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Tags: atom, super gau, tschernobyl

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Alt 02.04.2011, 00:38   #11 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Großkanzler
 
Benutzerbild von Sansavoir
 
Registriert seit: 19.11.2010
Ort: Leipzig
Beiträge: 1.032
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Ich selbst arbeitete von 1987 bis 1990 im so genannten Kernkraftwerk Greifswald, allerdings nicht im aktiven Teil, sondern beim Bau der Blöcke 5 bis 8. Trotz Tschernobyl glaubte ich damals noch an die "saubere Lösung" des Energieproblems durch die friedliche Nutzung der Kernenergie.

Diese Einstellung lag sicher in der einseitigen Informationspolitik der DDR begründet. Seltsamerweise wurde die französische Atompolitik gelobt. Die Belegschaften waren mehr oder weniger der Meinung, dass die Katastrophe von Tschernobyl ihre Ursache in der Schlampigkeit der Russen hatte. In einem deutschen Kernkraftwerk würde so was nicht passieren ...

Ein weiterer Punkt meiner damaligen Einstellung war: Die Verschmutzung der Umwelt durch Braunkohlekraftwerke waren in den damaligen Bezirken Leipzig und Halle besonders hoch, so dass ich die Atomenergie als kleiners Übel ansah, sicher auch aus Unkenntnis der gesamten Tragweite von Tschernobyl.

Erst 1990 setzte bei mir ein Umdenken ein, beginnend mit den Informationen des letzten DDR-Umweltministers (Sebastian Pflugbeil?). Ich habe mich dann entschlossen, nicht mehr in Atomkraftwerken zu arbeiten und einen anderen beruflichen Weg gesucht. Heute bin ich Gegner der Atomkraft, es erschreckt mich, in welcher Nähe Biblis oder Neckarwestheim u.a. sich von Großstädten befinden.

Geändert von Sansavoir (02.04.2011 um 22:59 Uhr).
Sansavoir ist offline  
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Alt 02.04.2011, 22:46   #12 (permalink)
Neuer Benutzer
Rang: Knappe
 
Benutzerbild von chrisroede
 
Registriert seit: 02.04.2011
Ort: Rösrath
Beiträge: 3
chrisroede befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Beitrag

die Frage ließ mich nachdenken: ich erfuhr es aus den Nachrichten und, wie so oft, nahm es nicht wirklich ernst sondern ging zur Tagesordnung über. Ich hatte damals ein kleines Kind, 7 Monate, und meine Schwester, die ebenfalls ein Kleinkind hatte, fragte mich, wie ich es denn mit der Ernährung halten wolle. Da habe ich kurzentschlossen statt Frischmilch ein großes Paket Milumil gekauft und meiner Tochter einige Wochen lang die Fläschchen aus (unverseuchter)Trockenmilch zubereitet. Ansonsten habe ich mich "nicht verrückt machen lassen".
Die wirklichen Ausmaße habe ich mir bis heute nicht vorstellen können, obwohl ich hin und wieder davon erfuhr. Erst jetzt, im Zusammenhang mit der japanischen Katastrophe, erreicht das Thema wieder mein Bewusstsein. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass alles Fordern nach "Ausstieg" nutzlos ist, ja sogar Heuchelei, solange wir nicht ernsthaft Energie sparen! Dazu müssen wir auf lieb gewordene Gewohnheiten verzichten, ich nenne nur das Auto und die gesteigerte Mobilität, und auch den ununterbrochenen Einsatz von Strom für unsere Medien. Aber davon spricht niemand.
chrisroede ist offline  
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Alt 03.04.2011, 14:19   #13 (permalink)
Erfahrener Benutzer
Rang: Majestät
 
Benutzerbild von dieter
 
Registriert seit: 20.02.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
dieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nettdieter ist einfach richtig nett
Liebe Chrisroede,
natürlich müssen wir sparen, aber das braucht nicht bis zur Abschaffung des Autos gehen. Autos können mit Bio-Sprit, durch Elektrizätet oder durch Gas betrieben werden. Für den Strom stehen Windräder, Kolektoren, Erdwärme und Bio-Gas zur Verfügung. Gespeichert kann diese Energie durch Wasserpumpwerke werden, bei zuviel Strom wird Wasser in große Behälter hochgpumpt und bei Windflaute runterlaufen lassen.
Wäre in die Erneuerbare Energie soviel investiert worden wie in die Atomenrgie, dann waren wir auch schon hier weiter.
__________________
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu.

Rettet das Forum

Geändert von dieter (03.04.2011 um 14:22 Uhr).
dieter ist offline  
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