass er Probleme lieber ausgessen hat, als sie zu lösen... 
__________________ -Ich entschuldige mich, wenn sich jemand von mir persönlich angegriffen fühlt und beteuere, dass dies keine Absicht war!- |
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07.10.2010, 12:51
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Zitat:
Zitat von Triton Im Ausland kennt man Helmut Kohl und seine Schwächen weniger genau, deshalb wäre der Preis dann doch nicht absurd. Das richtige Stichwort ist schon gefallen: Obama. | Na ja, seine Schwäche war alles auszusitzen, aber im Fall der DDR auch sein größter Vorteil. Denn spätestens nach dem Strauß-Kredit war abzusehen, dass es nicht mehr lange gut gehen kann. Ohne den wäre die DDR damals schon zusammengebrochen mit sicherlich nicht ganz so gutem Ausgang wie am Ende des Jahrzehnts.
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07.10.2010, 12:54
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Zitat:
Zitat von Anubis Öhh, er hat nur die Früchte der Arbeit der vorherigen Regierung geerntet und die Situation ausgenutzt, wie ein guter Stratege. Kriegen gute Strategen Nobelpreise? | Ich denke man kann ihn ohne schlechtes Gewissen verleihen, denn es gehört schon Mut dazu, sich in einen solchen Verhandlungsmarathon zu begeben, wie er es getan hat, immer mit der Angst im Nacken, dass ein einziges Nein die ganze Wiedervereinigung würde scheitern lassen. Er war in dem Fall ein genialer Stratege mit einem enormen Durchhaltevermögen und Verhandlungsgeschick. Ich bin weißgott nicht der beste Freund von Kohl, aber das gestehe ich ihm zu.
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07.10.2010, 18:00
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von Sandrokottos Ich denke man kann ihn ohne schlechtes Gewissen verleihen, denn es gehört schon Mut dazu, sich in einen solchen Verhandlungsmarathon zu begeben, wie er es getan hat, immer mit der Angst im Nacken, dass ein einziges Nein die ganze Wiedervereinigung würde scheitern lassen. Er war in dem Fall ein genialer Stratege mit einem enormen Durchhaltevermögen und Verhandlungsgeschick. Ich bin weißgott nicht der beste Freund von Kohl, aber das gestehe ich ihm zu. | Hat Genscher nicht die ganze Arbeit gemacht ??
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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07.10.2010, 18:09
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 3.265
| Naja, ich finde die Alternativen etwas unausgewogen. Ichdenke nicht, daß Kohl für die Verdienste um die Deutsche Einheit den Nobelpreis verdient hätte. Er hat seine Chance genutzt, als der Ostblock zusammengebrochen ist, das ist richtig. Er hat auch geschickt verhandelt, auch das ist richtig.
Leider war die ganze Einheit überhaupt nicht gut durchdacht und die Art, wie sie herbeigeführt wurde (treuhand) verdient keinen Friedensnobelpreis, da sie Westunternehmen klar bevorzugte.
Auch bin ich mir nicht sicher, was für ein "Friedensbeitrag" die Deutsche Einheit gewesen sein soll- der Ostblock ist doch eh kollabiert.
Allerdings muß ich ehrlich sagen, daß es mir schwer fällt, auf Anhieb jemanden zu nennen, der den Preis mehr verdient hat... Vielleicht, wenn ich gaaaaanz lange nachdenke.
Eigentlich sollten sie ihn vielleicht einfach gar nicht verleihen... |
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07.10.2010, 18:55
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 02.03.2009 Ort: Göppingen
Beiträge: 2.484
| Es gibt genügend Organisationen, die friedensstiftend tätig sind. Zum Beispiel in Afghanistan oder in Afrika. Und die mit dem Preisgeld auch etwas Sinnvolles anfangen können.
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07.10.2010, 19:10
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 02.10.2008
Beiträge: 6.625
| Also, ich halte ihn des Preises für würdig.
All in all hat der die Wiedervereinigung gut über die Bühne gekriegt,
und es war nicht zuletzt seiner Person und seines Geschichtsbewusstseins gezollt (da zahlte sich sein Studium aber allemal aus), dass man ihm international abkaufte, dass das neue Deutschland eine neue Rolle würdig einnehmen kann, jenseits von jener bis 1945 oder der kommunistischen bis 1989.
Und, auch nicht zu unterschätzen,
ihm ist es gelungen (wenn auch nicht ganz so ohne Gemurre, aber immerhin in der Sache einmalig), aus ehemaligen Nichtdeutschen (den DDR-"Bürgern") mündige Bürger eines modernen Staates zu machen, und die Westdeutschen und Brüssel davon zu überzeugen, dass sie dafür auch kräftig zahlen müssen.
Kleiner Wermutstropfen: hätte mir gewünscht, es hätte gegolten: "Entschädigung vor Rückgabe",
und man hätte die Erfahrungen besser für und in Jugoslawien genutzt.
Trotzdem kann man nicht umhin, Kohl einen grossen Mann für D und Europa zu nennen.
LG |
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